Warum nennt Richard Branson seine Firmen Virgin, also Jungfrau?

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Heute gibt es dank

Richard Branson: The Virgin Way. How to Listen, Learn, Laugh and Lead

etwas für die Lachmuskeln.

Wie kam Richard auf den Namen Virgin für sein Unternehmen?

Der Mann mit den verrückten Ideen.

Inzwischen bin ich irgendwie ein Fan von Richard Branson. Dieser Unternehmer, der zu den verrücktesten Ideen ja sagt und immer wieder das Normale in Frage stellt, hat in seinem Leben unglaublich viel erreicht. Ich weiß nicht mal genau wieviele Firmen er inzwischen hat, aber spontan fallen mir folgende ein:

  • Virgin Records
  • Virgin Australia
  • Virgin Media
  • Virgin Atlantic
Schule ist doof, aber diese Schülerzeitung ist der Hammer.

Die Frage, die sich bei dieser Liste aufdrängt, ist doch, warum heißen seine Firmen immer Virgin? Nun, Richard war kein besonders guter Schüler, denn auch er litt lange Zeit unter seiner Legasthenie. Das erschwerte ihm das Lernen enorm, und so bereitete ihm die Schule wenig Freude. Allerdings gab es ein Projekt in der Schule, das ihn begeisterte: Die Schülerzeitung, die er herausgab. Dieses Projekt hatte aus seiner Sicht mehr Potenzial und machte auch viel mehr Spaß als Schule.

Jungfräulicher Unternehmer

Die ultimative Namensidee.

Um das volle Potenzial zu heben, brauchte Richard mehr Zeit für das Zeitungsprojekt. Und so beschloss er im Alter von 16 Jahren, die Schule zu verlassen und sein eigenes Unternehmen zu gründen. Doch um ein Unternehmen zu gründen braucht man einen Namen. Statt nun lange zu grübeln nahm Richard das Erste was ihm in den Sinn kam: Ich bin Jungfrau im Geschäftsleben, und es ist mein erstes Unternehmen, also nenne ich es auch so, dann weiß jeder gleich, woran er ist. Und da Richards Muttersprache englisch und nicht deutsch ist, nannte er sein erstes Unternehmen Virgin.

Obwohl Richard schon lange keine Jungfrau mehr im Unternehmertum ist, nennt er seine Unternehmen jetzt immer noch Virgin, weil er in der Regel ein völlig neues Territorium erschließt.

Schatz, das geht nicht!

Liebe braucht Schutz vor AIDS.

Erinnerst Du Dich? Ich hatte Dir was zum lachen versprochen: Es gibt eine kleine Ausnahme in der Unternehmensbennenung. Es war Mitte der 80er Jahre. Das große Problem damals war die rasante Verbreitung von AIDS. Richard wusste, dass Kondome eine gute Art waren, die Ausbreitung der Krankheit einzuschränken, und er erkannte, dass die vorhandenen Kondom-Firmen ihre Produkte zu teuer anboten und wegen fehlendem Wettbewerb keine Werbung machten.

Schatz, wir haben die ultimative Idee.

Und Richard wäre nicht Richard, wenn er dies nicht zum Anlass genommen hätte, um ein neues Unternehmen zu starten. So trommelte er ein paar Leute zusammen mit denen er die Idee besprach. Alle waren begeistert, und stolz kam Richard abends nach Hause und brannte darauf, seiner Frau von dem neuen Unternehmen zu erzählen.

Sein Satz, der in etwa lautetet: „Du Schatz, wir haben eine geniale Idee für ein neues Unternehmen. Wir werden Virgin Condoms gründen und die Verbreitung von AIDS einschränken“ traf bei Richards Frau nicht ganz auf die erhoffte Reaktion. Statt sich mit ihm zu freuen beharrte seine Frau darauf, dass er seine Kondom-Marke auf gar keinen Fall „Jungfrau“ nennen könne. So gründete Richard am Ende nicht Virgin Condoms sondern Mates Condoms. Seit ich die Story gelesen habe, lässt mich die Frage nicht los, ob Virgin Condoms nicht der perfekte Unternehmensname gewesen wäre, wenn es damals schon Facebook und Co. gegeben hätte. Die Marke wäre doch allein aufgrund ihres Namens sofort viral gegangen, oder?

Ich hoffe, Du hattest Deine Freude mit diesem Post, und ich wünsche Dir einen fantastischen Start den Tag.