Kennst Du die großartige Sketchnote Welt Teil 1 von ???

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Experiment

Heute starten wir ein neues Experiment: Statt eines einzelnen Interviews beginnt mit dem heutigen Tag eine Interviewreihe zum Thema „Sketchnote“. Das Thema ist einfach zu umfangreich um es in einen einzelnen Text zu bannen und mein großartiger Interviewpartner weiß so viel, dass ich mir sicher bin, dass diese Reihe mindestens 2 Teile haben wird. Es sei denn Du hast Fragen zum Thema und schickst mir diese, dann kann dieser Text auch der Beginn einer unendlichen Geschichte werden 🙂 . Für Heute beginnen wir dank meines großartigen Interviewpartners Stefan mit den Grundlagen des Sketchnotings.

Welt
Welt

Stefan ist für mich ein ganz besonderer Mensch. Wir kennen uns erst seit wenigen Monaten, in dieser kurzen Zeit hat er mir eine Welt gezeigt, die mich völlig in den Bann gezogen hat und bis zum heutigen Tag nicht mehr losgelassen hat: Die Welt der Sketchnotes. Und daher freue ich mich sehr darauf, dass

Stefan Böttcher, der ein IT-affiner Blogger, kreativer Teamgeist und Apple-Nutzer ist und auf seiner Webseite stefanboettcher.de und auf twitter als @stefboettcher unterwegs ist

sich die Zeit für ein ausführliches Interview genommen hat, mit dem ich nun Dich in diese wundervolle Welt einladen möchte.

Was ist das Geniale am Sketchnoten?

Lupe
Suche

Am Anfang dachte ich, na ist ja ganz cool mit dem Zeichnen, da sparst Du Dir die Recherche nach Bildern für den Blog, Du zeichnest einfach was Du grade brauchst. Inzwischen merke ich, dass Sketchnoting viel mehr ist als nur „Zeit bei der Suche sparen“. Alle Themen, die nun folgen reißen wir hier nur kurz an, um sie zu einem späteren Zeitpunkt in dieser Interviewreihe erneut aufzugreifen.

Geringe Einstiegskosten

Stift

Ein Stift und ein Blatt Papier ist alles was Du brauchst um mit dem Sketchnoting zu beginnen. Du kannst also jederzeit starten und beginnst erst dann in Sketchnoting zu investieren, wenn Du weißt, dass es Dir Freude macht und  Du für das Thema Feuer gefangen hast.

Gedächtnis

Gehirn
Gehirn

Sketchnoting ist unglaublich hilfreich dabei sich Dinge zu merken. An dieser Stelle verrate ich nur so viel: Wir nutzen beim Sketchnoten beide Gehirnhälften und immer wenn das passiert, geschehen wahre Wunder.

Leicht zu lernen

Spirale

„Punkt, Punkt, Komma, Strich – fertig ist das Mondgesicht“ Dieser Reim aus unserer Kindheit fasst zusammen was Sketchnoting so genial macht. Alles was wir brauchen sind wenige Grundformen, die wir geschickt miteinander kombinieren. Wer in der Lage ist ein Strich, ein Dreieck, ein Rechteck, einen Kreis und eine Spirale zu Zeichen, kann auch Sketchnoten.

Sketchnotes bereichern fast jede Lebenslage

Dreieck

Egal ob wir ein Kind beschäftigen, einen großartigen Vortrag halten wollen, ein Meetingprotokoll anfertigen, sichtbarer werden wollen oder unsere Karriere aufs nächste Level bringen wollen – Sketchnotes bringen uns in all diesen Bereichen weiter. Vor wenigen Wochen hätte auch ich das noch nicht für möglich gehalten, aber inzwischen habe ich für alles Beweise. 😉

Was sind Sketchnotes?

Wenn Du Dir diesen Beitrag anschaust, siehst Du, wenn Du Deinen Blick über die Beitragsbilder schweifen lässt, viele sketchnote Elemente und dank @jojo_en_riant von twitter auch eine echte Sketchnote, die den Blog du-bist-grossartig.de visualisiert.

Das Wort Sketchnotes kommt aus dem Englischen und heißt übersetzt in etwa skizzierte Notizen oder visuelle Notizen.

Erkennen

Sketchnoting konzentriert sich darauf mit möglichst wenigen Linien etwas zu Zeichnen. Es geht nicht darum jedes Detail abzubilden, sondern darum mit geringst möglichem Aufwand und in kürzester Zeit etwas Erkennbares zu zaubern. Im allerersten Schritt zählt nur, dass Du 2 Tage später noch weißt was Du gemeint hast. Je länger Du sketchnotest, desto besser wird es und bald werden auch andere ohne weiteres erkennen, was Du da gezeichnet hast.

