Hallo, ich bin Maria, die Person hinter du-bist-grossartig.de. Wenn Du wissen möchtest, warum es diesen Blog gibt, bist Du hier genau richtig. Alles begann 2019 mit einem Traum.

Der rote Teppich von dem ich träumte

Wir schreiben das Jahr 2019. Ich arbeite seit über einem Jahrzehnt im Verkauf und habe das Gefühl festzustecken. Also beschließe ich, endlich ein Ziel in Angriff zu nehmen, das ich seit Jahren vor mir herschiebe: Ich möchte auf dem roten Teppich stehen. Nein, nicht auf so einem Promi-Teppich, sondern auf so einem kleinen runden roten Teppich auf einer Bühne hinter dem die drei roten Buchstaben TED stehen.

Auf diesem Teppich möchte ich das tun, was alle tun, die ihn unter ihren Füßen haben. Ich möchte eine Idee streuen, die es wert ist, gestreut zu werden und damit Menschen inspirieren. Das ich noch nicht den Hauch einer Ahnung habe, welche Idee das sein soll, stört mich nicht. Denn laut der Coaching-Übung, die ich gerade mache, schreibt hier mein zukünftiges Ich aus dem Jahr 2022 einen Brief an mein aktuelles Ich. Und weil dieser Brief so konkret wie möglich sein soll, schreibt dieses zukünftige Ich, dass der Talk in Kanada stattfindet. Ich bin echt gespannt, ob die Nummer mit dem Brief funktionieren wird.

Warum war mir der rote Teppich wichtig?

Auf mir leben großartige Menschen.

Heute würde ich sagen, es gab folgende Gründe:

  1. Es gibt sehr viele TED Talks, die mich inspiriert haben. Und mit meinem TED Talk wollte ich das Gleiche tun. Ich wollte Menschen zeigen, dass die Welt nicht so sein muss wie sie ist, sondern dass jeder von uns es in der Hand hat, sie zu ändern und das wirklich an jedem Tag.
  2. Ich wollte mir beweisen, dass ich nicht feststecke, sondern jedes Ziel erreichen kann, wenn ich es nur stur genug verfolge.
  3. Ich wollte meine Rednerfähigkeiten auf ein neues Level heben.

Wie erreiche ich dieses Ziel

Natürlich bewirkt ein Brief allein nicht viel. Um mein Ziel zu erreichen, muss ich auch aktiv werden. Daher folgen diesem Brief viele kleine Schritte, die mich meinem Ziel näherbringen, wie zum Beispiel

  • Ich teile das Ziel auf jedem meiner Social Media Profile, damit ich ja nicht vergesse, daran zu arbeiten.
  • Ich lese ein Buch zum Thema TED Talks.
  • Ich beginne, TED Talks zu sketchnoten und die Bilder auf Social Media zu teilen.

Der 3 Jahres Plan Stand 2019

Was passiert, wenn Du Ziele aufschreibst

Moment, das fühlt sich langsam machbar an.

Auf den ersten Blick wirkt diese Liste vielleicht wenig koordiniert, doch tatsächlich beginnen diese Trippelschritte, mein Leben zu beeinflussen. Auf einem Meetup, auf dem ich etwas zum Thema Lego Serios Play lernen möchte, spricht mich der Veranstalter auf mein TED Ziel an. Wir kommen ins Gespräch, und ich merke, wie das Ziel langsam beginnt, seinen utopischen Charakter zu verlieren. In den darauf folgenden Wochen werde ich immer häufiger auf das Ziel angesprochen und plötzlich beginne ich, ernsthaft daran zu glauben, dass die Nummer klappen kann.

Doch dann wird es unerwartet etwas turbulent in meinem Leben. In meinem Job bringt ein Tropfen das Fass zum Überlaufen und ich kündige. Ich bin körperlich und geistig am Ende. Ich kann nicht mehr jeden Tag gegen Umsatzzahlen anlaufen. Ich muss etwas ändern. Ich habe 2 Jahre lang alles versucht, um den Job besser zu machen und es ist der Tag gekommen, an dem ich mir eingestehe, dass ich es nicht schaffe.

Mit der Kündigung rückt der Traum von TED erst einmal in die Ferne. Bevor ich weiter an TED arbeiten kann muss ich gesund werden. Und ich brauche einen neuen Job und, ach ja, ich muss zum Arbeitsamt und denen sagen, dass ich – idiotisch wie ich bin – meinen super sicheren Job gekündigt habe – in dem ich richtig gut war. Ich habe Angst. Angst vor den Konsequenzen meiner Entscheidung. Doch dann passiert etwas Erstaunliches. Der Mann vom Arbeitsamt versteht mich. Er macht mich nicht fertig. Er ist für mich da. Er zeigt mir Möglichkeiten, die ich nicht auf dem Schirm hatte, und ich ergreife sie.

