Weißt Du, wie Du interaktive Umfragen in Online-Vorträgen machen kannst?

Hirn: Ich würde gern zuhören. Bauch: Nö, ich hab Hunger, sag mir erst was es zu essen gibt.

Hast Du schon mal einem Online-Vortrag zugehört und es dabei einfach nicht hinbekommen, dem Redenden die ganze Zeit hochkonzentriert zu folgen, weil dieser es einfach nicht schaffte, Deine Aufmerksamkeit zu fesseln? Die Autorin

Hilge Kohler: Auf die virtuelle Bühne! Online-Vorträge professionell vorbereiten und gekonnt in Szene setzen

hat sich in den letzten Jahren intensiv mit der Frage beschäftigt, wie es Online-Vortragenden gelingen kann, ihre Zuhörern zu begeistern. In ihrem Buch verrät sie Rednern zahlreiche Tipps und Tricks, mit denen sie ihre Zuhörer in den Bann ziehen können.

Eine große Herausforderung bei einem Online-Vortrag besteht darin, dass Zuhörende viel mehr Ablenkungen ausgesetzt sind als bei einem Offline Vortrag mit einem Redner auf einer echten Bühne, der viel schwerer mitbekommt, ob ihm gerade zugehört wird oder nicht.

Auf einer echten Bühne kann der Redner jederzeit ins Publikum blicken und sehen, ob er gerade von allen gebannt angeschaut wird, oder ob die Mehrheit der Anwesenden auf ihr Smartphone starrt. Bei einem Online-Vortrag ist dies deutlich schwerer möglich. Wenn Teilnehmende ihre Kamera abgeschaltet haben, hat der Vortragende keinerlei Informationen darüber, ob sein Publikum gerade gebannt zuhört, oder mit anderen Dingen beschäftigt ist.

Endlich mitmachen, statt einfach nur zuhören

Um die Aufmerksamkeit der Online-Zuhörenden zu gewinnen, empfiehlt Hilge diese aktiv in die Vorträge mit einzubinden. Statt Umfragen von anderen zu zitieren, können Redner ihre Vorträge mit Live-Umfragen der eigenen Zuhörer aufpeppen. Durch diese Interaktion wird der passive Zuhörer zum aktiven Teilnehmer des Vortrages.

Zuhörende können steuern was auf der Bühne passiert.

Plötzlich kann er mit wenigen Klicks Einfluss darauf nehmen, was als nächstes auf der Bühne passieren wird. Redner mit wenig Erfahrung können mit Hilfe von Zuhörer-Umfragen schnelle Statistiken erstellen, Sprecher mit viel Erfahrung können den Teilnehmer ihrer Veranstaltung mit Hilfe einer Umfrage die Möglichkeit geben zu bestimmen, welches Thema als nächstes auf der Online-Bühne thematisiert wird.

Dank des technischen Fortschritts ist das Erstellen einer Online-Umfrage in der Regel keine große Herausforderung mehr. Unsere Autorin schreibt:

„Heute nutzen wir dafür Online-Tools und Webseiten, mit denen sich Umfragen im Handumdrehen erstellen und durchführen lassen. Ob Menti, Slido oder anderes – immer mehr Werkzeuge stehen uns als Vortragende zur Verfügung. Mit immer neuen Funktionalitäten.“

S. 26.

Da ich in meinem Alltag selten Vorträge halte, ist mir weder Menti noch Slido ein Begriff. Es kann sehr gut sein, dass ich als Teilnehmer einer Veranstaltung schon einmal mit Hilfe einer der beiden Werkzeuge an einer Umfrage teilgenommen habe, doch wenn dem so war, kann ich mich nicht daran erinnern. Aus diesem Grund schauen wir uns diese beiden Programme und ein weiteres, das mir aus meinem Alltag vertraut ist, heute etwas genauer an. Los geht’s.

