1,7 min readPublished On: 5. April 2020By Tags: , Categories: Bücher, Wissen

Warum sind unrealistische Ziele einfacher zu erreichen als kleine Ziele?

Schulden

Was würdest Du tun, wenn Deine Eltern Dir ein Unternehmen mit 15 Millionen Mark Schulden hinterlassen hätten? Alles daran setzen, die Schulden abzubauen. So weit, so gut. Und jetzt stell Dir vor, Du bist erfolgreich, das Geschäft läuft besser, und Du beginnst die Schulden abzutragen. Beim nächsten Bankgespräch lobt Dein Berater Deinen Erfolg und rechnet Dir vor, dass Du in nur 127 Jahren schuldenfrei bist, wenn Du so weiter machst.

Genau das ist Hermann Scherer, dem Autoren von

Hermann Scherer: Glückskinder. Warum manche lebenslang Chancen suchen und andere sie täglich nutzen

passiert. Und hier hat es bei Ihm klick gemacht. Seinen Kindern die Schulden vererben, will er nicht. So weiter machen wie bisher, geht nicht. Aufgeben ist auch keine Option. Ein neues Ziel muss her, und das heißt, die Schulden so schnell wie möglich abbauen. Gesagt, getan. Und das Ergebnis? Hermann schafft es binnen weniger Jahre, die Schulden zurückzubezahlen.

Die Lösung für Hermanns Problem waren unrealistische Ziele.

Mit diesem Konzept ist Hermann so erfolgreich, dass er es immer wieder anwendet.

Auf einer deutschen Bühne

Doch warum unrealistische Ziele besser sind als kleine verdeutlicht die folgende Geschichte. Hermann Scherer wollte als Erster Bill Clinton für eine Veranstaltung nach Deutschland holen. Damals war das ein krasses Ziel, denn vor ihm hatte das noch keiner versucht. Andere Menschen an seiner Stelle hätten irgend einen deutschen Redner, Unternehmer oder Promi gefragt. Doch da diese vielen Anfragen aus Deutschland haben, wäre Hermanns Anfrage nur eine von vielen gewesen. Anders bei Bill Clinton. Hier war eine Anfrage aus Deutschland nicht normal und bekam so mehr Aufmerksamkeit. Und so ist auch hier das Ergebnis: Hermann war der der Erste der Bill Clinton nach Deutschland holte.

Diese Aktion ist übrigens für den heutigen Erfolg von Hermann Scherer nicht ganz unbedeutend gewesen.