Auto
Auto

In der Regel kombinierst Du beim Sketchnoten Grundformen. So besteht ein gesketchnotetes Auto oft nur aus 2 Kreisen und 2 Rechtecken. Auch ein Apfel lässt sich mit einem Kreis einem halben Kreis und einem Strich darstellen. (Okay, okay, meins besteht im wesentlichen aus 2 Kreisen einem Rechteck, einem Halbkreis und einem Strich. Aber niemand hat behauptet, dass es feste Regeln gibt, wie ein Auto auszusehen hat 😉 )

Buch offen
Schreiben

So kann es vorkommen, dass sketchnoting schneller ist als schreiben. Statt zu Schreiben, „das Auto rollte den Abgrund hinunter“ malen wir einfach 5 Striche mehr zu unseren 2 Rechtecken und Kreisen und schon ist der Satz visualisiert.

Die Vorteile des Sketchnotings

Normalerweise notieren wir uns Dinge, die wir uns merken wollen in Form von Wörtern. Wenn wir Einkaufen gehen wollen, notieren wir uns Dinge wie Brot, Gurken und Milch. Doch eine klassische Einkaufsliste hat ihre Tücken:

  1. Wir können sie zu Hause vergessen.
  2. Wir stehen im Supermarkt und rätseln was die Hieroglyphen des Listenschreibers bedeuten könnten.
  3. Wir müssen die Sprache der Liste beherrschen um sie nutzen zu können. Mit einer arabischen und russischen Liste wäre ich für meinen Teil außer Gefecht gesetzt.

Eine gesketchnotete Einkaufsliste mag beim Erstellen erst einmal ungewohnt sein, aber sobald wir uns ein „visuelles Alphabet“ (was das ist sehen wir uns später an) zugelegt haben, geht es so schnell, wie das Schreiben einer Einkaufsliste. Dass es uns am Anfang schwer fällt, ist nur der fehlenden Übung geschuldet. Erinnere Dich einfach an Deine Kindheit zurück. Als Du das erste Mal in Deinem Leben ein Wort oder Buchstaben geschrieben hast, hat das auch gefühlte Ewigkeiten gedauert. Ist die Sketchnote-Einkaufs-Liste einmal erstellt, profitieren wir von vielen Vorteilen.

Erinnerung
  1. Wenn wir sie zu Hause vergessen, haben wir gute Chancen, dass wir uns an viele Dinge die auf der Liste waren erinnern, weil wir uns die Bilder leichter ins Gedächtnis rufen können, als geschriebene Worte. Glaubst Du nicht? Nun schließe die Augen und stelle dir die Bremer Stadtmusikanten vor. Und nun schließe die Augen und stelle Dir den Inhalt der ersten Seite des Grundgesetzes vor. „Die Kombination aus Hören, Sehen und Festhalten ist für das Gehirn viel besser geeignet, um sich daran zu erinnern.“ sagt Stefan.
  2. Im Supermarkt erkennen wir mit einem Blick, was die einzelnen Dinge auf der Liste bedeuten. Dinge wie Salami, die evt. nicht ganz einfach zu zeichnen sind, werden beim Sketchnoting einfach mit dem Wort „Salami“ ergänzt.
  3. Es ist egal ob der Listenschreiber und der Einkäufer die gleiche Sprache sprechen. Ein Apfel sieht in Russland, China, Australien, Afrika und Europa wie ein Apfel aus. Aber selbst bei einem Einkäufer mit der gleichen Muttersprache kann eine gesketchnotete Liste ein Segen sein. Ich zum Beispiel bin nicht in der Lage die Listen meiner Mutter zu entziffern und weigere mich standhaft sie ihr auch nur vorzulesen, wenn wir mal gemeinsam unterwegs sind.
Gluehbirne, Idee
Glühbirne

Stefan, der inzwischen ein erfahrener Sketchnoter ist sagt: „Oft ist es so, dass beim Erstellen von Listen direkt weitere Ideen sprudeln. Die Liste wird also gleich vollständiger. Nicht zuletzt macht es Spaß, eine andere Form von Notizen zu verwenden, egal ob bei Rezepten oder Einkaufslisten.“

Um Übung im Sketchnoting zu bekommen empfiehlt Stefan Alltagssituationen zu nutzen: „Warum nicht beim nächsten Mal ein Rezept visualisieren und die einzelnen gezeichneten Zutaten als Liste mit in den Laden nehmen?!“

Visuelles Alphabet

An dieser Stelle endet der erste Teil unserer Interviewreihe mit einem Cliffhänger. Aber keine Sorge, so bald wie möglich geht es mit dem Thema „Visuelles Alphabet“ weiter. Und nicht vergessen, das hier ist auch Dein Interview, dass Du aktiv mitgestalten kannst. Sende uns all Deine Fragen zum Thema Sketchnotes und wir werden unser Möglichstes tun, jede einzelne von ihnen zu beantworten.