Weißt Du was epistemologisch ist?

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WERBUNG: Das Buch das diesen Beitrag inspiriert hat, habe ich als Rezensionsexemplar vom DVA Verlag erhalten. Das bedeutet ich habe das Buch zur Verfügung gestellt bekommen um darüber zu schreiben.

Dieses Wort habe ich  bevor ich

Andrew Keen: How to fix the future. Fünf Reparaturvorschläge für eine menschlichere digitale Welt

gelesen habe, noch nie gehört.

Wilde Bedeutungsspekulationen

Fragen, Kommunikation
Philosophen: Wieso, weshalb, warum?

Während ich nicht den Hauch einer Ahnung habe was dieses Wort bedeuten könnte, bin ich mir sehr sicher, dass es einen griechischen Ursprung hat. Immerhin verbirgt sich am Ende des Wortes das Wort logisch und die Logik verdanken wir den alten griechischen Philosophen.

Beim vorderen Teil des Wortes denke ich warum auch immer an Apostel. Leider bringt mich das nicht weiter, weil ich über die Apostel nur weiß, dass die in der Bibel vorkommen. Welche Rolle sie in diesem Werk spielen weiß ich nicht. Im Grunde genommen ist es auch egal, weil Apostel und episte nur ähnlich klingen, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit nichts mit einander zu tun haben.

Hallo Mo.

Aber warte. Jetzt wo ich episte Einzeln sehe habe ich eine geniale Bedeutungsspekulation, die jede Silbe des gewünschten Begriffes nutzt: epistomologisch ist eindeutig eine elektonische  Piste für Menschen, die Mo heißen und extrem logisch denken. 😉

Nach dieser fantasievollen Spekulation bin ich nun sehr gespannt, was es mit dem Begriff wirklich auf sich hat.

Was das Lexikon sagt

Es ist wieder einmal Zeit für unser großartiges Zeit Lexikon. Einen Eintrag namens Epistomologisch suchen wir in unserem Lexikon offenbar vergeblich. Daher geben wir uns in diesem Moment einfach mit dem folgenden Eintrag zufrieden:

Epistomologie, die; – [engl. epistemology, zu giech. epistème = das Verstehen; Wissenschaft] (Philos.): Wissenschaftstheorie, -lehre; Erkenntnistheorie, -lehre.

Das Zeit Lexikon. Mit dem Besten aus der Zeit, Band 17, S.650.
Glück

Na, wer sagt es denn? Auf die Logik ist immer verlass. Mit der griechischen Herkunft des Wortes habe ich einen Volltreffer gelandet, auch wenn ich mit dem anderen Teil völlig daneben lag. Doch zum Glück lag  ich daneben, denn ich glaube ich habe mich grade verliebt. Ein Wort, das die  Worte Verstehen und Logik in einem Wort vereint ist einfach wunderschön, oder?

Trotz dieser wunderbaren Bedeutung haben wir unsere eigentliche Frage noch nicht beantwortet und daher ist es nun an der Zeit dem Kollegen Internet die Antwort auf die Frage zu überlassen was genau epistemologisch ist.

Was das Internet sagt

Wieder einmal gibt uns die Dudenwebseite die gewünschte Antwort, die mit der oben stehenden übereinstimmt:

epistemologisch – wissenschaftstheoretisch, erkenntnistheoretisch

Damit haben wir nun sichergestellt, dass beide Worte das gleiche bedeuten und das führt uns zu der spannenden Frage:

Was zum Kuckuck ist Erkenntnistheorie?

Die Wissenschaftstheorie kann ich mir noch irgendwie erklären, aber was ein Erkenntnistheoretiker ist, ist mir völlig schleierhaft. Es ist daher an der Zeit diesen Schleier nun zu lüften. Liebes Internet, bitte erleuchte uns.

Büchse der Pandorra

Puh, diese Frage scheint mir die Büchse der Pandora zu öffnen und hunderte weitere Fragen aufzuwerfen. Um die längenmäßige Eskalation dieses Beitrages zu verhindern, werde ich mich an dieser Stelle mit einer sehr oberflächlichen Antwort auf unsere Frage zufrieden geben.

Die Erkenntnistheorie ist ein Teil der Philosophie und beschäftigt sich mit der Frage, wie der Mensch Erkenntnisse gewinnt. Die Erkenntnistheorie scheint in zwei Lager gespalten zu sein. Auf der einen Seite stehen die Empiristen, die davon überzeugt sind, dass wir unsere Erkenntnisse durch Erfahrungen gewinnen, auf der anderen Seite stehen Rationalisten, die davon überzeugt sind, dass wir unsere Erkenntnisse durch Denken gewinnen.

Uhh, ein Herd! Den muss ich anfassen.

Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung wer von Beiden Recht hat, aber mich dünkt, dass Erfahrung ohne Denken und Denken ohne Erfahrung irgendwie nicht funktioniert und wir beides brauchen. Schauen wir uns doch einmal ein kleines Kind an. Wir können 100 Mal sagen, dass es die Herdplatte nicht anfassen soll, weil diese heiß ist und das Kind wird Schwierigkeiten haben das gesagt nachzuvollziehen (denken). Auf der anderen Seite reicht ein Griff auf eine heiße Herdplatte um das gleiche Kind davon abzuhalten diesen Kontakt noch einmal wiederholen zu wollen (Erfahrung). Doch nur wenn das Kind an seine gemachten Erfahrungen denkt, wird es sich in Zukunft von der Herdplatte fernhalten. Wenn es den schmerzhaften Kontakt mit der Herdplatte vergisst, läuft es Gefahr diese Erfahrung zu wiederholen.

Wer hätte gedacht, dass wir heute etwas über Erkenntnistheorie lernen werden? An dieser Stelle wünsche ich Dir und Deinem neu erworbenen Wissen einen fantastischen Start in den Tag.