Weißt Du, woher der Begriff Himmelfahrtskommando kommt?
Heute geht es um einen Begriff, der mir schon oft begegnet ist. Ich bin mir sehr sicher, dass ein Himmelfahrtskommando ein Projekt bzw. Vorhaben ist, das zum Scheitern verurteilt ist. Was ich nicht weiß, ist, woher der Begriff kommt. Dank des Autor

Jürgen Wulff: Die Welt ist kein Planschbecken. Überleben unter Erwachsenen
werden wir dieser Frage heute nachgehen. In seinem Buch warnt er seine Leser vor beruflichen Himmelfahrtskommandos, die das Potenzial haben, die eigenen Karrierepläne zunichtezumachen. Er schreibt:
„Nehmen wir an, Sie streben die Position der Abteilungsleitung an und suchen das Gespräch mit Ihrer Vorgesetzten. Statt Ihnen direkt die gewünschte Position anzubieten, schlägt sie vor, zunächst einmal die Leitung für ein Projekt zu übernehmen – sozusagen als Sprungbrett für den nächsten Schritt. […] Stellen Sie sich die Frage, ob es sich bei dem Projekt um eine echte Chance und Herausforderung handelt oder ob es eher ein Himmelfahrtskommando ist, da bereits mehrere Projektleitungen daran gescheitert sind.“
S. 207.
Lass uns doch einmal schauen, ob unser Lexikon uns mehr über die Herkunft des Begriffes verraten kann.
Was das Lexikon sagt
Das Lexikon verrät uns die Herkunft des Begriffes nicht, sondern nur seine Bedeutung. Ich vermute, dass sich das Himmelfahrtskommando von der Himmelfahrt ableitet. Daher zitiere ich auch diesen Lexikonbeitrag.
Himmelfahrt, Religionsgeschichte: die Vorstellung eines Aufstiegs, oft auch einer langen Reise der Seele in den Himmel als Bild einer zeitlichen oder (nach dem Tod) ewigen Vereinigung mit den Seligen und dem Göttlichen. Von der H. zu unterscheiden ist die Aufnahme (↑Assumption) bzw. die ↑Entrückung des ganzen Menschen (mit Leib und Seele) in den Himmel. (↑Höllenfahrt).
Das Zeit Lexikon. Mit dem Besten aus der Zeit, Band 06, S. 411.
Him|mel|fahrts|kom|man|do, das: 1. Auftrag, Unternehmen (bes. im Krieg), das mit großer Lebensgefahr verbunden ist. 2. Personen, die an einem Himmelfahrtskommando (1) teilnehmen.
Das Zeit Lexikon. Mit dem Besten aus der Zeit, Band 18, S. 1096.

Ich bin mir absolut sicher, dass Jürgen in seinem Zitat nicht davon ausgeht, dass das Projekt, das die Chefin vorschlägt, eine Gefahr für das eigene Leben darstellt. Ich vermute, er wählt den Begriff, weil das Projekt einen Karrierekiller darstellen könnte.
Da unser Lexikon unsere eigentliche Frage nicht beantwortet hat, wenden wir uns nun an das Internet, das hoffentlich mehr Informationen zur Herkunft des Begriffes bereithält.
Was das Internet sagt
Die einzige Information, die ich zur Herkunft unseres Begriffes gefunden habe, stammt von Wikipedia:
„Himmelfahrtskommando – auch Kamikaze-Befehl genannt – ist ein dem militärischen Jargon entstammender Begriff“
Wirklich viele Treffer zu unserem heutigen Begriff führen zu einem gleichnamigen Podcast, der von der Tochter des Überlebenden eines Attentates ist.
Fazit
Ich weiß nicht, wie es Dir geht, doch ich bin etwas enttäuscht von unserem heutigen Rechercheergebnis. Irgendwie hatte ich die Hoffnung, dass sich hinter dem Begriff eine spannendere Herkunft verbirgt.
Auf der anderen Seite freue ich mich darüber, dass ich nun die genaue Bedeutung des Begriffes kenne. Dank diesem Wissen (vorausgesetzt ich vergesse es nicht wieder) werde ich ihn in Zukunft nur dann einsetzen, wenn tatsächlich eine Gefahr für Leib und Leben besteht.
Für das, was Jürgen in seinem Zitat beschreibt, ist mir der Begriff zu krass. Doch das liegt daran, dass ich zu den Menschen gehöre, die keinen Karriereplan haben, sondern sich lieber Aufgaben suchen, die sinnvoll sind, oder Spaß machen. Für Menschen, die jeden Schritt in Ihrer Karriere akribisch planen, finde ich die Wortwahl ideal.
An dieser Stelle bin ich neugierig: Zu welchen Menschen gehörst Du? Planst Du Deine Karriere, oder lässt Du Dich einfach überraschen und ergreifst spannende Chancen, wenn sie die Gelegenheit dazu bietet?
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Das Buch, das diesen Beitrag inspiriert hat, habe ich als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten. Das bedeutet, ich habe das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen, um darüber zu schreiben.
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