Kennst Du das Modell des Potenzialkreises?

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WERBUNG: Das Buch, das diesen Beitrag inspiriert hat, habe ich als Rezensionsexemplar vom Campus Verlag erhalten. Das bedeutet, ich habe das Buch zur Verfügung gestellt bekommen, um darüber zu schreiben.

Ich bin zufrieden mit meinem Leben, ich habe viel von meinem Potenzial entdeckt.

Das menschliche Potential ist ein Thema, das mich unglaublich fasziniert. Ich glaube, dass jeder Mensch unendlich viel Potenzial hat. Und um das zu beweisen, tue ich alles dafür, das in mir schlummernde Potenzial zu heben. Das tue ich für mich und auch, um damit andere Menschen zu inspirieren. Weil mich dieses Thema so sehr begeistert, habe ich mich unendlich gefreut, als ich in

Sebastian Purps-Pardigol: Führen mit Hirn. Mitarbeiter begeistern und Unternehmenserfolg steigern

über das Modell des Potenzialkreises gestolpert bin, dessen Urheber der Autor des Buches ist. Der Potenzialkreis beschäftigt sich mit der Frage, was die gelungene Führung von Mitarbeitern ausmacht, und wie Führungskräfte ihre Mitarbeiter dabei unterstützen können, ihr volles Potenzial zu entfalten.

Die Geschichte der Entdeckung des Potenzialkreises

Wie ich über mich hinauswuchs.

Das Modell des Potenzialkreises theoretisch zu erklären und dabei verständlich zu bleiben, fällt mir schwer. Aus diesem Grund bediene ich mich zur Erklärung des Modells der Geschichte, deren Überschrift lautet: „Wie das Greenhorn Sebastian über sich hinauswuchs.“:

Sebastian war 23 alt als er anfing, bei Sony zu arbeiten. Damals war das Internet noch sehr jung, daher war er mit seiner Aufgabe, den Online-Bereich von Epic-Records im Unternehmen zu betreuen, ein Exot, der von seinem Chef gern an vielen Stellen vorgezeigt wurde. Eines Tages sollte Sebastian seine Ergebnisse in einem wichtigen internen Meeting mit einigen hohen Tieren präsentieren.

Das geht bestimmt schief.

Als Sebastian klar wurde, wie wichtig die Menschen in diesem Meeting waren, spielten seine inneren Bilder verrückt und zeigten 1.000 Wege, wie er das Meeting vermasseln würde. Also fasste sich Sebastian am nächsten Tag ein Herz, ging zu seinem Chef und erzählte ihm, dass er dem Meeting nicht gewachsen sei und lieber auf die Präsentation verzichten wolle.

Ich kann das, mein Chef glaubt an mich.

In diesem Moment tat Sebastians Chef etwas, das für Sebastians Entwicklung unglaublich wertvoll war. Er versicherte ihm, dass er das Meeting rocken würde, so wie er schon vorher die normalen Vertriebsmeetings gerockt hatte. In diesem Moment spürte Sebastian, dass sein Chef an ihn glaubte, und dadurch geschah etwas Wunderbares: Sebastians innere Bilder veränderten sich. Weil sein Chef an ihn glaubte, konnte Sebastian sich plötzlich vorstellen, wie er das Meeting rockte. Und diese inneren Bilder halfen Sebastian in diesem Meeting sein Potenzial zu entfalten.

Am Tag des Meetings entsprach Sebastians Verhalten seinen inneren Bildern und dadurch entstand für Sebastian die Erfahrung, dass er in der Lage war, solche Meetings zu rocken. Und diese Erfahrung erschuf neue innere Bilder.

Der Potenzialkreis nach Sebastian.

Das Modell des Potenzialkreises

Das funktioniert überall.

Ich liebe die Grundannahme des Modells, die besagt, dass jeder Mensch viele verborgene Potenziale in sich trägt. In meiner Wahrnehmung ist Sebastians Modell eine Version des Pygmalion Effekts, und ich bin der festen Überzeugung, dass dieses Modell nicht nur auf Führungskräfte passt, sondern dass jeder von uns in jedem Menschen, der uns begegnet, Potenziale freisetzen kann, wenn wir dieses Modell beherzigen.

Schau Dir in Ruhe dieses Bild des Potenzialkreises an. Beim Betrachten wird Dir auffallen, dass die vier Worte in Sebastians Geschichte in genau der Reihenfolge auftauchen, wie in diesem Modell. Wenn ich mir meine persönlichen Geschichten anschaue, in denen ich über mich hinausgewachsen bin, passen sie perfekt in dieses Modell. Nehmen wir zum Beispiel die Geschichte meines Sketchnotings:

Schach
Das erste Bild für meinen Blog.
  • Verhalten – Ich begann mit dem Sketchnoten, weil ich Bilder für du-bist-grossartig.de brauchte. 
  • Erfahrung – Ich sammelte die Erfahrung, dass meine Fähigkeiten immer besser wurden.
  • Innere Bilder – Irgendwann konnte ich mir vorstellen, wirklich Sketchnoter zu sein.
  • Potenzial – Ich begann zu erkennen, wie viel Potenzial in der Fähigkeit des Sketchnotens steckt und begann, meine Fähigkeiten mit noch mehr Freude weiter zu entwickeln.

Egal, welche meiner Geschichten ich mir vornehme, sie passt immer in das Modell. Das Einzige, was sich unterscheidet, ist der Einstiegspunkt. An dieser Stelle bin ich neugierig. Wie lauten Deine Potenzialentfaltungsgeschichten? Passen sie in Sebastians Modell? Fangen Sie auch an unterschiedlichen Einstiegspunkten an?