Weißt Du, woher der Begriff krakeelen kommt?
Ich weiß, dass jemand, der herumkrakeelt jemand ist, der herumschreit. Doch ich habe keine Ahnung, woher der mir so sehr vertraute Begriff stammt.

Dank des Autors
Cédric Herrou: Ändere deine Welt. Wie ein Bauer zum Fluchthelfer wurde
gehen wir dieser Frage heute auf den Grund. Wie der Titel des Buches bereits verrät, ist Cédric ein Mensch, der genug von der normalen Welt hatte und sich einen Olivenhain kaufte, um hier seine Ruhe zu haben. Doch es kam anders als geplant. Da sein Olivenhain an der französisch-italienischen Grenze lag, begegneten ihm immer wieder Menschen, die sich auf der Flucht befanden und offenbar Hilfe brauchten. Nach und nach wurde sein Olivenhain zu einem Ort, an dem Flüchtlinge auf ihrem Fluchtweg durchatmen konnten.
Irgendwann waren es so viele Flüchtlinge, dass Cédric Hilfe benötigte. Diese kam von Vereinen, Hilfswerken und Bürgerinitiativen wie Roya Citoyenne. Während Cédric ein Mann der Tat war, erlebte er in Zusammenarbeit mit den Organisationen immer wieder unproduktive Situationen. Eine Szene schildert er wie folgt:
„In Nizza dauerte die Sitzung eines Kollektivs einmal 6 Stunden lang. Alle krakeelen herum und beschimpfen sich, und am Schluss hieß es: »Ok, bis nächste Woche?«“
S. 157f.
Ich bin gespannt, ob uns unser Lexikon die Herkunft des Begriffes verraten kann.
Was das Lexikon sagt
Unser Lexikon kennt unseren heutigen Begriff.

kra|kee|len <sw. V.; hat> (ugs. abwertend): laut schreien [um Streit anzufangen]: lautstark schimpfen; sich lautstark streiten: die Betrunkenen krakeelen auf dem Heimweg; in einer Versammlung k.
Das Zeit Lexikon. Mit dem Besten aus der Zeit, Band 18, S. 1374.
Spannenderweise enthält unser Lexikon keine Informationen zur Herkunft unseres heutigen Begriffes. Aus diesem Grund wenden wir uns mit unserer Frage nun an das Internet.
Was das Internet sagt
Die Webseite Deutscher Wortschatz verrät uns, dass die Herkunft des Begriffes nicht geklärt ist. Er könnte aus dem niederländisch- niederdeutschen Sprachraum stammen. Krakeelen ist dann möglicherweise eine Vereinigung des westflämischen Begriffes
Kreel – Lärm
und des mittelfranzösischen Begriffes
querelle – Streit.
Fazit
Der Begriff krakeelen ist mir sehr vertraut, daher freue ich mich sehr darüber, dass ich nun mehr über seiner Herkunft weiß. Noch mehr freue ich mich darüber, dass ich heute auch etwas über seine Bedeutung gelernt habe. Mir war bis heute nicht bewusst, dass der Begriff oft etwas mit Streiten zu tun hat.
An dieser Stelle bin ich neugierig: Wie ist Deine Erfahrung mit Vereinen? Kannst Du Cédrics Erlebnisse der streitenden Mitglieder bestätigen, oder kennst Du Vereine, die ihre Kräfte anders einsetzen?
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Das Buch, das diesen Beitrag inspiriert hat, habe ich als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten. Das bedeutet, ich habe das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen, um darüber zu schreiben.
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