Weißt Du, was ein Wissensgraph ist?
Heute geht es um eine Frage, die mir sehr am Herzen liegt: Wie kann Wissen so organisiert werden, dass ich es immer finde, wenn ich es brauche? Für mich habe ich eine Lösung gefunden: Ich blogge einfach über all die Dinge, die ich mir merken möchte. Wenn ich mal wieder wichtige Details vergessen habe, kann ich einfach meine Webseite öffnen und finde über die Suchfunktion der Webseite in der Regel schnell, was ich suche.

Doch nicht immer ist die Organisation von Wissen so einfach. Spätestens wenn schützenswerte Daten ins Spiel kommen, wird es kompliziert. Denn dann muss dafür gesorgt werden, dass dieses Wissen nur von Menschen erreicht werden kann, die es erreichen dürfen. Der Autor von
hat sich intensiv mit der Frage auseinandergesetzt und führt in seinem Buch verschiedene Möglichkeiten des Wissensmanagements auf. Dabei beleuchtet er deren Vor- und Nachteile. Hierbei erwähnt er auch eine mir unbekannte Form des Wisssensmanagements, die er zu meiner großen Freude im gleichen Atemzug erklärt.
„Wissensgraphen wie Neo4j revolutionieren die Art und Weise, wie Informationen miteinander verknüpft werden. Sie stellen das Wissen eines Unternehmens als Beziehungsnetzwerk dar und visualisieren Verbindungen zwischen verschiedenen Wissenselementen.“ S. 29.
Das, was Julian hier schildert, klingt in meinen Ohren spannend, daher schauen wir uns die Sache nun genauer an. Wissensgraphen heißen im Englischen laut Wikipedia Knowledge Graph, wundere Dich also nicht, wenn Du bei Deiner Suche zu diesem Thema immer wieder diesem Begriff begegnest.
Wie sieht ein Wissensgraph aus?
Dieses englischsprachige YouTube Video zeigt zwei Grundelemente eines Wissensgraphen:
- Nodes – zu Deutsch Entitäten
- Edges – zu Deutsch Beziehungen

Entitäten können zum Beispiel Städte oder Mensch oder Objekte sein. Es könnte also die Entität Maria und die Entität Berlin geben. Beide werden aufgeschrieben und jede wird mit einem Kreis umrahmt. Zwischen den beiden Entitäten gibt es eine Beziehung, die mit einem Strich visualisiert wird, der die beiden verbindet. Der Strich symbolisiert die Verbindung der beiden. Über dem Strich steht dann „geboren in“, um zu zeigen, dass ich in Berlin geboren wurde.
Ein „richtiger“ Wissensgraph hat sehr viel mehr als nur 2 Entitäten. Ein einziger Wissensgraph könnte alle Menschen enthalten, die jemals in Berlin geboren wurden. Zudem könnte er ihre Geburtsdaten enthalten. Mit Hilfe dieses Wissensgraphen wäre man in der Lage alle Menschen zu identifizieren, die an einem ganz bestimmten Tag in Berlin geboren wurden.
Wie erstelle ich einen Wissensgraph?
Ich habe mir zahlreiche Seiten und Videos zu dem Thema angeschaut und kann die Frage noch immer nicht beantworten. Ich habe lediglich verstanden, dass Wissensgraphen in der Regel nicht händisch erstellt werden. Stattdessen zieht sich die Wissensgraph Software die Daten aus Dokumenten oder Datenbasen, die ihr zur Verfügung gestellt werden.
Was nutzt mir so ein Wissensgraph?
Nachdem ich das erste Video gesehen habe, hatte ich das Gefühl, dass so ein Wissensgraph ganz schön wenig Nutzen für mich hat, weil er lediglich zwei Arten von Informationen enthält. Dieses englischsprachige YouTube Video zeigt, wie Google einen Knowledge Graphen nutzt. Nachdem ich das nun weiß, muss ich sagen, dass mich der erste Eindruck getäuscht hat. So ein Wissensgraph kann sehr nützlich sein, wenn er mit ausreichend Daten versorgt wurde.
Wenn ich Google nutze, um nach Leonardo Da Vinci zu suchen, gibt mir die Suchmaschine keinen Knowledge Graphen als Suchergebnis aus. Allerdings nutzt Google einen Knowledge Graphen, um mir mehr als nur Links zu zeigen, die exakt zu meiner Suchanfrage passen. Bei meiner Suche nach Leonardo, generiert mir Google eine kleine Infobox, in der ich unter anderem folgende Informationen finde
- Geboren
- Verstorben
- Bauwerke
- Epochen
- Beeinflusste Person
- Geschwister
Hinter diesen jeweiligen Punkten befinden sich Links, die mich in Themenfelder einsteigen lassen, die etwas mit Leonardo zu tun haben. Dank der Infobox sehe ich auf einen Blick, dass Leonardo ein Renaissance Künstler war. Mit einem Klick auf diese Information erfahre ich mehr über diese Epoche. Weil Google einen Wissensgraphen nutzt, habe ich die wichtigsten Informationen zu Leonardo sofort vor Augen und brauche nicht erst zig Links anklicken, um diese zusammenzusuchen.
Fazit
Ich habe nun eine bessere Vorstellung davon, was ein Wissensgraph ist. Und ich habe gelernt, dass ich dank Google schon seit einiger Zeit von einem Wissensgraphen profitiere, ohne dass mir dies bewusst war.
Was ich definitiv noch immer nicht weiß, ist wie ich einen fehlerfreien Wissensgraphen erstelle und wie mir dieser dabei helfen könnte das Wissen in einem Unternehmen besser zu organisieren. Daher bin ich an dieser Stelle neugierig: Kennst Du ein Unternehmen, dass Wissensgraphen nutzt?
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Das Buch, das diesen Beitrag inspiriert hat, habe ich als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten. Das bedeutet, ich habe das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen, um darüber zu schreiben.
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