5.3 min readPublished On: 10. Mai 2021By Categories: Bücher, Wissen

Weißt Du was ein Me-Projekt ist?

Ich wünsche mir…

Hast Du ab und an das Gefühl, dass es leichter wäre, Deine Ziele zu erreichen, wenn Dich jemand dabei unterstützen würde? Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Job. Damals hatte ich genau dieses Gefühl. Zu meiner großen Freude hatte ich damals am Anfang einen Kollegen, der mir genau diesen Wunsch erfüllte und dafür sorgte, dass ich in meine völlig neuen Aufgaben hineinwuchs. Dank meines Kollegen lernte ich unglaublich viel und wuchs in meinen Job hinein.

Als das Team wuchs, wollte ich mich einer neuen Herausforderung stellen und alles dafür tun, das Team irgendwann zu leiten. Immerhin war ich das erste Teammitglied und hatte mein Wissen mit jedem Einzelnen meiner Kollegen geteilt. Insgeheim wartete ich jeden Tag darauf, dass mein Chef zu mir kommen und mir sagen würde, dass es nun so weit sei.

Doch die Sache war die: Mein Chef kam nie zu mir, und in mir wuchs Unzufriedenheit. Ich fragte mich, warum er nicht sah, was in mir steckte und wurde – obwohl ich in meinem Job gut war – jeden Tag unzufriedener, auch weil ich das Gefühl hatte, meine Situation nicht ändern zu können.

Heute möchte ich mir gemeinsam mit Dir dank

Thomas Brezina: Tu es einfach und glaub daran. Wie du mehr Freude in dein Leben bringst,

die Idee des Me-Projektes anschauen, die uns in Situationen helfen kann, in denen wir verzweifelt auf eine Rettung von außen warten.

Was ist ein Me-Projekt?

Die beste Zeit um glücklich zu sein ist jetzt.

Bei einem Me-Projekt geht es darum, dafür zu sorgen, dass sich das Leben gut anfühlt, obwohl wir nicht das haben, was wir uns wünschen und niemand in Sicht ist, der uns unsere Wünsche erfüllt. Statt darauf zu warten, dass endlich jemand kommt, der uns glücklich macht, weil er uns dabei hilft unsere Träume zu erfüllen, geht es bei einem Me-Projekt darum zu erkennen, dass wir die Piloten unseres Lebens sind und zu sehen, dass es Vorteile haben kann, auf sich selbst gestellt zu sein und dass wir niemanden brauchen, der dafür sorgt, dass wir glücklich sind.

Hätte ich in meinem ersten Job schon gewusst, dass es Me-Projekte gibt, hätte ich mit etwas Glück verstanden, dass das Warten auf meinen Chef Zeitverschwendung war. Stattdessen hätte ich

  • mich fragen können, was in meinen Augen einen perfekten Team-Leiter ausmacht,
  • mich mit meinen Teammitgliedern über ihre Team-Leiter-Erfahrungen austauschen und lernen können, was die größten Fehler waren, die Team-Leiter je gemacht hatten,
  • herausfinden können, welche Fähigkeiten mir fehlten, um ein perfekter Team-Leiter zu sein,
  • mit meinen Team-Mitgliedern meine Fähigkeiten als Team-Leiter trainieren und mir Feedback holen können,
  • mir Gedanken machen können, wie unser Team besser werden könnte und meine Erkenntnisse mit meinem Chef teilen können,
  • Veranstaltungen zum Thema aufsuchen können,
  • ein Ehrenamt annehmen und dort Team-Leiter-Erfahrungen sammeln können.

All diese Aktivitäten hätten mir damals geholfen, etwas zu erkennen, dass mein damaliger Chef möglicherweise schon wusste: Ich wollte den Job des Team-Leiters gar nicht haben, da dieser gar nicht das war, was ich in ihm sah. In meinem Kopf war ein Team-Leiter jemand, der seinen Team-Mitgliedern dabei half, über sich hinaus zu wachsen. Mir war damals nicht klar, dass dies nur einen Bruchteil des Jobs ausmachte und ich diesen Teil des Jobs in meiner damaligen Position schon innehatte, weil mein Team-Leiter mir die Aufgabe bewusst oder unbewusst überlassen hatte. Im Rahmen eines Me-Projektes hätte ich damals die Chance gehabt herauszufinden, dass ich in dem Unternehmen bereits den Job hatte, der am besten zu mir passte.

Me-Projekte außerhalb des Jobs

Die große Liebe ist nie da wo wir nach ihr suchen.

Mein Beispiel zeigt, wie Me-Projekte uns helfen können, uns im Job weiterzuentwickeln. An dieser Stelle möchte ich noch die Geschichte unseres Autors mit Dir teilen, in der er uns berichtet, wie er ein Me-Projekt nutzte, um seine große Liebe zu finden, nachdem er bei der aktiven Partnersuche gescheitert war.

Als er mit einem Freund über seine erfolglose Partnersuche sprach, empfahl ihm dieser ein Me-Projekt zu starten. Begeistert von der Idee setzte sich unser Autor hin und notierte folgende Fragen:

  • Was macht mir Freude?
  • Was wollte ich schon immer machen?
  • Welche Sportarten kann ich jetzt betreiben?
  • Wie kann ich mich am besten verwöhnen?
  • Wen würde ich gerne treffen?
  • Wohin möchte ich fahren?
  • Was will ich alles tun?
  • Was begeistert und was stärkt mich?

Nachdem er alle Fragen beantwortet hatte, begann er die Dinge zu tun, die auf seiner Liste standen und verwöhnte sich. Plötzlich erkannte er, dass er einige dieser Dinge auf seiner Liste allein besser als zu zweit genießen konnte. So genoss er es, einen ganzen Tag unrasiert vor dem Fernseher rumzugammeln und Serien auf Netflix zu schauen. Er konnte wann immer er wollte gehen wohin er wollte und brauchte niemanden darum bitten, ihn zu begleiten.

Und wie Du Dir denken kannst, hat die Geschichte ein Happy End. Weil unser Autor sich darum kümmerte, dass es ihm gut ging, wirkte er ganz anders auf Menschen und fand die Liebe seines Lebens.

Fazit

Warte mal, das hier ist ein Me-Projekt, oder?

Während ich diesen Beitrag geschrieben habe, ist mir aufgefallen, dass diese Webseite mein erstes echtes Me-Projekt ist, bei dem ich einfach machen und lassen kann, was ich möchte und jederzeit bestimme, wohin die Reise geht. Auf diese Weise habe ich seit dem Projektbeginn 2019 unglaublich viel gelernt, großartige Menschen kennengelernt und neue Fähigkeiten erworben. Ich möchte nichts von dem missen, was seitdem entstanden ist.

Nachdem Du nun weißt, was ein Me-Projekt ist und wie es funktioniert, bist Du an der Reihe: Gibt es in Deinem Leben Bereiche, in denen Du darauf wartest, dass Dich jemand rettet und Dich dabei unterstützt, Deine Ziele zu erreichen? Wenn ja: Wie kannst Du ein Me-Projekt nutzen, um dafür zu sorgen, dass sich Dein Leben jetzt gut anfühlt?