Weißt Du was Parthenogenese ist?

Ich lieb mich selbst.

Mit ziemlicher Sicherheit ist mir dieser Begriff noch nie begegnet, und daher habe ich mich sehr gefreut, dass der Autor

Harald Lesch: Der Außerirdische ist auch nur ein Mensch. Unerhört wissenschaftliche Erklärungen.

sich die Zeit genommen hat, in seinem Buch zu erklären, dass Parthenogenese Jungfernzeugung bedeutet. Nein, damit ist jetzt nicht die biblische Geschichte der Jungfrau Maria gemeint, sondern die eingeschlechtliche Fortpflanzung von Lebewesen.

Ich liebe das Buch des Autors, weil es sich selbst nicht so ernst nimmt und wissenschaftliche Themen und Begriffe mit einem Augenzwinkern und einfachen Begriffen erklärt. So verrät er uns zum Thema Parthenogenese,

  • dass es Lebewesen gibt, die eingeschlechtlich sind und
  • dass es Lebewesen, die zwischen der ein- und zweigeschlechtlichen Fortpflanzung wechseln können.

Letztere können die eingeschlechtliche Reproduktion nutzen, um sich in einer optimalen Umgebung zu vermehren. Und sie greifen auf die zweigeschlechtliche Fortpflanzung zurück, wenn sich das Umfeld ändert und eine Anpassung des Lebewesens durch eine Neukombination der Gene nötig wird.

Was uns unser Autor allerdings nicht verrät, ist, welche Lebewesen in der Lage sind, Jungfernzeugung zu betreiben. Doch zum Glück gibt es das Internet.

Welche Lebewesen betreiben Parthenogenese?

Schnecken brauchen keine Männer.

Laut Wikipedia sind einige

  • Insekten,
  • Krebse,
  • Schnecken,
  • Echsen,
  • Fische und
  • Vögel

zur Parthenogenese fähig. Auf den ersten Blick scheinen nur kleine Lebewesen diese Art der Vermehrung zu beherrschen. Doch beim genaueren Hinsehen ist das nicht so, da sich unter den Fischen auch Haie befinden, von denen der Zebrahai bis zu 360 cm lang werden kann.

Gibt es bei der Parthenogenese nur noch Mädels?

Bei der menschlichen Fortpflanzung sind meiner Erinnerung nach die Männer für das Geschlecht des Kindes zuständig.

Exkurs – Was ich mir vom Schulbiounterricht gemerkt habe:

„Frauen haben zwei X-Chromosomen. Männer ein X und ein Y-Chromosom. In der Eizelle ist immer ein X-Chromosom, im Spermium entweder ein X oder ein Y-Chromosom. Trifft x auf X-Chromosom wird ein Mädchen geboren, trifft x auf Y-Chromosom ein Junge.“

Wären Frauen in der Lage, Jungfernzeugung zu betreiben, gäbe es meiner Vermutung nach in kurzer Zeit nur noch Frauen. An dieser Stelle war die Natur kreativ und hat laut diesem YouTube Video gleich folgende drei Arten der Parthenogenese erschaffen, um dafür zu sorgen, dass die Jungs in einer Spezies nicht aussterben:

  • Arrhenotokie
    • männliche Nachkommen sind das Ergebnis eingeschlechtlicher Fortpflanzung,
    • weibliche Nachkommen sind das Ergebnis zweigeschlechtlicher Fortpflanzung
  • Thelytokie
    • männliche und weibliche Nachkommen sind das Ergebnis eingeschlechtlicher Fortpflanzung, wobei es nur wenige männliche Nachkommen gibt
  • Ampitokie
    • männliche und weibliche Nachkommen sind das Ergebnis eingeschlechtlicher Fortpflanzung, wobei es eine 50/50 Chance auf männliche und weibliche Nachkommen gibt.

Fazit

Aus geteilten Regenwürmern werden nicht 2 Regenwürmer.

Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber ich habe heute eine Menge gelernt. Bis heute dachte ich, dass Regenwürmer die einzigen Lebewesen sind, die sich eingeschlechtlich fortpflanzen, wenn sie aus irgendeinem Grund auseinandergerissen werden. (Dank Geo habe ich gerade gelernt, dass dabei der ganze Regenwurm stirbt und nur mit Glück der vordere Teil überlebt.) Für mich war der endgültige Beweis, dass es für die Fortpflanzung immer Männlein und Weiblein braucht die Tatsache, dass selbst Pflanzen durch Bienen bzw. Pollen „befruchtet“ werden müssen.

An dieser Stelle bin ich neugierig: Welche Tierarten fallen Dir ein, die mit Hilfe der Parthenogenese fortpflanzen?

 

Buchcover zum Beitrag

Ein Männchen mit vier Armen wirbelt 8 Bücher durch die Luft.

Schlagwörter

Datum & Autor

21. September 2021
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  1. Holger 5. August 2023 at 13:59 - Reply

    In der griechischen Mythologie hat Gaia mittels Parthenogenese den kompletten Kosmos erschaffen. Altgriechisch κόσμος kósmos = deutsch -> ‚Ordnung‘, ‚Weltordnung‘, eine militärische Ordnung kann ebenso mit dem Begriff Kosmos beschrieben werden und auch Staatsordnung. Gaia hat Uranos, Tartaros, Erebos, Eros, Ourea, Pontos und Nyx aus sich selber heraus erschaffen (Parthenogenese / Jungfernzeugung / Jungferngeburt). Anmerkung: Daraus resultiert ein Bild der Gaia mit der Bezeichnung „reine Fruchtbarkeit.“ -> https://www.mythologie-antike.com/t1-gaia-personifiziert-in-der-griechischen-mythologie-die-erde-und-gilt-gleichzeitig-als-gottin

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