Taddy Blecher, der Verrückte, der beschloss eine Universität in Südafrika zu gründen

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Karriereschritt

Stell Dir vor Du bist auf dem Höhepunkt Deiner Karriere. Würdest Du an dieser Stelle den nächsten Karriereschritt machen, oder alles hinschmeißen und mit einer neuen Aufgabe beginnen? Als Taddy, der heutige Star in unserer Geschichte vor dieser Wahl stand, ließ er Karriere Karriere sein und widmete sein Leben einer echten Herausforderung.

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Ausbildung

Taddy ist einer dieser Verrückten, der angetreten ist die Welt zu verändern. Wie so viele vor ihm hatte sich Taddy das Ziel gesetzt den Armen in Südafrika eine Ausbildung zukommen zu lassen, die ihnen den Weg aus der Armut ermöglichen sollte. Doch Taddy hatte keine Lust diesen Traum über Spenden zu verwirklichen, denn er wusste, dass eine Spenden finanzierte Ausbildung immer im Risiko stand den Bach runterzugehen, wenn die Spendengelder einmal nicht so flossen wie benötigt.

Taddy träumte von einer Universität, die in der Lage wäre sich selbst zu finanzieren. Auf diese Weise bräuchte er sich nicht immer darum sorgen, woher er den nächsten Sponsor bekommen würde, sondern könnte all seine Zeit investieren um sich darum zu kümmern, dass der Laden richtig gut lief und den Studenten genau das Wissen vermittelte, welches sie brauchen würden um der Armut zu entkommen.

Heute freue ich mich sehr darüber Taddys Geschichte dank

Richard Branson: Screw Business as Usual  

mit Dir teilen zu können. Ich hoffe, dass Dich seine Geschichte inspiriert Deine Träume zu verwirklichen. Los geht’s:

Taddy, der Karrieremann

Flug
Ein Ticket in die USA

1995 hatte Taddy es geschafft, er stand auf dem Höhepunkt seiner Karriere und war grade dabei seine Heimat Südafrika in Richtung der USA zu verlassen um hier die nächsten Stufen seiner steilen Karriereleiter zu erklimmen. Als Taddy das Fluticket in der Hand hielt, wurde ihm bewusst, wie viel Glück er im Leben gehabt hatte und wie privilegiert er war. Plötzlich hatte er das Gefühl, dass er eine andere Aufgabe im Leben hatte, als in den USA Karriere zu machen.

Statt in einem anderen Land weiter Geld zu scheffeln beschloss Taddy seine Energie in Zukunft zu verwenden um seinem eigenen Land auf die Beine zu helfen und so tat er etwas, was er noch nie zuvor getan hatte: Er besuchte ein Armenviertel. Als er die Armut sah war er so überwältigt, dass er den Menschen sein Geld geben wollte, doch er wusste, dass dies kein guter Ansatz war.

Taddys Traum von einer Universität

5 Jahre später

Nach seinem Besuch in diesem Armenviertel überlegte Taddy was er tun könne um den Menschen zu helfen und kam zu dem Schluss, dass eine Universität eine gute Lösung sei. Also machte Taddy sich an die Arbeit. 200, also 5 Jahre später war er endlich soweit aus seinem Traum Realität werden zu lassen. Der erste aktive Schritt nach draußen war ein Fax. In diesem berichtete Taddy über seinen Plan eine Universität zu errichten. In seiner Begeisterung hatte Taddy übersehen, dass er das Fax auf dem Briefpapier seines Arbeitgebers verfasst hatte und so kam es, dass bald 2500 willige Studenten vor den Türen seines Arbeitgebers standen und nach einer Universität verlangten, von der Taddys Arbeitgeber noch nie etwas gehört hatte.

Das Beste draus machen

In dieser Situation hätten die meisten Menschen wahrscheinlich aufgegeben. Nicht so Taddy, er bat sein Unternehmen ihm ein Gebäude für die Studenten zur Verfügung zu stellen und zu seiner großen Freude gewährte ihm sein Unternehmen diesen Wunsch. Damit war der zweite Schritt getan, die Studenten hatten ein Dach über dem Kopf.

Kopie einer Tastatur

Das war aber auch schon so ziemlich alles was die Studenten hatten. Dem Gebäude fehlte die Infrastruktur einer Universität. Um hier Unterricht abhalten zu können musste Taddy kreativ werden. Da er keine Computer hatte, an denen sie Studenten Tippen lernen konnten, ließ er eine Tastatur kopieren und so lernten seine Studenten auf einer Fotokopie einer Tastatur das Tippen.

Wann immer Taddy einer Herausforderung begegnete, sorgte er dafür diese mit bereits vorhandenen Ressourcen zu meistern. So erklärt es sich, dass seine Universität kaum Personal hat, die meisten Arbeiten, die anfallen werden eigenverantwortlich von den Studenten erledigt.

CIDA Universität

Was wir hier grade beschrieben haben sind die Anfänge der Community  and Individual Development Assosiation kurz CIDA Universität, die im Jahr 2000 von Taddy gegründet wurde. Inzwischen sind viele Jahre ins Land gegangen und die Universität gibt es noch immer. Die Studenten, die diese Universität besucht haben, verdienen in der Regel gutes Geld. Doch ähnlich wie Taddy, ruhen sie sich nicht auf diesem aus, sondern teilen das Wissen, welches sie bekommen haben mit ihrer Community. Auf diese Weise haben bereits über 600.000 Menschen direkt oder indirekt von dieser Universität profitiert.

Fazit

Taddys Geschichte zeigt, dass es manchmal nur einen Verrückten, ein paar Zufälle und richtig viel Zeit um den Traum die Welt zu verändern wahr werden zu lassen. Träume werden nur wahr, wenn wir beginnen an ihnen zu arbeiten. Egal wie weit der Weg auch sein mag, nur wenn wir den ersten Schritt machen werden wir herausfinden, ob wir sein Ende erreichen können.