Umfragen erstellen mit Microsoft Teams und/oder Microsoft Forms

Als Blogger nutze ich Microsoft Word, um meine Texte zu erstellen und zu korrigieren und als Projektmanagerin, die fast ausschließlich remote arbeitet, nutze ich Microsoft Teams, um mit meinem Team und meinen Kunden zu interagieren.

Da die Programme, die in Microsoft365 enthalten sind, ständig Updates bekommen, wodurch sie neue nützliche Funktionen erhalten, habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, regelmäßig YouTube Kanäle wie den von Büro-Kaizen zu besuchen, um mich über neue Funktionen zu informieren. Aus diesem Grund weiß ich, dass ich in einem Videocall in Microsoft Teams ganz einfach eine Umfrage erstellen kann, obwohl ich diese Funktion noch nie genutzt habe.

Seit 2019 ist Microsoft365 fester Bestandteil meines Alltags. Wenn auch Du ein kostenloses oder bezahltes Microsoft365 Konto hast, kannst Du diese Umfragemöglichkeit in Deinen Vorträgen nutzen. In diesem YouTube Video wird das Erstellen einer Umfrage in Microsoft Teams im Detail erklärt. Wichtig ist hierbei zu wissen, dass es derzeit nicht möglich ist, in jedem Teams-Videocall eine Umfrage zu erstellen. Dies geht nur in geplanten Besprechungen. Wenn Du in einer solchen bist, kannst Du mit Hilfe der App Forms

  • Multiple-Choice-
  • Wortwolken-
  • Ranking-
  • Quiz-
  • Bewertungs-

Umfragen erstellen. Wie bei einer klassischen Umfrage, sehen die Teilnehmenden nicht, wer wie abgestimmt hat. Der Umfragen-Ersteller kann sich die Namen der Abstimmenden optional anzeigen lassen.

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Was mir an der Microsoft-Teams-Umfrage gefällt, ist, dass die Teilnehmer der Umfrage direkt im Call abstimmen können und diesen für die Teilnahme an der Umfrage nicht verlassen müssen. Zudem gibt es für den Umfragen-Erstellenden die Möglichkeit, die Ergebnisse der Umfrage in Microsoft-Excel zu exportieren. Auch smart ist die Möglichkeit, Umfragen vor dem Meeting erstellen zu können.

Was mir an Microsoft-Teams nicht gut gefällt, ist, dass es beim ersten Mal richtig schwierig sein kann, Videocalls mit Personen zu erstellen, die nicht in Deinem eigenen Unternehmen arbeiten. Hier werden immer mal wieder die Administratoren der Unternehmen gebraucht, um die Software, bzw. die Nutzerrechte so zu organisieren, dass alles passt.

Zum Glück lässt sich Microsoft Forms auch ohne Teams nutzen. Mit Hilfe dieser YouTube Anleitung habe ich eine Umfrage mit einer Frage zu Online-Umfragen erstellt, an der auch Du gern teilnehmen kannst, indem Du auf diesen Link klickst. Ich hätte die Umfrage jetzt auch elegant in diesem Beitrag einbetten können, so wie ich es mit den YouTube Videos gemacht habe, allerdings fehlt mir gerade die Freude daran zu recherchieren, ob ich dafür auch meine Datenschutzerklärung anpassen muss. Daher habe ich das gelassen.

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Lass uns nun einmal schauen, was wir mit den Tools anstellen können, die unsere Autorin in ihrem Buch erwähnt.

Umfragen erstellen mit Menti

Menti kann Kosten verursachen.

Menti ist offenbar eine Abkürzung für die Webseite Mentimeter. Für Umfragen mit maximal 50 Teilnehmern pro Monat ist dieses Umfrage Tool kostenlos. Wenn Du größere Veranstaltungen bespielst und Mentimeter nutzen möchtest, brauchst Du ein Konto für das Du monatlich bezahlst.

