4,4 min readPublished On: 17. Mai 2021By Tags: , , , Categories: Bücher, Wissen

Kann der Glaube an das Gute eine Stadt verändern?

Ich bin die Freiheitstatue.

Warst Du schon einmal in New York oder kennst Du die Stadt nur aus Serien und Filmen? Welches Bild hast Du von den Menschen in New York? Sind die New Yorker hektisch, auf sich bezogen und nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht oder hilfsbereit und freundlich? Mir fällt es schwer, das typische Bild eines New Yorkers zu beschreiben, da die Filme und Serien, die ich über die Stadt kenne, sehr unterschiedliche Menschen beschreiben.

Doch zum Glück gibt es Menschen wie den Autor

Hermann Scherer: Schatzfinder. Warum manche das Leben Ihrer Träume suchen – und andere es längst leben,

die sich in Sachen New York deutlich besser auskennen als ich, weil sie seit vielen Jahren regelmäßig im Big Apple sind. Wenn wir Hermann fragen, ob die New Yorker auf sich bezogen oder hilfsbereit sind, bekommen wir eine Antwort, die mich so sehr überrascht hat, dass ich sie heute mit Dir teilen möchte.

Wer erfolgreich sein will, muss für sich allein kämpfen

Bei seinen ersten Reisen nach New York erlebte Hermann eine wuselige und völlig auf sich bezogene Stadt. Die Straßen waren voll von Menschen, die nach ihrem Glück suchten und wussten, dass sie dafür hart arbeiten mussten. Zeit war in den Augen der Menschen Geld, und daher galt es, sie bestmöglich zu nutzen. Freundlich zu Menschen zu sein sahen der typische New Yorker als Zeitverschwendung an, und so war jeder auf sich allein gestellt. Brach ein Mensch mitten im Gewusel der Stadt zusammen, liefen viele Menschen an ihm vorbei und ließen ihn auf offener Straße liegen, weil sie der Überzeugung waren, dass er seinen Zusammenbruch selbst verschuldet hatte und damit allein zurechtkommen müßte.

Wir sind eine Stadt und füreinander da

Das ist was fürs Herz.

Bei seinen letzten Reisen nach New York erlebte Hermann eine ganz andere Stadt. Die Menschen auf der Straße lächelten einander an und halfen einander. Aus der einst so hektischen und egoistischen Stadt war eine warmherzige und freundliche Stadt geworden.

Den Grund für diesen Wandel sieht Hermann in einem Ereignis, dass die Stadt schwer erschütterte. An diesem Tag verloren viele New Yorker die hart an ihrem Erfolg gearbeitet hatten alles, was sie sich aufgebaut hatten und nicht wenige von ihnen zudem ihr Leben. An diesem Tag musste die Stadt hilflos zuschauen, wie ein Teil der Stadt in Schutt und Asche aufging. Dieser Tag riss ein Loch in die Mitte der Stadt und öffnete erstaunlicherweise die Herzen der Menschen.

Als die World Trade Center zusammenfielen, brauchten viele New Yorker Hilfe. Einige von ihnen mussten den Verlust geliebter Menschen verarbeiten, andere brauchten einen Platz zum Schlafen, wieder andere brauchten einen neuen Job. Die gleichen Menschen, die noch Tage zuvor einen Fremden, der am Boden lag, ignoriert hatten, waren plötzlich bereit, jenen zu helfen, die Hilfe brauchten. In den Tagen nach der Katastrophe erfuhren so viele Menschen in New York Hilfe und Unterstützung, dass sich ihr Glaube veränderte. Sie erlebten wertvolle Momente, in denen ihnen geholfen wurde, ohne dass sie eine Gegenleistung dafür erbringen mußten.

Als diese Menschen das Gute und Freundliche erlebten, erwachte ihr Glaube an das Gute im Menschen wieder und dieser Glaube hat die Stadt nach dem Ereignis transformiert.

Fazit

Stell Dir vor die Sonne geht auf und die Welt ist großartig.

Wenn eine 8,5 Millionen Menschen Stadt wie New York sich grundlegend ändern kann und das in so kurzer Zeit, dann zeigt dies in meinen Augen, wie stark der Glaube an das Gute im Menschen sein kann. Stell Dir jetzt einmal vor was passieren würde, wenn die ganze Welt an das Gute im Menschen glauben würde. Stell Dir vor, wie Du durch die Straßen läufst und die Menschen Dich anlächeln. Stell vor, wie Du an jeder Ecke siehst, wie Menschen einander helfen. Zu welchen Dingen würde eine solche Welt Dich inspirieren?

In meinen Augen wäre eine solche Welt großartig. Ich glaube, wir brauchen keine Katastrophe, um eine solche Welt zu erschaffen. Wir können einfach im Kleinen beginnen diese Welt zu erschaffen. Ein normaler Tag bringt viele Gelegenheit, um diese Welt zu erschaffen:

  • Wir können den Menschen auf der Straße ein Lächeln schenken.
  • Wir können Fremden ein Kompliment machen
    • „Wow, was für eine schöne Brille.“
    • „Cooles Bike.“
    • „Ich finde ihre Haare großartig.“
  • Wenn im Supermarkt jemand seinen Einkaufschip nicht findet, können wir ihm eine Münze oder einen Chip geben.
  • Wenn wir sehen, dass jemand schwer zu tragen hat, können wir eine Hand anbieten.
  • (Die Liste läßt sich ganz leicht verlängern, sende mir gern Punkte zu, die ich hier ergänzen kann.)

Das Schöne an all diesen Kleinigkeiten ist, dass sie die Macht haben, andere Menschen den Glauben an das Gute im Menschen zu schenken. Und so können diese Kleinigkeiten dafür sorgen, dass immer mehr Menschen anderen Menschen helfen.

Und nun bleibt nur noch eine Frage: Hast Du Lust, gemeinsam mit mir diese Welt zu erschaffen?