3,6 min readPublished On: 13. Juni 2020By Tags: , Categories: Bücher, Wissen

Wusstest Du, dass Blinde mit ihrer Zunge sehen können?

Ich auch nicht! Wie genau Blinde mit ihrer Zunge sehen erfährst Du heute dank

John Assaraf & Murray Smith: The Answer. Grow Business, Achive Financial Freedom, and Live an Extraordanary Life

in diesem Post.

Stell Dir vor, Du kannst nichts sehen

Ich kann nicht sehen.

Bevor ich mit der Antwort starte, sollten wir uns kurz die Zeit nehmen und uns einmal in die Lage eines vollständig blinden Menschen versetzen. Er lebt in einer dunklen Welt. Wenn er sich von A nach B bewegt, muss er sich seine Welt ertasten. Wenn er einen Film sieht, ist es für ihn ein Hörspiel. Für einen Blinden ist die Welt dunkel. Er kennt keine Farben. Da der menschliche Körper etwas Fantastisches ist, kompensiert er die fehlende Fähigkeit des Sehens durch andere Fähigkeiten. So hören Blinde in der Regel besser als sehende Menschen. Auch ist ihr Tastsinn so viel besser, dass sie in der Lage sind, Blindenschrift zu lesen.

Lesen ohne Augen.

Fast 200 Jahre ist es her, dass ein 16-Jähriger namens Louis Braille im Jahre 1825 die Blindenschrift erfand. Die Blindenschrift besteht aus gewölbten Punkten, die Du spürst, wenn Du mit den Fingern über sie fährst. Ich stehe jedes Mal fasziniert vor dieser Schrift und erwische mich ab und an dabei, wie ich die Augen schließe und versuche, die Punkte zu erspüren. Es dauert meist wenige Sekunden, bis ich den Versuch einstelle und die Augen wieder öffne. Im Gegensatz zu einem Blinden, der diese Schrift lesen kann, sind meine Finger in ihrer Empfindlichkeit nicht geübt genug, um diese Schrift zu erkennen. Für einen Blinden jedoch eröffnet sich durch die Blindenschrift eine völlig neue Welt. Plötzlich kann er Dinge lesen, und das war lange Zeit (bevor es Siri und Co. gab, die einem auf Zuruf einen Text vorlesen) ein unglaubliches Geschenk.

Wie kann ein Blinder mit seiner Zunge sehen?

Lachen
Mit der Zunge sehen.

Dank unserer heutigen Technologie haben Blinde viel mehr Hilfsmittel als je zuvor zu ihrer Verfügung. Eines jener Hilfsmittel ist der Brainport Eindhoven. Dieses Gerät schenkt einem Blinden die Möglichkeit, mit der Zunge zu sehen. Die spannende Frage an dieser Stelle lautet: Wie geht das? Und wie immer an dieser Stelle habe ich Google um Hilfe gebeten und Antwort bekommen. 🙂

Der Brainport sieht aus wie eine Sonnenbrille. Auf seinem Nasensteg ist eine Kamera befestigt, an der einen Seite ragt ein Schlauch heraus, an der anderen Seite ein Kabel, das zu einer Fernbedienung führt. Den Schlauch nimmt der User in den Mund. Am Ende des Schlauches sind kleine Metallplättchen befestigt. Die Kamera filmt die Umgebung und sendet die empfangenen Bilder mittels elektrischer Impulse an die Plättchen, die sich am Ende des Schlauches und somit auf der Zunge des Users befinden.

Die Brainport-Technologie steckt noch in den Kinderschuhen, wie dieser Bericht eines Testers zeigt. Der Bericht an sich ist schon cool! Hier betreibt Sebastian, der blind ist, einen Blog und schreibt über Themen, die ihn beschäftigen. Doch zurück zu unserem Zaubergerät. Der aktuelle rasante technologische Fortschritt in allen Bereichen spielt dem Gerät in die Hände. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dieses oder ein anderes Gerät so weit entwickelt sein wird, dass die Benutzung richtig cool sein wird.

Fazit

Was kannst Du noch?

Viel genialer noch als dieses Gerät finde ich dabei das menschliche Gehirn, das in der Lage ist, diese Informationen mit einem Organ zu verarbeiten, das eigentlich vor allem der Nahrungsaufnahme dient. Da stellt sich doch eine Frage: Wenn unser Hirn so etwas lernen kann, was kann es noch alles. Welche Potenziale lassen wir ungenutzt brach liegen? Was brauchen wir, um mehr unserer Potenziale zu heben?

Ich finde es genial, dass Menschen in der Lage sind, Ideen wie den Brainport zu haben und dann Jahre ihres Lebens in die Entwicklung eines Gerätes stecken, das dann vielen Menschen den Alltag erleichtert. Und in genau diesen verabschiede ich mich für heute und wünsche Dir einen fantastischen Start in den Tag.