Da ich keinen eigenen Mentimeter Account habe und mir die Lust fehlt, einen anzulegen, habe ich mir dieses YouTube Video angeschaut, um zu verstehen, was alles mit diesem Umfragetool möglich ist. Mit diesem Tool kannst Du mehr unterschiedliche Umfragearten erstellen als mit Microsoft:

  • Multiple Choice
  • Word Cloud
  • Open End
  • Scale
  • Rating
  • Q & A
  • Quiz Competitions
  • Content Slides
  • Advanced Questions

Teilnehmer einer Umfrage brauchen kein Konto, um Mentimeter nutzen zu können. Sie brauchen lediglich einen siebenstelligen Zahlencode von Dir, mit dem sich Deine Umfrage auf der Webseite Mentimeter öffnen lässt.

Umfragen erstellen mit Slido

Auch Slido ist ein Webseitenbasiertes Umfrage Tool. Genau wie Menti, kann es für kleinere Umfragen kostenlos genutzt werden. Hier liegt die Grenze bei 100 Teilnehmern. Wer diese Grenze überschreiten möchte, braucht ein Abo, für das er jeden Monat oder je Event bezahlt.

Da ich keinen Slido Account habe, greife ich erneut auf ein YouTube Video zurück, um eine genauere Vorstellung von diesem Tool zu bekommen. Slido bietet sechs Umfragearten:

  • Multiple Choice
  • Open Text
  • Rating
  • Word Cloud
  • Ranking
  • Quiz

An einer Umfrage können Teilnehmer mit Hilfe eines Teilnehmercodes teilnehmen, den Sie auf der Webseite eingeben, oder indem sie einen QR-Code scannen, den Du ihnen zur Verfügung stellst.

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Fazit

Dank der kleinen Recherche habe ich nun eine grobe Vorstellung von den Möglichkeiten, die die Tools bieten, die unsere Autorin erwähnt. Zudem habe ich das erste Mal Microsoft Forms genutzt und dabei einiges gelernt. Bevor ich einen Vortrag mit einer Umfrage halten würde, würde ich mich allerdings noch intensiver mit den einzelnen Umfragearten beschäftigen wollen, um herauszufinden, wann zum Beispiel eine Wortwolke sinnvoll ist und wann ein Rating.

Nach der kurzen Sichtung der Tools habe ich nicht das Gefühl, dass das eine besser ist als das andere. Allerdings habe ich das Gefühl, dass ich für Umfragen in meinen Vorträgen am ehesten auf Microsoft Forms zurückgreifen würde, weil ich dank meines Microsoft365 Abos bereits uneingeschränkten Zugang zu diesem Tool habe. Eines der anderen Tools würde ich nur nutzen, wenn ich mit Forms an die Grenzen dessen stoßen würde, was ich gern machen möchte.

Wir haben uns heute lediglich drei Online Umfrage-Tools angeschaut. Da draußen gibt es jedoch viel mehr. Daher bin ich an dieser Stelle neugierig und würde gern wissen, ob Du schon einmal ein Umfrage-Tool genutzt hast und wenn ja, welches.

Buchcover zum Beitrag

Ein Männchen mit vier Armen wirbelt 8 Bücher durch die Luft.

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Datum & Autor

2. November 2023
Werbehinweis, der besagt, dass das Buch zu diesem Beitrag von einem Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde.Weißt Du, was FabLabs sind?
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  1. Maria von du-bist-grossartig.de 21. Dezember 2023 at 06:09 - Reply

    Heute bin ich in

    „Nicole Krieger: Die Gastgeber-Methode. Konferenzen, Tagungen, Veranstaltungen, Diskussionen kompetent und erfolgreich moderieren“

    über einen Tool-Tipp für die Befragung von Teilnehmern oder eines Publikums von analogen Veranstaltungen gestolpert. Nicole empfiehlt das Wurfmikrofon Catchbox. Dieses ist ein Schaustoffwürfel mit eingebautem Mikrofon. Statt von einem gestressten Saaldiener, wird das Mikrofon so direkt von den Teilnehmern untereinander weitergereicht werden. Das geht zum einen in der Regel schneller und zum anderen bleibt das Publikum im wahrsten Sinne des Wortes am Würfel… ähm, ich meine natürlich am Ball, bis der nächste seine Frage stellt.

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