Weißt Du, was Kosmismus ist?
Heute geht es um einen Begriff, der mir definitiv noch nie begegnet ist. Die Autoren

verraten uns, dass der Kosmismus einer der vielen Ideengeber des Transhumanismus ist. In diesem Beitrag haben wir herausgefunden, dass der Transhumanismus sowohl danach strebt, das Leben von Menschen zu verlängern, als auch danach, ihre Fähigkeiten durch technische Hilfsmittel, die am oder im Körper befestigt sind zu erweitern. Zudem verraten uns die Autoren an zwei Stellen in ihrem Buch, welche Personen, Bücher und welches in den Dunstkreis des Kosmismus gehören
„Schon im 19. Jahrhundert gab es dort [in Russland] Nicolai Fjodorow. Den bezeichnet man heute zumeist als Begründer des Kosmismus.“
S. 43.
„Zum Dunstkreis des Kosmismus, gehören auch die Science-Fiction-Romane von Alexander Beljajew, von denen Der Amphibienmensch und Professor Dowells Testament besonders hervorzuheben sind.“
S. 392.
Bevor wir uns die erwähnten Personen mit Hilfe des Internets genauer anschauen, greifen wir im ersten Schritt zum Lexikon und bitten es um eine etwas ausführlichere Erklärung des Begriffes Kosmismus.
Was das Lexikon sagt
Zu meiner großen Verwunderung kennt unser Lexikon den Begriff nicht. Also werden wir das Internet wohl auch um eine Definition dieses Begriffes bitten müssen.
Was das Internet sagt
Die Webseite des Hauses der Kulturen der Welt verrät uns unter anderem, dass der Kosmismus mit dem Tod auf Kriegsfuß stand:

„Der Russische Kosmismus um 1900 imaginierte nicht weniger als die Überwindung des Todes. […] Die Doktrin vom unsterblichen Dasein im unendlichen Raum vereinte in sich den Optimismus sowohl der Wissenschaft als auch der Künste der damaligen Zeit.“
Die Nichtakzeptanz des Todes im Kosmismus ging laut der Webseite des Deutschlandfunkes so weit, dass er nicht einmal die Verstorbenen diesem überlassen wollte.
„Kosmisten strebten nach Unsterblichkeit und Wiedererweckung der Toten, wofür sie notwendigerweise den Kosmos mit seinen fremden Planeten als neuen Lebensraum einbezogen.“
Nachdem wir nun eine grobe Vorstellung davon haben, was der Kosmismus ist, schauen wir uns nun die Personen bzw. Bücher an, die unsere Autoren in ihrem Buch erwähnen.
Nicolai Fjodorow
Wikipedia verrät uns in einem sehr kurzen Beitrag, dass der am 07.06.1829 geborene und am 28.12.1903 verstorbene Nikolai Fjodorowitsch Fjodorow ein russischer Philosoph war, der nach einem abgebrochenen Studium zunächst als Hauslehrer und dann als Bibliothekar arbeitete.
Das Journal des Hauses der Kulturen der Welt verrät uns mehr über die philosophischen Gedanken Nicolais.
„In seiner „Philosophie der gemeinsamen Sache“ (1906) fordert er die Abschaffung des Todes, die physische Rekonstruktion aller Verstorbenen und – als logische Konsequenz – die Ausbreitung der Menschheit in den Kosmos.“
Alexander Beljajew
Laut Wikipedia lautet der vollständige Name des Schriftstellers, der am 16.03.1884 geboren wurde und am 06.01.1942 verstarb, Alexander Romanowitsch Beljajew. Alexander war studierter Jurist, der irgendwann in diesem Bereich einen so großen Erfolg hatte, dass er es sich leisten konnte, sich seiner Leidenschaft der Kunst zuzuwenden. Doch machte ihm bald eine schwere Wirbelsäulentuberkulose einen Strich durch die Rechnung. Die Erkrankung fesselte ihn einige Jahre ans Bett und schenkte ihm Zeit zu lesen. Der Beginn der Bettlägerigkeit war dann der Beginn seiner intensiven schriftstellerischen Tätigkeit.
Sein Buch „Der Amphibienmensch“ wurde vor langer Zeit verfilmt und ist in deutscher Sprache auf YouTube verfügbar. Den Film „Professor Dowells Testament“ gibt es auf YouTube lediglich in der russischen Version.
Fazit
Wir haben nun eine etwas genauere Vorstellung vom Kosmismus. Ich für meinen Teil habe mir die beiden Bücher von Alexander auf meine Hörbuchliste gesetzt, da sie über App libby, auf deren Angebot ich dank meines Bibliotheksausweises zugreifen kann, in Englisch verfügbar sind. Ich bin sehr gespannt auf deren Inhalt und bin nicht auf die beiden Bücher eingegangen, um mir nicht den Hör-Spaß zu verderben.
Ich bin kein großer Fan des Kosmismus. Ich mag die Vorstellung, dass das Leben irgendwann endet. In meinen Augen schenkt es der Zeit, die ich auf dieser Erde habe, einen besonderen Wert. Die Vorstellung, irgendwann wiedererweckt zu werden, gruselt mich sehr. Ich habe wenig Freude an der Vorstellung bis in alle Ewigkeit arbeiten zu müssen, damit ich mir ein Dach über dem Kopf leisten kann.
An dieser Stelle bin ich neugierig: Wie gefallen Dir die Ideen des Kosmismus? Würdest Du gern ewig leben wollen?
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Das Buch, das diesen Beitrag inspiriert hat, habe ich als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten. Das bedeutet, ich habe das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen, um darüber zu schreiben.
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