Weißt Du, was Fanzines sind?

Heute geht es um einen Begriff, der mir noch nie zuvor begegnet ist. Dank des Buches

Na, hast auch Du Lust das Leben lebenswerter zu machen?

Claudia Emmert / Jürgen Bleibler / Ina Neddermeyer / Zeppelin Museum Friedrichshafen (Hrsg.): Into the deep. Minen der Zukunft / Mines of the future

weiß ich bereits, dass sich Fanzines gestalten lassen:

„Die Zukunft des Kampfes gegen den Extraktivismus besteht darin, kritische und solidarische Netzwerke zu bilden, die das Leben lebenswerter machen können. Wir können tausend Banner, Plakate und Fanzines gestalten, um den Extraktivismus zu bekämpfen. Aber am effektivsten ist es, die Gemeinschaft wieder produktiv zu machen.“

S. 176.

Fanzines können also genutzt werden, um den Extraktivismus zu bekämpfen, der die Rohstoffe der Erde nutzt, ohne auf Schäden, die auf deren Abbau basieren Rücksicht zu nehmen. Wie genau Fanzines aussehen und welche Vorteile sie gegenüber Bannern und Plakaten haben, weiß ich nicht. Lass uns doch einmal schauen, ob unser Lexikon den Begriff kennt und diese Wissenslücken füllen kann.

Was das Lexikon sagt

Ja, unser Lexikon kann eine der gerade genannten Wissenslücken füllen.

Fanzine [‚fænzi:n; Kw. aus engl. fan und magazine] das, Zeitschrift für Anhänger (Fans) bestimmter Personen oder (Musik-)Gruppen bzw. -richtungen.

Das Zeit Lexikon. Mit dem Besten aus der Zeit, Band 04, S. 440.

Fanzine [‚fanzi:n], das; -s, -s [engl. fanzine, zusgez. aus: fan (1 Fan) u. magazine = Magazin (4a)]: Zeitschrift für Anhänger und Fans bestimmter Personen od. Sachen.

Das Zeit Lexikon. Mit dem Besten aus der Zeit, Band 17, S. 717.

Ein Fanzine ist ein Kofferwort, das sich aus den Begriffen Magazin und Fans zusammensetzt. Es ist also ein Magazin für Fans. Damit sind wir nun einen Schritt weiter. Wie

Ein Mensch mit einer Packliste. Eine Gedankenblase über ihm. In dieser ist ein Koffer zu sehen. Der Koffer zeigt auf der einen Seite Dinge, die eingepackt werden sollen, und auf der anderen Seite Dinge, die nicht eingepackt werden sollen.
Och nöö, ich hab vergessen mein Lieblingsfanzine einzupacken.
  • Fanzines aussehen und
  • wie mit ihrer Hilfe Extraktivismus bekämpft werden kann

wissen wir noch nicht. Doch ich wette, dass wir das mit Hilfe des Internets ganz schnell herausfinden werden.

Was das Internet sagt

Wikipedia verrät uns, dass das Archiv der Jugendkulturen in Berlin eine Sammlung von Fanzines besitzt. Über dessen Onlinekatalog konnte ich mit Hilfe des Suchwortes Fanzine einige ausfindig machen.

Auf den Webseiten der Fanzines habe ich einige Cover der Magazine gesehen. Die Frage nach dem Aussehen eines Fanzines würde ich nun mit „Wie ein ganz normales Magazin“ beantworten.  Die Cover sind unterschiedlich, doch jedes Fanzine-Cover hat Wiedererkennungs-Elemente, so dass ich sofort weiß, ob ich Wetter oder 45° in der Hand halte.

Meine Versuche ein Fanzine zu finden, dass sich gegen Extraktivismus ausspricht sind gescheitert. Das bedeutet nicht, dass es solch ein Fanzine nicht gibt, das bedeutet nur, dass meine Suchfähigkeiten nicht gut genug sind, um eines ausfindig zu machen. Möglicherweise findet sich auf fanzinesindex.de ein solches Magazin und ich habe es nur nicht gefunden, weil ich mir nicht alle Fanzines angeschaut habe, die der Autor der Seite zusammengetragen hat.

Fazit

Wir wissen nun, was ein Fanzine ist. Was mich fasziniert, ist, dass digitale Blogs gedruckte Fanzines nicht ersetzt haben. Es werden noch immer fleißig Fanzine gedruckt. Das ein oder andere Fanzine hat sogar eine PDF-Ausgabe, falls die gedruckten Exemplare vergriffen sein sollten.

Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber ich finde es genial, dass Menschen sich so sehr für ein Thema interessieren, dass sie ein eigenes Magazin auf die Beine stellen und es dann noch schaffen eine Leserschaft dafür zu generieren, die bereit ist Hefte zu kaufen und Abonnements abzuschließen.

An dieser Stelle bin ich neugierig: Hast Du schon einmal ein Fanzine gelesen?

18. Juni 2026
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Das Buch, das diesen Beitrag inspiriert hat, habe ich als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten. Das bedeutet, ich habe das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen, um darüber zu schreiben.

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nachdenklicher Notenschlüssel
3,1 min readCategories: Bücher, Wissen

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