Weißt Du, was der emotionale Konstruktivismus ist?

Ich bin emotional konstruktiv, und Du?

Mir ist der Begriff noch nie zuvor begegnet. Daher habe ich mich sehr gefreut, dass die Autoren von

Steffi Triest und Jan Ahrend: Agile Führung

den Begriff in seinem Buch ab Seite 56ff. ausführlich und anschaulich erläutert.

Was unsere Autoren uns verrät

Der Emotionalen Konstruktivismus ist ein Entwicklungsmodell des Mindsets, das von Rolf Arnold entwickelt wurde. Unsere Autoren schreiben, dass es zahlreiche Entwicklungsmodelle gibt, die aus ihrer Sicht problematisch sind, weil sie

  • Menschen bewerten,
  • Menschen in Schubladen stecken,
  • hierarchisch angeordnet sind
  • und keinen erkennbaren Mehrwert liefern

In Rolfs Modell erkennen unsere Autoren dagegen einen klaren Mehrwert, da dieses für jede Stufe eine Handlungsempfehlung zur Weiterentwicklung für die nächste Stufe enthält.

Die 5 Stufen des Emotionalen Konstruktivismus (Stufe – Beschreibung – Lernweg) fassen unsere Autoren wie folgt zusammen:

  1. Determination – impulsgesteuert – bevorzugte Weisen, zu fühlen erkennen
  2. Rationalisierung – Emotionen rationalisieren – innere Monologe verstehen
  3. Projektion – die eigenen Emotionen ins Außen projizieren – innere Limitierungen und Anteil erkennen
  4. Variation – Experimente wagen – andere Sichtweisen zulassen und Neues ausprobieren
  5. Transformation – neues Denken und Erleben – mit Gedanken neues Erleben prägen
Wer genau ist Rolf eigentlich?

Damit wissen wir nun schon eine ganze Menge über den Emotionalen Konstruktivismus. Was ich nun gern noch wissen möchte, ist

  1. Wer ist Rolf Arnold?
  2. Warum heißt das Modell Emotionaler Konstruktivismus?

Ich bin gespannt, ob das Internet uns diese Fragen beantworten kann.

Wer ist Rolf Arnold?

Wikipedia verrät uns, dass Rolf am 15.11.1952 geboren wurde und Professor für Pädagogik an der Technischen Universität Kaiserslautern ist. Die Schwerpunkte seiner Arbeit liegen unter anderem im Bereich der

  • Berufsbildung
  • Erwachsenenbildung
  • Führungskräfteentwicklung
  • internationale Personalentwicklung

Warum heißt das Modell Emotionaler Konstruktivismus?

Da mein Wissen im Bereich Pädagogik sehr klein ist, habe ich große Schwierigkeiten die Texte über den Emotionalen Konstruktivismus zu verstehen, die mir im Internet begegnet sind. Da sind einfach zu viele Fachbegriffe und Konzepte, die ich nicht verstehe bzw. kenne. Hinzu kommt, dass es unterschiedliche Konstruktivismus Arten gibt, die – wenn ich es verstanden habe – nicht wirklich etwas miteinander zu tun haben.

Aufgrund meines Unwissens kann ich nur spekulieren, dass es beim Emotionalen Konstruktivismus, darum geht, dass unsere Emotionen unsere Wirklichkeit erschaffen (konstruieren).

Du hast mein Herz gebrochen.

Wenn wir uns auf der ersten Entwicklungsstufe der Determination befinden, erleben wir das, was wir sehen und fühlen als die absolute Realität. Wenn wir einen Menschen erleben, der uns unrecht tut, dann sind wir der festen Überzeugung, dass er dies mit böser Abicht tut. Das macht uns traurig oder böse und wir reagieren traurig und böse. Das bedeutet, dass wir auf dieser Stufe auf unsere Impulse reagieren und weder die wahrgenommene Realität noch unsere Reaktion darauf hinterfragen.

Ganz anders sieht es auf der Stufe der Transformation aus. In dieser Entwicklungsstufe hier erleben wir einen Menschen, der uns unrecht tut, völlig anders und reagieren völlig anders auf ihn. Plötzlich kann es sein, dass wir erkennen, dass hinter dem Unrecht tun etwas ganz anderes steht. Dann sind wir in der Lage unseren eigenen Gefühlen beiseite zulegen und uns zu fragen, wie wir die Situation verändern (transformieren) können.

Fazit

Unseren Autoren gelingt es in ihrem Buch die Sache mit dem Emotionalen Konstruktivismus sehr einfach und leicht verständlich darzustellen. Nachdem ich die Seiten unserer Autoren gelesen hatte, hatte ich das Gefühl das Modell verstanden zu haben. Dieses Gefühl hat sich im Rahmen meiner Recherche völlig verändert. Ich habe nun das Gefühl, dass ich nicht wirklich verstehe, worum es bei diesem Modell geht, weil mir zu viel Wissen aus anderen Bereichen fehlt, dass ich bräuchte, um das Modell zu verstehen und anzuwenden. Um das Modell zu verstehen, müsste ich im ersten Schritt wahrscheinlich das Buch „Rolf Arnold: Seit wann haben Sie das?: Grundlinien eines Emotionalen Konstruktivismus (Systemische Horizonte)“ lesen. Doch ehrlich gesagt finde ich das Thema nicht so spannend, dass ich große Lust habe dies zu tun, denn ich befürchte, dass das Buch ähnlich unverständlich sein könnte, wie die Texte im Internet, die ich dazu gefunden habe.

Ich rudere an dieser Stelle also zurück und nehme für mich nur den folgenden Wissenshappen mit: laut unseren Autoren ist es mit Hilfe dieses Entwicklungsmodells möglich agile Strukturen in einem Unternehmen zu etablieren. Wenn sich die Mitglieder eines Teams auf den unteren 3 Stufen befindet, braucht es einen klaren Rahmen, Coachingangebote und Begleitung, um agile Arbeitsweisen zu entwickeln.

Sollte ich einmal in ein Unternehmen kommen, dass an der Einführung agiler Strukturen zu scheitern scheint, werde ich mich hoffentlich an Rolfs Modell erinnern und mich intensiver mit diesem beschäftigen.

17. Oktober 2023
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