Warum haben wir beim Lernen manchmal das Gefühl keine Fortschritte zu machen?

_Geschätzte 2 Minuten Lesezeit

Das dauert…

Bei neuem Wissen brauchen wir, wie wir gestern gelernt haben ein starkes Wissensnetz. Und dieses will gebaut werden. Das dauert seine Zeit. Am Anfang fällt es uns schwer uns neue Informationen zu einem neuen Thema zu merken von dem wir noch wenig wissen. Nach einiger Zeit ist unser Wissensnetz in diesem Bereich stärker und es fällt uns immer leichter, neues Wissen zu speichern.

Anders ist es beim Können. Bei Können gibt es laut

Vera F. Birkenbihl: Das „neue“ Stroh im Kopf. Vom Gehirn-Besitzer zum Gehirn-Benutzer

Lernkurven und Plateaus.

Ein Beispiel: Wenn wir 10 Finger Tippen lernen wollen, können wir uns nicht einfach an die Tastatur setzen, die Buchstaben konzentriert anstarren und dann die Augen schließen und wie magisch mit 10 Fingern schreiben.

Okay, das A ist in der Mitte ganz links.

Nein, wenn wir das lernen wollen, fangen wir mit ein paar Tasten an. Wir merken uns ein paar Tasten. (Lernkurve) Und dann üben wir an wenigen Worten genau diese Tasten, bis wir an dem Punkt sind, dass wir diese Tasten fast immer treffen. (Plateau) Dann nehmen wir neue Tasten hinzu und fangen von vorn an. Und eine gefühlte Ewigkeit später können wir dann endlich 10 Finger Tippen und fragen uns wie uns das je schwer gefallen sein kann.