Weißt Du, wer Ludwig Feuerbach war?

Ich weiß nicht, wie oft ich schon am S-Bahnhof Feuerbachstraße in Berlin ausgestiegen bin. Dabei habe ich mich nie gefragt, woher der Name des Bahnhofes kommt. Diese Frage habe ich erst aufgrund des Buches von

Zeichnung Eine brennende Flamme, die lächelt
Der Ludwig ist ein Kumpel von mir.

Jonathan Beck: Eine andere Welt. Bücher, die in die Zukunft weisen

im Kopf, da der Autor einen Ludwig Feuerbach erwähnt. Er schreibt:

„Bücher, die insbesondere für uns heute lesenswert sind, weil sie uns helfen können, eine gute, zumindest aber bessere Zukunft zu gestalten. Wer sich vom Titel Eine andere Welt an eine berühmte These von Karl Marx über Ludwig Feuerbach erinnert fühlt, liegt damit also nicht ganz falsch.“

S. 23.

Nun frage ich mich, ob Ludwig Feuerbach der Namensgeber des S-Bahnhofes ist. Ich frage mich, wer der Mann war, und da der Titel des Buches keine berühmte These von Karl Marx in mein Hirn zaubert, frage ich mich auch, was Karl über Ludwig gesagt hat. Mit all diesen Fragen stürzen wir uns nun ins Internet. Ich bin gespannt, welche Antworten wir finden.

Wer ist der Namensgeber das S-Bahnhofes in Berlin?

Ludwig ist nicht der Namensgeber des S-Bahnhofes. Der S-Bahnhof trägt den Namen der Straße, an der er liegt. Diese wurde am 17.7.1906 nach dem Maler Anselm Feuerbach benannt, der am 12.9.1829 in Speyer geboren wurde und am 4.1.1880 in Venedig verstarb. Dieses YouTube Video zeigt sein Werk Orpheus und Eurydike und erzählt einen Teil der Geschichte des Malers.

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Dass Amseln und Ludwig den gleichen Nachnamen tragen, liegt an ihrer Verwandtschaft: Amseln war der Neffe von Ludwig.

Welche These hat Karl über Ludwig aufgestellt?

Die Webseite des Philosophie Magazins verrät uns, was Karl gesagt hat:

Zeichnung Eine lachende Erde
Hey, lass das, das kitzelt.

„In seinen Thesen über Feuerbach schrieb Marx den berühmten Satz: „Die Philosophen haben die Welt nur auf verschiedene Weise interpretiert, jetzt kommt es darauf an, sie umzuwandeln.“

Ludwig Feuerbach war ein Philosoph, somit meint Karls These ihn, obwohl er namentlich nicht in ihr auftaucht. Der Magazin-Text verrät uns auch, dass Feuerbach ein Atheist war, der völlig ohne den Begriff Gott auskommen wollte. Er verfasste eine radikale Religionskritik, die den Namen „Das Wesen des Christentums“ trägt und 1841 erschien.

Wer war Ludwig Feuerbach?

Das Licht der Welt erblickte Ludwig Feuerbach am 28. Juli 1804 im bayrischen Landshut. 1823 begann er Theologie studieren, wechselte später aber das Studienfach und studierte Philosophie, in der er 1828 auch promovierte.

1837 heiratete er Bertha Löw, deren in die Ehe eingebrachtes Vermögen ihm die finanzielle Freiheit schenkte, die er brauchte, um sich vollständig der Philosophie widmen zu können. Er veröffentlichte viele Schriften, in denen er Kritik an der Religion äußerte und erklärte, warum der Mensch Gott erschuf und Gott nur ein Spiegel des Menschen ist.

Dass Karl eine These über Ludwig veröffentlichte, ist vielleicht der Tatsache geschuldet, dass Ludwig, Karl und Friedrich Engels sich Briefe schrieben.

Am 13. September 1872 verstarb Ludwig.

Dank der Ludwig-Feuerbach-Gesellschaft sind zahlreiche Werke des Philosophen online verfügbar.

Was uns unser Autor sagen möchte

An dieser Stelle haben wir nun endlich alle Informationen zusammen, die wir für die Entschlüsselung unseres heutigen Zitates brauchen. Für Karl war Ludwig ein Mensch, der in seinen Gedanken bzw. Büchern neue Wege ging. Mit seiner These fordert er die Menschen auf, die Gedanken Ludwigs in die Tat umzusetzen.

Jonathan erwähnt Karls These in seinem Buch, um die Lesenden seines Buches dazu aufzurufen, die eigene Zukunft in die Hand zu nehmen und diese selbst zu gestalten.

Fazit

Wir haben nun eine bessere Vorstellung davon, wer Ludwig war und wissen, wie Karls These über ihn lautete. Zudem weiß ich nun endlich, wer der Namensgeber der Feuerbachstraße ist.

An dieser Stelle bin ich neugierig: Weißt Du, wer die Namensgeber der Straßen sind, sie Du schon oft gegangen bist?

13. März 2026
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Das Buch, das diesen Beitrag inspiriert hat, habe ich als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten. Das bedeutet, ich habe das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen, um darüber zu schreiben.

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13. März 2026
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