Weißt Du, was das Gilgamesch-Epos ist?

Bin ich Gilgamesch?

Wenn ich mich nicht irre, habe ich das Wort Gilgamesch schon das ein oder andere Mal gehört, konnte aber bis jetzt so gar nichts damit anfangen. Nach der Lektüre des Buches von

Helmut Hilz: Geschichte des Buches. Von der Alten Welt bis zur Gegenwart, S. 11.

weiß ich nun, dass Gilgamesch etwas ist, das bereits vor sehr langer Zeit in einem Buch festgehalten wurde. Und wenn ich sehr lange Zeit sage, meine ich damit ca. 5.000 Jahre. Denn in dieser Zeit entstanden in Mesopotamien, das ist die Region, die wir heute als Irak bezeichnen, Tontafeln, auf denen das Gilgamesch-Epos festgehalten wurde. Diese Tontafeln sind die älteste Version des Gilgamesch-Epos. Und die Tafeln sind noch erhalten.

Was unser Autor uns nicht verrät, ist, worum es in diesem Epos geht. Denn sein Buch beschäftigt sich mit der Geschichte des Buches und nicht mit dem Inhalt der Büchern. An dieser Stelle brauchen wir also die Hilfe des Internets, um unsere heutige Frage zu beantworten.

Wer war dieser Gilgamesch?

Zu meiner großen Freude bin ich bei meiner Recherche auf zwei Webseiten gestoßen, die diese Frage einmal kurz und bündig und einmal sehr ausführlich beantworten. Die erste Webseite ist die des österreichischen Johaneum Museums, die uns nicht nur verrät, dass das Epos auf elf Tontafeln passt, sondern uns auch eine Zusammenfassung des Inhaltes liefert. Da bei einer Zusammenfassung spannende Details fehlen, empfehle ich Dir das Studium der Webseite lyrik.ch. Auf dieser Webseite findest Du eine Übersetzung des Gilgamesch-Epos, die auf einer 12-tafeligen Version des Epos basiert. Ich habe mir lediglich die Zusammenfassung des Epos durchgelesen, um die Frage nach Gilgamesch hier beantworten zu können. 😉

Ein Vogel mit einer Krone, der einen Zaunkönig darstellen soll.
Gilgamesch war ein König.

Gilgamesch war zu einem Drittel Menschen und zu zwei Dritteln Gott und König der Stadt Uruk, die nicht unweit vom damaligen Babylon im heutigen Irak lag. Gilgamesch war jung und genoss das Leben so sehr, dass dies dem einen oder anderen Menschen unangenehm aufstieß. Also taten diese das, was man in einer solchen Situation so tut: Sie wandten sich an die nächsthöhere Instanz und beschwerten sich bei dieser allerhöchsten Instanz, also den sumerischen Göttern, über den Lebensstil ihres Königs.

Die sumerischen Götter hörten die Beschwerde und beschlossen zu handeln. Sie erschufen einen Gegenspieler für Gilgamesch namens Enkidu. Spannenderweise legte dieser sich aber nicht mit dem König an, sondern wurde dessen Freund. Er zog mit ihm in die Ferne, um Abenteuer zu bestehen und Ruhm zu finden. Das gelang den beiden, und eigentlich hätten nun alle glücklich und zufrieden sein können. Doch das Schicksal wollte es anders.

Eine Göttin war so beeindruckt von dem neuen ruhmreichen Lebensstil, dass sie Gilgamesch heiraten wollte. Doch Gilgamesch wollte sich nicht an die Göttin binden und wies ihren Antrag zurück. Die Göttin war darüber wenig erfreut und beschloss, sich zu rächen. Doch wie so oft ging die Sache mit der Rache schief. Am Ende der Aktion fand Enkidu den Tod.

Der Tod seines Freundes motivierte Gilgamesch zu seinem nächsten Abenteuer. Er begab sich auf die Suche nach dem ewigen Leben und begegnete dabei zwei Menschen, die vom Tod verschont blieben. An dieser Stelle wird die Geschichte spannend. Denn die Geschichte der beiden erinnert stark die Geschichte von Noah aus der Bibel, der mit seiner Arche seine Familie und die Tiere vor der Flut rettete. Auch das Pärchen hatte gemeinsam mit einigen Tieren und Pflanzen eine Sintflut überlebt und diente den Göttern als Erinnerung daran, dass es keine gute Idee ist, die Menschheit vernichten zu wollen.

Gilgamesch hatte bei seiner Reise unsterbliche Menschen gefunden. Ihm gelang es jedoch trotz einiger Versuche nicht, selbst die Unsterblichkeit zu erlangen. Und so endet die Geschichte mit der Erkenntnis, der Mensch muss damit leben, dass sein Leben endlich ist.

Die sumerische Religion

Mir läuft die Zeit davon.

Dank des Gilgamesch-Epos hatte ich heute das erste Mal bewusst Kontakt mit der sumerischen Religion. In ihrem Glauben gibt es viele Götter, deren Namen mir unbekannt sind. Und einige Geschichten dieser Religion finden sich in abgewandelter Form auch in der Bibel der Christen. Am liebsten würde ich tiefer in das Thema einsteigen, doch dafür fehlt mir gerade die Zeit. Falls Du Lust hast herauszufinden, was es mit den Göttern An(u), Nammu, Uraš usw. auf sich hat, empfehle ich Dir als Einstieg diesen thematisch passenden Wikipedia Artikel, der einen Überblick über die sumerische Religion gibt.

Fazit

Ich weiß nicht, wie es Dir geht. Ich habe nach meiner heutigen Recherche wie so oft das Gefühl, jetzt weniger zu wissen als vor meiner Recherche. Zwar weiß ich nun, was  das Gilgamesch-Epos besagt, jedoch habe ich nun viele neue unbeantwortete Fragen im Kopf. Doch wer weiß, vielleicht habe ich in einem anderen Beitrag die Gelegenheit, eine Antwort auf die ein oder andere Frage zu finden.

An dieser Stelle bin ich neugierig. Kennst Du Stellen in der Bibel, die möglicherweise aus anderen Quellen entlehnt sind?

17. November 2022
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Ein Männchen mit vier Armen wirbelt 8 Bücher durch die Luft.
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