Wusstest Du, dass auch Nobelpreisträger manchmal einen wahren Schalk im Nacken haben?

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Diese Geschichte ist so herrlich, dass ich sie nicht mehr missen möchte und daher freue ich mich sehr darauf sie dank

Rolf Dobelli: Die Kunst des klaren Denkens. 52 Denkfehler die Sie besser anderen überlassen

mit Dir zu teilen.

Max Plank und der Nobelpreis

Nobelpreis

Max Planck erhält 1918 den Physik Nobelpreis. Das Land ist stolz auf diesen genialen Professor. Viele Menschen wollen den nun berühmten Wissenschaftler live erleben. So erhält Max Planck immer wieder Einladungen zu Veranstaltungen in ganz Deutschland. Sein Chauffeur fährt ihn von einer Veranstaltung zur nächsten Veranstaltung. Überall begeistert Max Planck das Publikum mit dem gleichen Vortrag über Quantenmechanik.

Langeweile

Der Einzige, der von Vortrag zu Vortrag weniger begeistert ist, ist Max, denn dieser wird es so langsam müde immer wieder das Gleiche zu erzählen. Max hält den Vortrag so oft, dass selbst sein Chauffeur ihn irgendwann auswendig kann und das bringt den Mann mit der Mütze auf eine Idee. Kurz vor einer Veranstaltung macht er Max einen ungewöhnlichen Vorschlag: Wäre es nicht unterhaltsam wenn ich den Vortrag halte und sie mit meiner Chauffeurs-Mütze dem Ereignis aus der ersten Reihe folgen würden?

Bühne

Max findet die Idee unterhaltsam und macht den Spaß mit. Tatsächlich hält der Chauffeur den Vortrag so gut, dass niemand im Publikum daran zweifelt, dass da nicht Max auf der Bühne steht. Nur an einer Stelle droht das Ganze aufzufliegen: Ein Professor aus dem Publikum stellt eine fachliche Frage zu dem Vortrag, die der Chauffeur nicht beantworten kann. Statt jetzt den Scherz zuzugeben erlaubt sich der Chauffeur einen weiteren Streich und pariert die Frage des Professors indem er sinngemäß sagt: Eine solch einfache Frage beantwortet er nicht, das könne sein Chauffeur tun, der da vorn in der ersten Reihe sitzt.

Ist das nicht eine herrliche Geschichte? Wer hätte gedacht, dass ein Nobelpreisträger so viel Humor hat? Neben dem Humor hat unsere kleine Geschichte auch eine Moral (Schließlich geht es in Dobellis Buch um Denkfehler ;-)) und diese lautet: Vertraue Menschen nicht allein wegen eines Titels. Stelle Fragen und finde heraus, ob sie wirklich so viel auf dem Kasten haben, wie es den Anschein hat, oder ob sie nur nacherzählen was sie irgendwo aufgeschnappt haben.