Warum wir Angestellte mit mutigen Ideen brauchen

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Schuhe aus Abfällen

Stell Dir vor Du bist Designer bei einem großen Sportschuh Hersteller. Auf einer Dienstreise nach Asien fällt Dir neben einer eurer Fabriken ein gigantischer Müllberg auf. Als Du Dich dem Berg nährst erkennst Du, dass all der Müll Leder- und Kunststoff-Reste aus der Schuhproduktion sind. Während Du fassungslos vor diesem Berg stehst hast Du eine Idee: Ist es möglich aus diesen Resten einen Schuh zu fertigen? Als Designer juckt es Dich in den Fingern und Du findest heraus, dass die Antwort auf Deine Frage ja lautet. Völlig begeistert von Deiner Idee kehrst Du zu Deiner Homebase zurück und präsentierst Deinem Vorgesetzten Deine Idee, die so gut ist, dass dieser ja sagen muss. Doch zu Deinem großen Erstaunen kassierst Du ein Nein. Der Sportschuhersteller hätte schließlich kein Ökoimage lautet die Begründung Deines Chefs. Was würdest Du nun tun?

  1. du gibst auf und kündigst innerlich, Dein Chef ist einfach ein Idiot, aber das Gehalt ist super
  2. du knallst dem Kerl die Kündigung auf den Tisch und trägst Deine Idee zum Wettbewerb
  3. du weißt, dass ein Nein für „Noch Ein Impuls Notwendig“ steht und verkrümelst Dich an Deinen Arbeitsplatz und wirst Deine Idee einfach im Geheimen weiterentwickeln
  4. du steckst der Presse den Umweltskandal den du erleb hast und kannst es kaum erwarten die morgige Zeitung in den Händen zu halten

Hast Du Dir Deine Antwort notiert? Perfekt, dann isst es jetzt an der Zeit Dir zu verraten, dass es diesen Designer tatsächlich gibt. Sein Name ist Kasey Jarvis und wie seine Geschichte an dieser Stelle weiter geht kann ich heute dank

Anja Förster & Peter Kreuz: Nur Tote bleiben liegen. Entfesseln Sie das lebendige Potenzial in Ihrem Unternehmen

mit Dir teilen.

Was machst Du, wenn Dein Chef Nein sagt?

Herz
Sie werden ihn lieben

Kasey entscheidet sich für die Option C. Er ist sich sicher, dass seine Marke auch mit einem ökologischen Image extrem gut umgehen kann und daher beginnt er einen Prototypen des Schuhs zu entwickeln. Ganz einfach ist die Aufgabe nicht, aber schließlich gelingt es Kasey aus den Abfällen einen stylischen Schuh zu designen, bei dem er sich sicher ist, dass die Zielgruppe der Marke ihn lieben wird.

Was brauchst Du um ein Ja zu bekommen?

Zeit, Uhr
Zeitverschwendung?

Jetzt steht Kasey vor der nächsten Herausforderung: Er muss seine Idee erneut pitchen, doch dieses Mal darf er kein Nein kassieren, dieses Mal braucht er ein Ja. Doch wie kann er sicherstellen, dass die Chefetage ja sagt? Sicher, der Schuh sieht genial aus, aber Kasey muss damit rechnen, dass sein Chef wenig begeistert davon sein wird, wenn er erfährt, dass Kasey trotz seines Neins weiter Zeit in das Projekt investiert hat.

Sport
Basketball

Kasey braucht ein Angebot, dass keiner seiner Vorgesetzten ablehnen kann. Ein Schuh aus Resten, der gut für die Umwelt ist, ist nicht genug. Was kann er außer dem Schuh noch bieten? Auf seiner Suche nach einer Antwort begegnet er dem Basketballer Steve Nash, dem der Schuh so gut gefällt, dass er bereit ist den Prototypen in der Öffentlichkeit zu tragen. Kasey kann sein Glück nicht fassen, denn Steves Ja erspart Kasey den erneuten Gang zum Chef. Steve hat viele junge Fans. Als diese den bunten Schuh sehen, wollen viele von ihnen auch ein so geniales Paar haben und so trudeln beim Schuhersteller plötzlich unzählige Bestellungen ein. In diesem Moment hat Kaseys Chef ein Einsehen und der Schuh geht in Produktion.

Was passiert, wenn wir nicht auf unsere Angestellten hören?

Schublade

Der Schuhersteller hatte extremes Glück. Kaseys Idee war etwas vor ihrer Zeit, doch er war so überzeugt von ihr, dass er bereit war zu kämpfen. Anders erging es vor vielen Jahren Kodak. Auch hier gab es smarte Angestellte, die geniale Produktideen hatten. Einer dieser Angestellten erfand die Digitalkamera. Doch Kodak ließ die Idee in der Schublade verschwinden. Damals war Fotopapier ein wichtiges Standbein für Kodak, eine Digitalkamera auf den Markt zu bringen hätte dieses Geschäft gefährdet.

Digitalkamera

Kodak entschloss sich den smarten Angestellten und sein revolutionäres Konzept zu ignorieren, doch das brachte ihnen nichts. Die Digitalkamera kam trotzdem auf den Markt und machte das florierende Fotopapiergeschäft von Kodak zunichte. Dumm nur, dass Kodak nun weder an der Digitalkamera noch dem Fotopapier verdiente. Denn das Geschäft mit der Digitalkamera machten Wettbewerber, Kodak hatte die eigene Chance verschlafen.

Fazit

Viel Glück

Hast Du eine geniale Produktidee und bist nur ein einfacher Angestellter? Dann schnapp Dir diesen Blogbeitrag und nutze Dein neues Wissen um Dein Produkt erfolgreich bei Deinem Chef zu pitchen. Ich glaub an Dich und wünsche Dir viel Erfolg und freue mich jetzt schon auf Deine Erfolgsgeschichte.