Weißt Du, wer Wangari Maathai ist?

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WERBUNG: Das Buch, das diesen Beitrag inspiriert hat, habe ich als Rezensionsexemplar von den Autoren erhalten. Das bedeutet, ich habe das Buch zur Verfügung gestellt bekommen, um darüber zu schreiben.

Wir können alles erreichen.

Es gibt Menschen, die die Welt verändern. Ich bin der festen Überzeugung, dass jeder von uns die Welt verändern kann. Damit wir die Welt verändern können, brauchen wir dreierlei:

  • die Erkenntnis, dass wir mächtig sind;
  • den Willen, etwas zu verändern und
  • einen langen Atem.

Jeder von uns verändert die Welt. Manche Menschen verändern die ganze Welt, andere die Welt ihrer Familie und Freunde.

Der Dalai-Lama hat dazu einen wunderbaren Satz formuliert:

Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist.

Dalai-Lama
Wer hat gesagt, dass das nicht geht?

Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber ich liebe die Geschichten von Menschen, die die Welt positiv verändert haben. Diese Geschichten sind unglaublich mächtig, denn sie helfen uns zu verstehen, was ein einzelner Mensch bewirken kann. Einige von diesen Geschichten, wie die von Christopher Columbus, oder die von Steve Jobs sind weltbekannt, andere wiederum kennen nur wenige Menschen. Eine dieser Geschichten ist die von Wangari Maathai,  von der ich dank

Sylvia Löhken & Tom Peters: Lebe deine Macht! Kraftvoll wirken in jeder Situation

zum ersten Mal gelesen habe, und die ich heute mit Dir teilen möchte.

Die Geschichte von Wangari Maathai

Stell Dir vor, Du wirst 1940 als Frau in Kenia geboren. Wie groß sind Deine Chancen, die Welt zu verändern? Sehr groß, zumindest wenn Dein Name Wangari Maathai. Doch siehe selbst:

Hallo Welt.

Wir schreiben das Jahr 1940. Die Welt wird das zweite Mal von einem Weltkrieg erschüttert, der zum ersten Mal das Potenzial hat, die ganze Menschheit zu vernichten. In diesem Jahr kommt in Kenia am 01.April Wangari Maathai zur Welt. Wangari wird in einer Welt bzw. in einem Land groß, in denen

  • Frauenbildung,
  • Demokratie,
  • gerechte Geldverteilung und
  • Umweltarbeit

keine große Rolle spielen. Doch dies hindert sie nicht daran, sich genau für diese Themen stark zu machen. Nicht in allen Bereichen erreicht sie ihre Ziele, doch in einigen Bereichen verändert sie die Welt. Und zwei dieser Bereiche schauen wir uns jetzt an.

Frauenbildung

Eine Welt, in der Männer mehr haben können.

Wangari wird in eine Welt geboren, in der ein Mann mehr als eine Frau haben kann. So hat ihr Vater zehn Kinder mit vier Ehefrauen. Doch Wangari hat das Glück, eine Klosterschule besuchen zu dürfen, und ihre Neugier und ihr Wissensdurst bringen ihr ein Stipendium in den USA ein. Hier erlebt sie eine völlig andere Welt. Auf der einen Seite hat sie freundliche Gastfamilien, auf der anderen Seite begegnet sie im Alltag die Rassentrennung. Gleichzeitig verfolgt sie die Geschichte von Martin Luther King, der gerade dabei ist, ein neues Kapitel in der  Geschichte Amerikas zu schreiben.

Bildung ist ein Geschenk.

Ihr Studium absolviert sie in den USA, in England und in Deutschland, und sie erkennt, wie wichtig Bildung für die Menschen ist, und dass Bildung ein wichtiger Schlüssel für die Freiheit der Menschen ist. Als sie nach Kenia zurückkehrt, beendet sie nicht etwa ihre wissenschaftliche Karriere, sondern wird zur ersten weiblichen Professorin in Kenia und damit zu einem Vorbild.

Umweltarbeit

Wenn ich an Kenia und die Umwelt denke habe ich zwei Bilder im Kopf:

  1. Naturfilme, die das harmonische natürliche Leben von Menschen zeigen, die in kleinen Hütten mitten im Wald leben.
  2. Die vermüllten Straßen jenseits der kenianischen Touristengebiete.
Der Mensch macht der Natur schon länger zu schaffen.

Bis heute dachte ich, dass jene Menschen in den Hütten in völliger Harmonie mit der Umwelt leben würden. Doch dank der Geschichte Wangari Maathais habe ich gelernt, dass dies nicht so ist. Denn die Menschen in diesen Hütten wollen kochen und dafür brauchen sie Holz. Das Holz, das sie zum Kochen und für andere Dinge des Lebens benötigen, holen sie aus dem Wald. Und das hat Folgen. So sind seit 1963 90 Prozent aller Wälder in Kenia abgeholzt worden.

Um diesem Problem entgegenzuwirken, gründete Wangari Maathai die Greenbelt-Movement-Bewegung. Im Rahmen dieser Bewegung begannen Kleinbauern und Co. die Wälder, die sie für sich nutzen wollen, wieder aufzuforsten.

Fazit

Die Aktivitäten Wangari Maathais veränderten nicht nur Kenia, sie erregten auch die Aufmerksamkeit des Nobel-Preis-Komitees. So wurde Wangari Maathai 2004 die erste afrikanische Frau, die den Friedensnobelpreis erhielt.

Du bist großartig.

Ich finde die Geschichte von Wangari Maathai großartig. In meinen Augen stellt diese Frau Menschen wie Steve Jobs in den Schatten und kann es locker mit Christopher Columbus aufnehmen. Ich hoffe, dass Wangari Maathais Geschichte in Zukunft häufiger erzählt wird, und Menschen, die das Gefühl haben, nicht unter den idealsten Voraussetzungen ins Leben gestartet zu sein, dazu inspiriert, über sich hinauszuwachsen. Die Geschichte von Wangari Maathai zeigt in überzeugender Art und Weise, dass wir nicht männlich, nicht weiß und auch nicht reich sein müssen, um Dinge zu erreichen, die nie zuvor ein Mensch erreicht hat.