Wusstest Du, dass unser Gehirn ab unserem 3. Lebensjahr schrumpft?

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Und wusstest Du, dass wir durch diesen Schrumpfungsprozess immer klüger werden? Mir war das neu, und das ist der beste Grund, den ich kenne, um dieses Wissen heute dank

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mit Dir zu teilen. Los geht es:

Wie und wann entsteht unser Gehirn?

Ich habe mehr Hirnzellen als Du.

42 Tage nachdem ein Kind gezeugt wurde entsteht seine erste Hirnzelle. Im Moment der Geburt hat ein Kind unfassbare 100 Milliarden Hirnzellen. Mit diesen 100.000.000.000.000 Hirnzellen entdeckt dieser kleine Mensch die Welt.

18 Tage nachdem die erste Hirnzelle entstanden ist, beginnt der erste Versuch der Hirnzellen, miteinander zu kommunizieren. Es entstehen die ersten Synapsen. Eine Synapse ist eine Verbindung zwischen 2 Hirnzellen. Dank der Synapse sind die beiden Zellen in der Lage, miteinander zu kommunizieren. Im Alter von 3 Jahren verfügt jede (!!) der 100.000.000.000 Hirnzellen über 15.000 Synapsen. Das heißt, jede einzelne Hirnzelle ist in der Lage, mit 15.000 anderen Hirnzellen direkt zu kommunizieren. Und das heißt auch, dass ein 3-jähriges Kind über 1.500.000.000.000.000 Synapsen verfügt.

Wie und wann schrumpft unser Gehirn?

Das kann weg, oder?

Nach dem 3. Lebensjahr beginnt das Synapsen-Drama: Synapsen, die nicht regelmäßig genutzt werden, sterben ab. Bereits im Alter von 16 Jahren haben wir die Hälfte unserer Synapsen verloren! Und die Sache ist die: Die verlorenen Synapsen können nicht wiederaufgebaut werden.

Warum werden wir durch das Schrumpfen unseres Gehirns klüger?

Zeit, Uhr
800 Freunde treffen dauert echt lange.

Das Gute ist, dass wir nicht aufgrund der Menge unserer Synapsen klug sind, sondern aufgrund der Stärke unserer noch vorhandenen Synapsen. Stell Dir vor, Du hat 800 Freunde und Du nutzt all Deine Zeit, um all Deine Freunde regelmäßig zu treffen. Weil Du so viele hast, triffst Du Dich mit jedem nur 2 Stunden und Du taktest Deinen Tag wirklich eng, so dass Du es schaffst, jeden Tag 4 Freunde zu treffen. Dann bedeutet das, dass Du jeden Freund nur alle 200 Tage siehst. Da Du Deine Freunde selten siehst und nur wenig Zeit mit ihnen verbringst, hast Du wahrscheinlich Probleme zu wissen, was jeden einzelnen wirklich beschäftigt.

Ich höre Dir gern zu.

Gehen wir nun in dem Spiel einen Schritt weiter und sagen, Du hast 5 Freunde. Weil Du neben der Pflege von Freundschaften noch ein Leben hast, kannst Du Deine Freunde nur an einem Tag in der Woche treffen. Du nimmst Dir für jeden einzelnen den ganzen Tag Zeit. Du siehst jeden einzelnen also alle 5 Wochen einen ganzen Tag. Da ihr so viel Zeit miteinander verbringt, wisst ihr was den anderen beschäftigt.

Und jetzt das ganze Spiel noch mit einem Freund. Den siehst Du immer, wenn Du zu Hause bist. Hier ist die Chance hoch, dass ihr euch blind versteht.

Ich brauche schnell ein paar Informationen.

So ähnlich wie mit den Freunden ist es mit unseren Synapsen. Je öfter 2 Hirnzellen miteinander kommunizieren, desto besser verstehen sie sich. Daher wissen wir sofort was 2 + 2 ist, brauchen aber deutlich länger um die Antwort auf 7×29+15×9 zu geben. Wenn ein Mensch klug ist, dann ist er in der Lage, schnell auf die Informationen, die er hat, zuzugreifen und sie richtig miteinander zu verknüpfen. Um das leisten zu können, braucht er wenige dafür aber sehr gut ausgeprägte Synapsen.

Fazit

Zusammengefasst lässt sich also sagen: Je weniger Synapsen wir haben, desto klüger sind wir. Deshalb werden wir immer klüger, OBWOHL unser Gehirn schrumpft.

Mich hat diese Erkenntnis total fasziniert und ich hoffe, Dir geht es genauso wie mir. Und mit diesem neuen Wissen wünsche ich Dir nun einen fantastischen Start in den Tag – auf dass Du Deine Synapsen stärken mögest.