Weißt Du was eine Xanthippe ist?

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Der Begriff ist mir schon einige Male begegnet und mein Gefühl sagt mir, dass ich ihn in der griechischen Mythologie verorten würde. Was genau eine Xanthippe ist weiß ich allerdings nicht und daher freue ich mich heute sehr darüber dieser Frage dank

Marion Knaths: Spiele mit der Macht. Wie Frauen sich durchsetzen

heute nachzugehen. Ich bin sehr gespannt, ob ich mit meiner Vermutung richtig liege.

Was das Lexikon sagt

Nun ist es an der Zeit unser wunderbares Zeit Lexikon zu befragen. Ich bin sehr gespannt, ob es mein Bauchgefühl bestätigen wird.

Xanthippe, Gattin des grch. Philosophen Sokrates, lebte Ende des 4. Anfang des 3. Jhd. v. Chr. Ihre Darstellung als Inbegriff der Zanksucht in vielen Anekdoten geht auf Bemerkungen Xenophons zurück und ist wohl nicht historisch begründet.

Das Zeit Lexikon. Mit dem Besten aus der Zeit, Band 16, S. 390.
50% daneben

Ein 50% Treffer. Mit Griechenland lag mein Bauchgefühl richtig, allerdings bin ich wirklich überrascht, dass die Frau keine Erfindung, sondern real war. Dabei hatte ich mich so sehr gefreut heute tief in eine schöne Sage eintauchen zu können und nicht einfach nur der Ehefrau eines Philosophen zu begegnen. Ich meine wozu braucht ein Philosoph, der ständig in einer Höhle sitzt denn bitte eine Ehefrau? Wahrscheinlich nur, weil der Mann immer nur an eine Höhle dachte und möglicherweise nie in einer war. Vielleicht wünschte er sich aber auch sehnsüchtig in einer Höhle zu sitzen um seiner Frau zu entkommen. Vermutlich werde ich den wahren Grund für die Höhlengeschichten nie erfahren, es sei denn wir erfinden endlich eine Zeitmaschine und ich bekomme die Gelegenheit Sokrates zu interviewen.

Genug geträumt, es ist an der Zeit der Realität wieder in die Augen zu schauen und zu unserem eigentlichen Thema zurück zu kehren.

Du bist eine Xanthippe!

zänkisches Weib

Jahrhundertelang wurde der Name Xanthippe als Synonym für Zanksucht genutzt. Auch wenn sich die Historiker inzwischen nicht mehr sicher sind, ob die Frau wirklich so zanksüchtig war, wie der Schüler Sokrates es beschreibt, hat sich diese Bedeutung fest in den Sprachgebrauch der Welt eingebrannt. Auch heute noch werden zänkische Frauen als Xanthippen bezeichnet. Sollte dieser Begriff also in Deiner Gegenwart fallen ist es Zeit aufzuhorchen und die Sache grade zu rücken. Je nach Situation kannst Du dann frei entscheiden, ob Du mit „Ja stimmt sie ist eine Xanthippe, man sagt ihr fälschlicherweise nach, dass sie zänkisch sei.“ oder mit „Du weißt schon, dass Xanthippe nach den neusten historischen Erkenntnissen gar nicht streitsüchtig war, daher ist es nicht gerecht der armen Xanthippe nachzusagen, dass sie so krass ist wie [Name].“

Wieder was gelernt. In Zukunft werde ich bei Xanthippe dann nicht mehr automatisch an die heldenhafte Kriegerin Xena denken, die ich als Kind des öfteren in der Flimmerkiste bewunderte.