Kennst Du den Rosenzweig Frustrationstoleranztest?

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Ja, okay, das sind keine Rosen.

Das erste Bild, das ich im Kopf habe, wenn ich die Worte Rosenzweigs Frustrationstoleranztest lese, ist eine Jesus-am-Kreuz-Figur, wie ich sie manchmal in Kirchen sehe. Ein Rosenzweig hat zwar viele Dornen, ich bezweifle allerding stark, dass der Rosenzweig Frustrationstoleranztest etwas mit der Dornenkrone zu tun hat, die Jesus am Kreuz auf dem Kopf hatte. Denn von

Malcolm Gladwell: Was der Hund sah: und andere Abenteuer aus der Welt, in der wir leben

weiß ich, dass dieser Frustrationstoleranztest aus dem wunderbaren Gebiet der Motivationsforschung stammt. Mehr verrät uns unser Autor zu diesem Test allerdings nicht. Daher freue ich mich nun darauf, mehr über diesen Test zu erfahren. Doch bevor wir uns den Test anschauen, werfen wir kurz einen Blick auf die Frage, was Frustrationstoleranz eigentlich ist.

Was ist Frustrationstoleranz?

Mich bringt so schnell nichts aus der Fassung.

Frustrationstoleranz beschreibt die Fähigkeit eines Menschen, Frustration ertragen zu können. Manche Menschen haben eine hohe Frustrationstoleranz und sind nur schwer aus der Ruhe zu bringen, andere wiederum haben eine niedrige Frustrationstoleranz und reagieren beim kleinsten Anlass sofort aggressiv.

Was ist der Rosenzweigsche Frustrationstoleranztest?

Nicht einmal YouTube kennt die Antwort.

In den letzten Monaten ist es mir schon häufiger passiert, dass mir unser Lexikon eine Frage nicht beantworten konnte. So ist es auch heute. Hinzukommt, dass das allererste Mal auch YouTube exakt null Ergebnisse für den Suchbegriff „Rosenzweig Frustrationstoleranztest“ bereithält. Es bleibt uns an dieser Stelle also nichts anderes übrig, als ganz klassisch im Internet nach einer Antwort auf unsere Frage zu suchen.

Nachdem ich nun mehrere Internetseiten durchgelesen habe, habe ich die Vermutung, dass der Rosenzweigsche Frustrationstoleranztest das Gleiche ist wie der Frustrationstoleranztest, den Saul Rosenzweig erfunden hat und auch unter dem Namen Picture Frustration Test bekannt ist. Den detailliertesten Bericht zu der Entstehungsgeschichte des Tests habe ich auf Grin gefunden.

DEinige Bilder lösen mehr Emotionen aus, als erwartet.

Mit diesem Test wird die Frustrationstoleranz eines Probanden untersucht. Der Proband betrachtet im Rahmen des Tests unterschiedliche Bilder, auf denen Figuren zu sehen sind, die sich miteinander unterhalten. Da auf allen Bildern nur eine der beiden Sprechblasen gefüllt ist, ist es die Aufgabe des Probanden, die zweite Sprechblase zu füllen. Zu meiner großen Freude habe ich einige der Bilder, die anscheinend zu diesem Test gehören, im Internet gefunden und hatte bei dem einen oder anderen Bild das Gefühl, dass mich die Geschichte des Bildes nicht ganz kalt lässt.

Fazit

Ist das Teil der Motivationsforschung?

Die heutigen Rechercheergebnisse haben mich etwas überrascht. Ich hatte die leise Hoffnung, dass wir heute in die Tiefen der Motivationsforschung eintauchen würden. Doch im Internet habe ich keinen einzigen Text gefunden, der die Motivationsforschung und den Rosenzweigschen Frustrationstoleranztest erwähnt. Selbst bei einer gezielten Suche nach beiden Begriffen tauchen nur Ergebnisse auf, die entweder den einen oder den anderen Begriff enthalten. Damit stellt sich für mich nun die Frage, ob der Rosenzweigsche Frustrationstoleranztest und die Motivationsforschung wirklich etwas miteinander zu tun haben. Solltest Du die Antwort auf diese Frage kennen, freue ich mich, wenn Du Dein Wissen mit uns teilst.