Wer hat eigentlich iTunes erfunden?

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Wenn Du jetzt denkst „Was für eine Frage? Apple natürlich!“ ist dieser Beitrag für Dich. Denn seit dem ich

Richard Branson: The Virgin Way

gelesen habe bin ich mir mit der Antwort „Apple“ nicht mehr so sicher. Freue Dich heute  also auf eine wunderbar amüsante Geschichte. Los geht es:

Der Meister der Aprilscherze

Newsletter

Der 01. April ist jedes Jahr der Tag der Scherze. Mein letzter April Scherz liegt viele Jahre zurück und war, weil ich mich nicht an ihn erinnern kann, wahrscheinlich nicht sehr ausgefeilt. Seit der Schulzeit habe ich keine Aprilscherze mehr gemacht und persönlich auch keine mehr erlebt. Mein einziger Berührungspunkt mit dem 01. April war in den letzten Jahren der Newsletter den ich am 02. April erhalten habe und der mich aufgeklärt hat welche genialen Scherze Microsoft, Google und co. am Tag zuvor parat hatten.

Saturn
Planet

Ein wahrer Meister der Aprilscherze ist übrigens der Unternehmer Richard Branson. Seine Scherze reichen von einer harmlosen Pressemeldung die verkündet, dass Virgin den Pluto gekauft hat bis hin zu wirklich aufwendigen geplanten Scherzen mit Freunden und Bekannten, die auch schon einmal mit einem Besuch der örtlichen Polizei enden können. Bei den meisten Scherzen kommt Richard davon, doch andere wiederum haben schwerwiegende Folgen:

01. April 1986

Musik
Musik

An diesem Tag war die Musik Industrie Richards auserkorenes Scherz Ziel. Wie bereits gesagt ist Richard ein April-Scherz Fan und scheut kaum einen Aufwand um einen guten Scherz zu landen. 1986 gelang es ihm am Vorabend des 01. April ein exklusives Interview mit einem Journalisten zu organisieren. Richard erzählte dem Journalisten Virgin habe in den letzten Jahren im Geheimen einen gigantischen Computer entwickelt auf dem sie jeden Song gespeichert haben, der ihnen in die Finger gekommen ist. Richard behauptete dieser wahnsinns Rechner heiße Music Box und es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis User sich von diesem Rechner gegen eine kleine Gebühr ihren Lieblingssong herunterladen könnten.

Schlechte Nachrichten
Schlechte Nachrichten

Der Journalist schluckte die Geschichte und so erschien am nächsten Tag eine News in der Zeitung, die Richards Telefon zum glühen brachte. 1986 waren die Computer und das Internet zwar längst nicht so weit die heute, aber es war grade erst 2 Jahre her, dass Apple seinen ersten Heim-PC auf den Markt gebracht hatte. Jeder der den Artikel las war also in der Lage sich vorzustellen, dass Richard einen solchen Computer wirklich entwickelt hatte. Die News trieb einigen Vertretern der Musik Industrie so sehr die Panik in die Knochen, dass sie Richard am Vormittag des 01. April telefonisch anflehten seine Music Box unter keinen Umständen auf den Markt zu bringen.

Telefon
Telefon

Mittels einer Pressemeldung löste Richard seinen Music Box Aprilscherz gegen Mittag des 01. Aprils auf. Das sorgte allerdings nicht dafür, dass sein Telefon an diesem Tag zur Ruhe kam, lediglich die Art der Calls änderte sich, jetzt Flehten die Menschen am anderen Ende der Leitung nicht mehr um Gnade…

Die Folgen des Music Box Scherzes

Geburt einer Idee

Einige Jahre nach diesem Scherz begegnete Richard Steve Jobs. Dieser erzählte ihm, dass er von Richards April Scherz gehört habe. An dieser Stelle überlasse ich den weiteren Verlauf der Geschichte Deiner Phantasie und streue lediglich die Information, dass iTunes laut meiner kurzen ecosia-Recherche 2003 das Licht der Welt erblickte.

Abstieg, Abfallen, Sinken

Für Richard hat sein Scherz eine bis heute etwas wehmütige Seite: Die Beliebtheit von iTunes sorgte für einen Rückgang der Nachfrage in seinen Virgin Megastores in denen er lange Zeit Musik Fans ein schier unendliches Shoppingerlebnis bot. Aufgrund des Rückganges der Nachfrage stoppte die Expansion der Megastores, doch nicht nur das, Richard war in den letzten Jahren gezwungen einige von ihnen zu schließen.

Fazit

Träume werden wahr

Ja, Du hast recht, irgendwie lautet die Moral von der Geschichte auch vorsichtig mit den eigenen Aprilscherzen zu sein. Doch meinem Empfinden nach liegt noch eine tiefere Message in der Geschichte: Sie zeigt, dass uns die Welt heute zu Füßen liegt und keine Idee zu verrück ist um wahr zu werden. Richard hätte den Scherz 1986 nicht gebracht, wenn er geahnt hätte, dass es bereits 2003 einen Menschen geben würde, der in der Lage sein würde einen solchen Computer zu bauen. Oder anders formuliert: Das, was 1986 für Richard am äußersten Rand seiner Vorstellungskraft lag, brauchte keine 20 Jahre um Realität zu werden.

Sterne-und-Idee
Deine Idee kann die Welt verändern

Und mit diesem Wissen im Hinterkopf bin ich nun gespannt welche Zukunftsideen Du hast. Wenn Du möchtest, dass sie bald Realität werden, könntest Du sie aufschreiben und anderen über die Sozialen Kanäle zugänglich machen und wer weiß, vielleicht findet sich jemand, der Deine kühnsten Ideen Realität werden lässt 😉 Ich für meinen Teil bin sehr gespannt auf Deine Ideen und halte meine Daumen für Dich gedrückt.