Weißt Du, was Risodruck ist?
Heute geht es um einen Begriff, der mir noch nie zuvor begegnet ist. Dank der Autorin

weiß ich, dass es Vereinsblätter gibt, die im Risodruckverfahren gedruckt wurden. Sie schreibt:
„Seit ich lesen und schreiben kann, helfe ich meinem Vater bei der Korrektur seiner Vereinstexte, die erst im Vereinsblatt als Risodruck erschienen, später als Digitaldruck und jetzt auf der Homepage.“
S. 125.
Was uns Jenny in ihrem Buch nicht verrät, ist, wie genau dieses Druckverfahren funktioniert. Ich frage mich zum Beispiel, ob es ein Verfahren ist, was Vereine aufgrund der geringen Auflagen der Vereinsblätter selbst durchführen können, oder ob es zu den Verfahren gehört, die große Druckereien nutzen, um kleine Auflagen auf den Weg zu bringen. Lass uns doch einmal schauen, ob unser Lexikon weiß, was es mit diesem Druckverfahren auf sich hat.
Was das Lexikon sagt
Nein, das weiß unser Lexikon nicht. Es hält heute keinen passenden Eintrag für uns bereit.
Was das Internet sagt
Das Internet bestätigt meinen Verdacht, dass diese Druckmethode auch bei geringen Auflagen kostengünstig ist und von Vereinen selbst durchgeführt werden kann. Ein Risodrucker schaut aus wie ein großer Kopierer aus einem Copyshop oder einem größeren Büro. Im Inneren funktioniert er allerdings etwas anders, wie dieses YouTube Video zeigt.

Während ein normaler Kopierer mit nur einem Knopfdruck einfach das Original einscannt und eine exakte Kopie erstellt, braucht der Risodrucker für den Druck einiges an Vorbereitung. Zunächst müssen aus dem Original mehrere Vorlagen erstellt werden, wenn das Original mehr als eine Farbe nutzt, denn beim Risodruck wird je Druckvorgang nur eine Farbe gedruckt. Ein Druck mit 4 Farben muss also viermal durch die Maschine laufen, wobei bei jedem Durchlauf
- die Farbpatrone gewechselt wird,
- eine neue Vorlage auf das Scanner Glas gelegt wird,
- der Drucker eine Schablone erstellt,
- einige Testdrucks durchgeführt werden, damit die Farben möglichst genau aufeinander liegen,
- die gewünschte Auflage gedruckt wird.
Das spannende an diesem Druckverfahren ist laut der Webseite Herr & Frau Rio der 4. Schritt, der bewusst künstlerisch eingesetzt werden kann, um besonders „lebendige Flächen“ zu produzieren. Die Webseite erwähnt zudem, dass dieses Druckverfahren besonders umweltfreundlich ist, weil die hier verwendeten Farben „aus Reiskleieöl, einem Abfallstoff der Reisproduktion“ hergestellt werden. Hinzukommt, dass das Verfahren nicht mit Hitze arbeitet, die normale Tonerdrucker brauchen, um die Farben auf dem Papier zu fixieren.
Wikipedia verrät uns, dass es inzwischen auch Risodrucker gibt, die mehrere Farben gleichzeitig drucken können. Wenn ich mir dieses Werbevideo der ComColor FT Serie auf YouTube anschaue, habe ich das Gefühl, dass das Gerät wie ein ganz normaler Kopierer funktioniert.
Obwohl die Technologie weiterentwickelt wurde, bietet das Unternehmen aber noch heute Geräte wie den SF9390 an, der ganz genau wie die ersten Modelle nur mit einer einzigen Farbe pro Druckvorgang arbeitet. Spannend finde ich persönlich das zweifarbige Zwischenmodell MH9350, das in diesem YouTube Video zu sehen ist. Es scheint mir in der Bedienung einfacher als das ursprüngliche Modell und hat durch die Beschränkung auf 2 Farben ein in meinen Augen ebenfalls einzigartiges Druckergebnis.
Fazit
Wir wissen nun, was ein Risodruck ist und kennen möglicherweise den Grund, warum der Verein von Jennys Vater vor der Einführung des Digitaldrucks auf dieses Verfahren gesetzt hat.
An dieser Stelle bin ich neugierig: Juckt es Dich in den Fingern mal einen mehrfarbigen Print mit dem Ein-Farben-Modell auf den Weg zu bringen, oder ist Dir das (genau wie mir) viel zu aufwendig?
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Das Buch, das diesen Beitrag inspiriert hat, habe ich als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten. Das bedeutet, ich habe das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen, um darüber zu schreiben.
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