Weißt Du, was new perennial movement ist?
Manchmal begegnen mir in Büchern Begriffe, bei denen ich das Gefühl habe, dass der Autor mir sagen möchte: „Schlag das mal nach, das ist ein spannendes Thema.“. Das Buch

das mit zahlreichen Texten von unterschiedlichen Autoren gespickt ist, enthält in seinem letzten Text eine solche Stelle, die mir völlig unverständich ist. Der Text beginnt mit einer kurzen Vorstellung der beiden Personen, deren Unterhaltung Gegenstand des Textes ist:
„Piet ist ein visionärer Landschaftsdesigner und Gartenarchitekt. […] Seine Gartendesign gehören zu den bekanntesten der Welt. Er ist eine der Schlüsselfiguren des new perennial movement.“
S. 226.
Ich wette, unser heutiger Begriff lässt uns verstehen, was genau Piets Gärten ausmacht, und ich wette, unser allwissendes Internet hält zahlreiche Informationen für uns bereit.
Was ist das new perennial movement?
The Design Files liefert eine englische Definition unseres Begriffes:
„The ‘New Perennial movement’ is all about mimicking the look and feel of nature, using perennial plants that beautifully evolve with the seasons — putting on a show of flowering colours and lush greens in spring and summer, before dying off in the colder months, and returning the next year!“
Das new perennial movement erschafft Gärten, die die Natur nachahmen, indem mehrjährige Pflanzen (perennial plants) gepflanzt werden, die im Frühling und Sommer schön blühen, bevor sie in den kalten Jahreszeiten sterben und im nächsten Jahr wieder zum Leben erweckt werden.
Wie sehen Gärten aus, die von Gärtnern der new perennial movements erschaffen wurden?
Dieses YouTube Video zeigt einen Garten, der von Piet geplant wurde. Es ist ein Garten, der in dem Bereich, wo die Blumen blühen, natürlich wirkt. Es ist ein Garten, bei dem nicht ständig eine saisonale Pflanze gegen die nächste saisonale Pflanze ausgetauscht wird, damit der Garten gut ausschaut. Es ist ein Garten, der einfach wachsen darf und durch eine kluge Kombination von Pflanzen, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen, immer gut aussieht.
Wenn Du Lust hast, mehr über die Bewegung von Piet selbst zu erfahren, dann empfehle ich Dir dieses gut 40 Minuten lange englischsprachige YouTube Video.
Ein Garten aus mehrjährigen Pflanzen wirkt wie ein von der Natur erschaffener Garten. Alle Blumen, Stauden und Gräser wirken etwas wild. Einzig die Rasenflächen zwischen den Blumenbeeten erinnern an einen klassischen Garten, denn diese sind frisch gemäht.

Was passiert mit den abgestorbenen Pflanzen?
Ich habe keine Informationen dazu gefunden, was mit den abgestorbenen Pflanzen passiert. Ich vermute, dass diese einfach stehen gelassen werden, damit sie verrotten können, bzw. im neuen Jahr neu erblühen können.
Geht das auch auf meinem Balkon?
Auch auf diese Frage hat mir das Internet keine Antworten geliefert. Wenn ich mir die Gärten so anschaue, habe ich die Vermutung, dass die Antwort nein lautet, denn die Pflanzen schauen so groß aus, dass sie sich in einem kleinen Blumentopf wahrscheinlich gar nicht wohlfühlen.
Fazit
Wir wissen nun, was das new perennial movement ist. Mir ist bewusst, dass wir in diesem Text nur an der Oberfläche des Themas gekratzt haben. Wir haben uns weder andere Gärtner und Gärtnerinnen wie Petra Peltz oder Wolfgang Oehme angeschaut, noch haben wir abschließende Antworten auf unsere letzten beiden Fragen gefunden. Dennoch bin ich mit der Recherche zufrieden, denn ich habe verstanden, dass Gärten nicht spießig, vom Menschen kontrolliert und arbeitsintensiv sein müssen. Sie können auch einfach wachsen dürfen, schön aussehen und im Winter den Insekten einen natürlichen Schutzraum bieten.
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Das Buch, das diesen Beitrag inspiriert hat, habe ich als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten. Das bedeutet, ich habe das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen, um darüber zu schreiben.
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Hach, das new perennial movement! Endlich eine Gartenform, bei der man nicht ständig im kalten Winter vor den abgestorbenen Blättern steht und fragt, was man nur mit den totgeglaubten Stauden anfangen soll. Bei Piet sieht es ja aus, als könnten die Pflanzen selbst entscheiden, wann sie aufhören, das zu tun. Und das Internet? Naja, da kann man als Gartenenthusiast nicht immer hoffen, dass es klare Antworten gibt – besonders wenn es um Balkonpflanzen geht. Aber klar, Gärten müssen nicht spießig sein, das stimmt. Nur dass man dann doch mal wissen will, was mit den toten Pflanzen passiert. Vielleicht entwickeln die Gärten ja bald eine Form des vegetativen Humors.