Raumfahrt ist nur was für Milliardäre, Promis und Staaten, oder?
„Nur Multimillionäre oder von anderen Multimillionären auserwählte Menschen können sich einen Weltraumflug leisten“,

schreibt Leon Berent am 14.04.2025 in seinem Bericht über einen Weltraumflug einer Sängerin und 5 weiterer Frauen. Tickets für 90-minütige Flüge ins All von Virgin Galactic beginnen laut diesem Bericht bei 600.000 Dollar. Bei SpaceX kostet jedes Kilo 6.000 Dollar.
Doch nun habe ich in dem Roman von
gelesen, dass nicht nur Staaten und Reiche Raumfahrtprojekte am Laufen haben. Becky erwähnt in der Danksagung am Ende ihres Buches, das die Mission einiger Astronauten zum Thema hat, woher sie die Inspiration zu der Open Cluster Astronautics (OCA) hatte, die in ihrem Buch die Ansprechpartnerin der Astronauten auf der Erde ist:
„Dank gebührt auch ein paar Leuten, die ich gar nicht kenne, mit denen ich aber sehr gern mal ein Bier trinken würde. Meine Inspiration für die OCA stammt teilweise von bürgerfinanzierten Raumfahrtprojekten, deren Kreativität und Hartnäckigkeit mich begeistern. Falls euch dieses Konzept anspricht, dann schaut euch unbedingt an, was Copenhagen Suborbitals, Pacific Spaceflight und das LightSail Projekt der Planetary Society derzeit auf die Beine stellen.“
S. 218f.
Da ich von den drei Projekten, die Becky hier erwähnt, noch nie etwas gehört habe, schauen wir sie uns heute alle mit Hilfe des Internets im Detail an.
Copenhagen Suborbitals

Das in Dänemark beheimatete Projekt Copenhagen Suborbitals, an dem zwischen 50 bis 60 Menschen in ihrer Freizeit aktiv arbeiten, gibt es seit 2008. Es wurde von Kristian von Bengtson und Peter Madsen gegründet. Die 6 Raketen, die seitdem mit dem Ziel gestartet wurden, irgendwann einen Amateur ins Weltall zu fliegen, wurden von einem Schiff in der Ostsee aus gestartet.
Alle Flüge bisher waren unbemannt, der erste Astronaut wird frühstens in 5 Jahren gebraucht. Das Projekt ist ein nonprofit Projekt, dass mit Hilfe von Crowdfunding finanziert wird. Was das Projekt bisher alles erreicht hat und was zuletzt passiert ist, zeigen die Videos auf dieser Seite. Leider sind die aktuellen Videos automatisch synchronisiert und lassen sich damit nicht ohne weiteres im Original anhören.
Pacific Spaceflight
Von Pacific Spaceflight habe ich leider nur einen Twitter Account gefunden, die dazugehörige Webseite scheint offline zu sein. Auf dem Twitter Account wurde am 13.04.2024 zuletzt etwas veröffentlicht. Zu sehen sind hier einige Ballonfahrten und die Entwicklung von Raumanzügen.
LightSail Projekt der Planetary Society
Laut Wikipedia wurde diePlanetary Society 1980 von Carl Sagan, Bruce Murray und Louis Friedman gegründet. Sie ist
„eine gemeinnützige, nichtstaatliche Organisation, die die Erforschung des Sonnensystems und die Suche nach außerirdischem Leben unterstützen und vorantreiben will.“
Die Planetary Society ist aktiv an der Entwicklung von Dingen beteiligt, die von der NASA unter anderem auf Mars- Missionen eingesetzt werden. Das LightSail Projekt, das Becky in ihrem Buch erwähnt, ist ein crowdfunding Projekt, mit dem zwischen Juni 2019 und November 2022 erfolgreich gezeigt werden konnte, dass die Steuerung von Satelliten mit Sonnensegeln möglich ist. Durch diese Steuerungsart wird kein Treibstoff mehr gebraucht, um die Umlaufbahn eines Satelliten zu ändern.
Fazit
Nach der heutigen Recherche bin ich Becky unglaublich dankbar darüber, dass sie die Projekte in ihrem Buch erwähnt. Ich hätte nie gedacht, dass es so etwas wie bürgerfinanzierte Raumfahrt gibt und bin überrascht, dass es diese sogar schon länger gibt, als ich lebe. Ich habe mich heute bewusst von den YouTube Kanälen der Projekte ferngehalten, weil mir die Gefahr zu groß war, dass ich mich hier feststehe. In den Kanälen der noch aktiven Projekte liegen noch unglaublich viele spannende Informationen, die Du Dir anschauen kannst, wenn Du mehr über die Projekte erfahren möchtest.
Eines der drei Projekte, die Becky in ihrem Roman erwähnt, scheint es nicht mehr zu geben. Die anderen beiden sind aktiv wie eh und je. Mein klarer Favorit ist Copenhagen Suborbitals, weil das Projekt am wenigsten kommerziell und wie ein echtes eigenständiges Projekt auf mich wirkt. Bei der Planetary Society habe ich zu sehr das Gefühl, dass sie nur ein Zulieferer bzw. Innovator für bereits vorhandene Raumfahrtprojekte ist.
An dieser Stelle bin ich neugierig: Welche der Projekte ist Dein Favorit? Kennst Du noch andere bürgerfinanzierte Raumfahrtprojekte?
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Das Buch, das diesen Beitrag inspiriert hat, habe ich als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten. Das bedeutet, ich habe das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen, um darüber zu schreiben.
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