Als ob das nicht großartig genug wäre passiert auf Twitter etwas Unglaubliches: Das Team von TEDx Calgary aus Kanada reagiert auf meine Sketchnote, die ich von einem ihrer Talks gezeichnet hatte. Der Witz an der Geschichte: Ein Deutscher organisiert diese kanadischen Talks, und wir beginnen uns auszutauschen.

Der Traum ist geplatzt

Es ist 2022 und ich hab es nicht geschafft.

Fast Forward ins Jahr 2022. Obwohl alles richtig gut angelaufen ist, bin ich an meinem hoch gesteckten Ziel gescheitert. Ich habe keinen TED Talk in Kanada gehalten. Eigentlich müsste ich am Boden zerstört sein, doch zu meiner eigenen Überraschung ist dem nicht so. Tatsächlich war ich noch nie so glücklich in meinem Leben. Wie kann das sein?

Warte Mal – Die Realität ist besser als der Traum

Erinnerst Du Dich an die drei Ziele, die ich mit meinem TED Talk erreichen wollte? Schauen wir uns doch einmal genauer an, was aus diesen Zielen in den letzten 3 Jahren geworden ist:

  1. Ich habe Menschen inspiriert. Dafür brauchte ich keinen roten Teppich, dafür brauchte ich nur diese Webseite, viele großartige Menschen und Bücher.
  2. Ich habe mir bewiesen, dass ich nicht feststecke. 2019 war ich einfach nur ein Sales. Heute bin ich Blogger, Projektmanager und Sketchnoter. Und ich habe das Gefühl, dass da noch einiges mehr kommen wird.
  3. Ich habe meine Rednerfähigkeiten dank des großartigen Schorsch und seinem Berliner Rhetorik Salon https://www.meetup.com/de-DE/Berliner-Rhetorik-Salon/ auf ein neues Level gebracht.

Was soll ich sagen, ich habe alle meine 2019 gesteckten Ziele erreicht, ohne dass ich dafür einen TED Talk halten musste.

Ich bin 2019 losgelaufen, um auf einem roten Teppich in 15 Minuten ein einziges Mal Menschen zu inspirieren. Ja, an diesem Ziel bin ich noch gescheitert. Ich muss damit leben, dass ich inzwischen mehr als 700 Blogbeiträge verfasst habe, von denen der ein oder andere den ein oder anderen meiner Follower auf Social Media inspiriert hat.

Fazit

Ohne Euch wäre das alles nicht möglich gewesen.

Heute stehe ich hier und müsste traurig sein, weil ich mit einem Lebenstraum gescheitert bin. Doch das Gegenteil ist der Fall. Mein Leben ist so gut wie nie zu vor. Ich arbeite nicht mehr, ich spiele. Ich stehe voller Energie um 4:30 Uhr auf, schreibe, lese und beginne um 8 Uhr mit meinem zweiten Job auf dem ich meine all meine Fähigkeiten nutzen kann. Ich leide nicht mehr unter meinem Leben, ich verändere die Dinge, die mir nicht gefallen.

Möglich war all das aufgrund

  • meiner Freunde und Familie, die inzwischen einfach damit leben, dass ich anders bin,
  • der großartigen Menschen, die ich dank dieses Blogs kennengelernt habe,
  • der Menschen, die ihr Wissen jeden Tag auf Social Media mit mir teilen,
  • der Menschen, die mich mit anderen Menschen in Verbindung gebracht haben,
  • der vielen Bücher, die ich gelesen habe und lese,
  • des Menschen vom Arbeitsamt, der den Grundstein für meinen neuen Job gelegt hat,
  • meines Chefs, der mutig genug war, mir einen Job anzubieten,
  • der Autoren, mit denen ich dank der Verlage, mit denen ich zusammenarbeite und dank der Social Media inzwischen Kontakt habe,
  • der Verlage, die wunderbare Bücher verlegen und mir diese für diesen Blog zur Verfügung stellen.

Ich mache zum ersten Mal in meinem Leben das, was ich wirklich machen möchte, und ich wünsche mir, dass Dir

  • der ein oder andere Text in diesem Blog,
  • die Menschen in Deinem Leben und
  • das Internet

dabei helfen, das Gleiche zu erreichen. Ich glaube daran, dass Du das schaffst. Denn Du bist grossartig.

P.S.: Nie im Leben werde ich verraten, dass es diesen Blog nur gibt, weil ich mir nichts merken kann, und er in Wirklichkeit nur mein digitales Nachschlagewerk ist, wenn ich mal wieder vergessen habe, was es mit einem bestimmten Begriff, Namen oder eine Methode auf sich hat.