Wie würde eine Welt aussehen, die das Urvertrauen der Menschen zum Ziel hat?
Ich habe seit vielen Jahren das große Glück in einem Umfeld zu leben und zu arbeiten, dem ich vertraue und das mir vertraut. Ich erinnere mich noch gut an andere Zeiten in meinem Leben. Mein Leben war damals völlig anders, weil ich nicht in der Lage war Menschen zu vertrauen.

Ich weiß also aus eigener Erfahrung wie magisch und mächtig Vertrauen ist. Aus diesem Grund bin ich beim Lesen des Buches
an der Stelle hellhörig geworden, an der er über Urvertrauen schreibt. Zu meiner großen Freude erwähnt er den Begriff nicht nur, sondern erklärt ihn auch.
Was ist Urvertrauen?
Christian schreibt:
„Kinder kommen mit einem natürlichen Vertrauen auf die Welt. Dieses unzerstörbare Grundvertrauen, auch als Urvertrauen bezeichnet, lässt sie unerschrocken ihre Umgebung erkunden. Sie glauben, dass die Welt ein sicherer Ort ist, und dass die Menschen um sie herum sie beschützen. Dieses Vertrauen ist der Kern, der ihnen die Freiheit gibt, mutig zu sein – etwas, das wir im Erwachsenenalter oft verloren haben.“
S. 173.
Beim Lesen dieser Sätze ging mir die folgenden Fragen durch den Kopf
„Warum genießen nur Kinder Urvertrauen? Warum haben Erwachsene kein Urvertrauen? Wie müsste eine Welt aussehen, damit wir Urvertrauen haben könnten?“
Diese Fragen haben mich nicht mehr losgelassen und daher unternehme ich heute den Versuch einige dieser Fragen zu beantworten.

Warum genießen nur Kinder Urvertrauen?
Die Antwort auf diese Frage liefert Christian in seinem Buch. Er verrät den Menschen, die es lesen, dass Kinder ihr Urvertrauen verlieren, wenn sie mit negativen Erfahrungen konfrontiert werden. Kinder verlieren ihr Vertrauen, wenn
- ihr Vertrauen enttäuscht wird
- ein Mensch, der sie beschützen sollte, sie nicht beschützt
- etwas, dass sicher zu sein scheint nicht sicher ist
Zahlreiche kleine Erlebnisse zerstören das Urvertrauen und Kinder lernen, dass es Vertrauen, wenn überhaupt nur in bestimmten Bereichen ihres Lebens gibt.
Warum haben Erwachsene kein Urvertrauen?
Da aus Kindern Erwachsene werden ist die Frage eigentlich schon beantwortet. Erwachsene haben kein Urvertrauen, weil sie dieses als Kinder verloren haben. Alles, was ihnen geblieben ist, ist ein Restvertrauen in kleinen Bereichen ihres Lebens. Wer Glück hat, kann seiner Familie und seinen Freunden und sich selbst vertrauen, wer Pech hat, vertraut nicht einmal sich selbst.
Im Erwachsenenleben begegnen uns dann weitere Vertrauensbrecher. Ja, wir können endlich so lange aufbleiben, wie wir als Kinder immer aufbleiben wollten, doch nun sind wir plötzlich zu müde, weil wir den ganzen Tag gearbeitet haben, um das Geld zu verdienen, dass wir brauchen, um unsere Lebensmittel zu bezahlen. Ich bin mir sicher, dass Du, ohne groß nachzudenken zahlreiche Beispiele nennen kannst, in denen Dein Vertrauen tief erschüttert wurde.

Da es nicht mein Ziel ist mich darüber zu beklagen, wie schlecht die Welt ist, sondern ich von der Frage getrieben bin, wie wir die Welt, in der wir leben, besser machen können, möchte ich die Antwort auf diese Frage an dieser Stelle beenden und mich der nächsten Frage zuwenden, die in meinen Augen viel spannender ist.
Wie müsste eine Welt aussehen, damit wir Urvertrauen haben könnten?
In einer Welt, in der wir Urvertrauen haben können, brauchen wir ein Gefühl von Sicherheit, das nicht enttäuscht wird. Im Folgenden schauen wir uns an, wie einige Bereiche des Lebens strukturiert sein könnten.
Erziehung wie sie sein sollte
Für die Erhaltung unseres Urvertrauens sollten Menschen, die uns großziehen genügend Zeit haben uns großzuziehen. Sie sollten mit uns spielen können und nicht den Großteil ihrer Zeit damit beschäftigt sein sich um andere Dinge, wie zum Beispiel das Verdienen von Geld zu kümmern.
Für eine Erziehung, die den Erhalt des Urvertrauens zum Ziel hat, brauchen wir eine gesellschaftliche Struktur, die es Eltern und Familien ermöglicht für ihre Kinder da zu sein. Wir brauchen ein System, dass Eltern verstehen lässt, was Kinder brauchen. Wir brauchen ein System, dass Eltern so unterstützt, dass sie einen genialen Job machen können.
Ich habe keine Ahnung, wie das in der Praxis aussehen könnte, doch ich bin der festen Überzeugung, dass das Wissen für die Schaffung eines solchen Systems bereits existiert.
Gemeinschaftssinn wie er sein sollte

Für Urvertrauen brauchen wir einen Gemeinschaftssinn, in welchem das Thema Vertrauen im Zentrum steht. Jeder in der Gemeinschaft muss verstehen, wie Vertrauen entsteht, wie es zerstört wird, warum es nicht zerstört werden darf und wie es erhalten werden kann.
Ein solcher Gemeinschaftssinn kann dadurch entstehen, dass wir uns das Ziel setzen eine Welt zu erschaffen, in der Urvertrauen das oberste Ziel ist.
Infrastruktur wie sie sein sollte
Für Urvertrauen brauchen wir eine Infrastruktur, die uns nicht enttäuscht.
Im Verkehr kann diese Infrastruktur erreicht werden, indem öffentliche Verkehrsmittel wirklich überall verfügbar sind und das nicht nur zwei Mal am Tag.
Zudem brauchen wir meiner bescheidenen Meinung nach eine Infrastruktur, die das Spielen fördert. Im Spiel können wir uns ausleben und lernen. Wenn etwas schief geht, verlieren wir nur ein Spiel und keine echten Werte. Spielen kann dafür sorgen, dass wir Fähigkeiten entwickeln, die wir im normalen Leben nicht entwickeln können.
Fazit
Meine Zeit diesen Beitrag zu erstellen ist begrenzt. Mir ist bewusst, dass die heute gestellte Frage im Rahmen des Beitrages nicht vollständig und korrekt beantwortet wurde. Da ich nicht den Anspruch habe allein eine großartige Welt zu schaffen ist das für mich okay. Übernimm an dieser Stelle gern die Fertigstellung des Beitrages und ergänze in den Kommentaren all die Antworten auf unsere heutige Frage, die Dir in den Sinn kommen. Falls Du noch keine Ideen hast, ist hier eine Liste an Themen, die ich heute zeitlich nicht mehr abdecken konnte:
- Social Media wie es sein sollte
- Bildung wie sie sein sollte
- Geld wie es sein könnte
- Gesundheit wie sie sein sollte
- Unternehmen wie sie sein sollten
- Politik wie sie sein könnte
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Das Buch, das diesen Beitrag inspiriert hat, habe ich als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten. Das bedeutet, ich habe das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen, um darüber zu schreiben.
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