Warum hat Starbucks eine Meerjungfrau im Logo?

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Was hat eine Meerjungfrau bitte mit Kaffee zu tun? Ich kannte die Antwort auf diese Frage nicht, und freue mich heute sehr darauf, sie dank

Richard Branson: The Virgin Way

mit Dir zu teilen. Doch zuvor lass mich Dir kurz von einem für diese Antwort wichtigem Buch erzählen:

Moby Dick

Buch
Buch

Ich kann mich gar nicht mehr wirklich erinnern, wann ich Moby Dick gelesen habe. Dieses wunderbare Buch von Hermann Melville, dass die Geschichte von einem Wal namens Moby Dick, dem Walfänger namens Pequod, dem Kapitän namens Ahab und dem ersten Steuermann Namens Starbucks erzählt, erschien 1851 und zählt zu den Literatur Klassikern.

Starbucks

Kaffee Cafe

Starbucks ist nicht annährend so alt wie das Buch. Das Unternehmen, das viele Menschen jeden Tag mit Kaffee versorgt, wurde 1971 in Seattle gegründet und ist damit geschlagene 120 Jahre jünger als das Buch. Wenn Du den letzten Absatz aufmerksam gelesen hast, wird Dir aufgefallen sein, dass die Beiden, trotz des zeitlichen Abstandes etwas gemeinsam haben: Das Unternehmen, das den wunderbaren Kaffee verkauft, teilt sich den Namen mit dem ersten Steuermann des Walfängers.

Wie Starbucks zu seinem Namen kam

Eine der Herausforderungen bei einer Unternehmensgründung ist es einen passenden Namen für das Unternehmen zu finden. Der Name muss viele Kriterien erfüllen: Man sollte ihn sich merken können, man sollte ihn aussprechen können, auch wenn das Unternehmen den eigenen Sprachraum verlässt, er sollte geschrieben gut aussehen usw.

Lange Zeit hatten die Gründer von Starbucks einen völlig anderen Unternehmensnamen im Sinn. Ursprünglich sollte das Unternehmen nach dem Walfänger in Moby Dick benannt werden und Pequod heißen. Natürlich können wir nicht sagen, wo der Laden heute stände, wenn er mit diesem Namen gestartet wäre, aber wir können sagen, dass er nicht alle oben gennanten Vorraussetzungen erfüllt. Ich für meinen Teil wüsste weder, wie ich den Namen richtig ausspreche, noch kann ich mich nach 2 Minuten an die Schreibweise erinnern.

Weil Richard nicht schreibt, warum sich die Gründer des Unternehmens in letzer Minute gegen Pequod und für Starbucks entschieden, habe ich mich wie immer auf die Suche nach der Antwort gemacht und bin fündig geworden. Laut Glynda Alves war der Markenberater der Grund für den Namenswechsel.

Er hatte für den Markennamen Pequod ein Logo mit einer alten Landkarte entwickelt, auf dem die auch im Buch erwähnte Minenstadt Starbos auftauchte. Der Stadtname erinnerte den Markenberater an den Namen des ersten Steuermannes und offensichtlich befand er, dass Starbucks der bessere Markenname sei.

Und so entstand ein neues Logo, dass statt einer Karten den Namen des ersten Steuermanns und das Bild einer Meerjungfrau trägt. Zwar taucht in Moby Dick an keiner Stelle eine Meerjungfrau auf, aber thematisch schlägt sie die Brücke zum Thema Moby Dick und sieht dabei noch sehr gut aus 😉

UPDATE ANFANG: Kurz nach dem Livegang des Beitrages, verriet mir die Personal Brand Experin Mara Wunderbar von den WORTgeschichten den wahren Grund für die Meerjungfrau im Starbucks-Logo: „Wegen den Geschichten der Sirenen, die Seeleute mit ihren Gesang angelockt haben sollen. Diese Meerjungfrau soll Kaffeeliebhaber anlocken.“

Die Meerjungfrau ist also gar keine Meerjungfrau, sondern eine Sirene. Das bestätigt auch folgender Hinweis von Jens Gildehaus von Kingdom K der bei Wikipedia fündig geworden ist: „Bei dem Wesen im Logo von Starbucks [handelt es sich] um eine Sirene. Ein Fabelwesen, welches die Seefahrer (Kunden) durch seinen Gesang (Kaffee) anlockt“

Ich bin sehr Dankbar für die Hinweise von Mara und Jens. Was mir jetzt ein wenig Kopfzerbrechen bereitet, ist die Tatsache, dass Sirenen zwar hübsch und im Anlocken erfolgreich waren, aber die Geschichte für die Seefahrer in der Regel nicht so rosig ausging…

Zurück zu Starbucks und dem wunderbaren Buch Moby Dick UPDATE ENDE

Und da sage noch einmal einer, dass richtig gute Geschichten nicht die Welt verändern würden 🙂 Und mit dieser schönnen kleinen Geschichte wünsche ich Dir nun einen fantastischen Start in den Tag.

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Richard Branson: The Virgin Way
Wie ich das Thema Führung sehe