Weißt Du, woher der Begriff Maxime kommt?
Heute geht es um einen Begriff, der mir zwar sehr vertraut, aber nicht Teil meines aktiven Wortschatzes ist. Das liegt zum einen daran, dass ich mir unsicher bin, wie genau sich eine Regel von einer Maxime unterscheidet und zum anderen daran, dass ich genügend Begriffe in meinem Wortschatz habe, die so etwas wie Regel bedeuten. Dank des Autors

Mark Kaffenberger: Bad Boss Breaking. Mit Mut zur authentischen Führungsspitze
hat die Maxime heute die Chance, Teil meines aktiven Wortschatzes zu werden, da ich heute endlich herausfinde, wie genau sich eine Maxime von einer Regel unterscheidet. In seinem Buch verwendet er unseren heutigen Begriff wie folgt:
„Sie haben in allen Kapiteln dieses Buches das Handwerkszeug für hervorragende Führung kennengelernt. Über die positiven Reaktionen Ihrer Mitarbeiter werden sie überrascht sein, wenn sie ihr Handeln nach diesen Maximen ausrichten. Lassen Sie diese Strategien und Prinzipien, die Sie kennengelernt haben, lebendig werden.“
S. 253.
Lass uns doch einmal schauen, ob unser Lexikon weiß, woher die Maxime kommt.
Was das Lexikon sagt
Unser Lexikon verrät uns, dass die Maxime aus dem Lateinischen über das Französiche ins Deutsche gekommen ist.
Maxime [von lat. maxima regula >>oberste Norm<<] die, Grundsatz, Prinzip; als literar. Gattung Denkspruch, Lebensregel, so die im frühen MA. verbreiteten »Dicta Catonis«. Zu einer hohen Form philosoph. Aussage wurden die M. bei den frz. Moralisten (z. B. bei F. de La Rochefoucauld und L. Vauvenargues) und in Goethes »Maximen und Reflexionen« (hg. 1840). Für I. Kant ist eine M. die eine Handlung bestimmende subjektive Regel, im Unterschied zum »Imperativ« als dem objektiven Prinzip, nach dem jedes vernünftige Wesen handeln soll (↑kategorischer Imperativ).
Das Zeit Lexikon. Mit dem Besten aus der Zeit, Band 09, S. 417.
Ma|xi|me, die; -, -n [frz. maxime < mlat. maxima (regula) = höchste (Regel), zu lat. maximus, ↑ maximal] (bildungsspr.): Leitsatz: eine politische M.; einer M. folgen.
Das Zeit Lexikon. Mit dem Besten aus der Zeit, Band 18, S. 1533.

Wir können es uns an dieser Stelle nun einfach machen und uns auf die bildungssprachliche Bedeutung des Begriffes konzentrieren. Ich bin mir sehr sicher, dass unser Autor Leitsatz meint, wenn er Maxime schreibt.
Doch einfach ist langweilig und daher werden wir nun mit Hilfe des Internets mindestens einen der Begriffe in Erfahrung bringen, die uns in unserem ersten Lexikon-Eintrag begegnet sind.
Was das Lexikon sagt
Ich bin mir sehr sicher, dass mir die Lebensregel Dicta Catonis noch nie begegnet ist. Mein lückenhaftes Latein hat keine Idee, was es mit dem Begriff auf sich hat. Ich bin gespannt, welche Internetseite dieses kleine Geheimnis für uns lüften wird.
Die Webseite des Friedrich Verlages verrät uns, dass es sich bei
„den Dicta Catonis oder auch Disticha Catonis […] um eine Zusammenstellung ethischer Vorschriften“
handelt, die irgendwann zwischen 100 und 400 nach Christi entstanden sind. Der Verfasser der Schriften ist unbekannt. Er nutzte das Pseudonym Catos und spielte damit auf einen römischen Staatsmann und Schriftsteller an, der zu diesem Zeitpunkt schon lange tot war. Wenn Du Lust verspürst, den lateinischen Originaltext zu lesen, kannst Du dies dank Wikisource tun.
Unser Lexikon erwähnt auch die französischen Moralisten, die laut dieser Verlagsseite zwischen 1600 und 1950 zahlreiche Vertreter hatten.
Der erwähnte Moralist François La Rochefoucauld lebte zwischen 1613 und 1680. Er war ein Kritiker des Adels, dem er selbst angehörte und fasste seine Kritik in Maximen, die veröffentlicht wurden und noch zu seinen Lebzeiten in 5 Auflagen erschienen.
Auch der 1715 geborene und 1747 verstorbene Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues zählte zu den Moralisten. Sein Hauptwerk enthält 700 Aphorismen, die Du Dir auf Wikisource im französische Original zu Gemüte führen kannst.
An dieser Stelle bin ich nun zufrieden, da ich nun zumindest eine grobe Vorstellung von all den Sachen habe, die unser Lexikon erwähnt.
Fazit
Wir wissen nun, was eine Maxime ist und woher sie kommt. Da ich nach der heutigen Recherche nicht das Gefühl habe, dass ich dem Begriff wirklich auf den Grund gegangen bin, schafft er es weiterhin nicht in meinen aktiven Wortschatz. Ich nutzte stattdessen lieber weiterhin den Begriff Leitsatz.
An dieser Stelle bin ich neugierig: Hast Du einen Leitsatz, der Dich durch Dein Leben begleitet?
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Das Buch, das diesen Beitrag inspiriert hat, habe ich als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten. Das bedeutet, ich habe das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen, um darüber zu schreiben.
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