3.4 min readPublished On: 3. September 2021By Categories: Bücher, Wissen

Wer waren eigentlich die Sumerer und wo liegt Mesopotamien?

Hallo, mit mir erschaffst Du ganz schnell jeden Buchstaben.

Für die meisten Menschen, die ich kenne, ist das Schreiben von Worten etwas völlig Alltägliches. Sie schreiben E-Mails, Briefe, Einkaufszettel und Nachrichten, in denen sie mit Hilfe von Buchstaben Informationen festhalten. Die Autorin

Silvia Ferrara: Die große Erfindung. Eine Geschichte der Welt in neun geheimnisvollen Schriften

geht in ihrem Buch der Frage nach, wie das Schreiben erfunden wurde. Sie verrät uns, dass die Sumerer in Mesopotamien vor 5000 Jahren zu den wenigen Menschen auf dieser Welt gehörten, die schrieben. Die Sumerer hatten noch keine festgelegte Schrift, sie nutzten Zeichen und Gegenstände, um ihre Tauschgeschäfte auf Tontafeln zu dokumentieren.

Ich finde diese Information spannend, allerdings weiß ich weder wer diese Sumerer sind noch habe ich eine Ahnung, wo Mesopotamien liegt. Und genau aus diesem Grund gehen wir diesen Fragen heute nach.

Wo liegt Mesopotamien?

Das liegt rechts neben Afrika.

Wenn wir Google Maps mit dem Begriff Mesopotamien füttern, bekommen wir den Irak angezeigt. Ein kurzer Auszug aus Wikipedia klärt uns darüber auf, dass Mesopotamien auch Zweistromland heißt. Die zwei Ströme, die diesem Gebiet seinen Namen schenkten, sind der Tigris und der Euphrat.

In Mesopotamien konnte sich die erste Schrift entwickeln, weil dies die Region war, in der die ersten Städte in der Geschichte der Menschheit entstanden. Bei meiner Recherche bin ich noch auf viele weitere spannende Themen zu Mesopotamien gestoßen (in dieser Region entstand z. B. das spätere Babylon), die ich hier nicht aufliste, weil wir heute lediglich wissen wollen, wo Mesopotamien liegt.

Wer waren die Sumerer?

Zu meiner großen Freude liefert unser Lexikon uns auch heute wieder einen Großteil der Antwort:

„Sumerer, die Bewohner Sumers, ein Volk unbekannter Herkunft mit nichtsemit. Sprache, das seit Ende des 4. Jt. v.Chr. nachweisbar ist. Die S. waren maßgeblich an der Schaffung der altoriental. Hochkultur beteiligt. Grundlage war der mit Hilfe künstl. Bewässerung betriebene Ackerbau. Er erforderte bereits früh eine gemeinsame Arbeit der Bewohner und führte durch die soziale Differenzierung zur Bildung von Stadtstaaten (u. a. Uruk, Kisch, Ur, Lagasch und Umma). An der Spitze dieser Staaten standen Stadtfürsten mit priesterl. Vollmachten. – Die S. entwickelten die Keilschrift.“

Das Zeit Lexikon. Mit dem Besten aus der Zeit, Band 14, S. 296.

Hagt mit diesem zarten Pflänzchen alles begonnen?

Über Jahrtausende waren Menschen Jäger und Sammler, die in kleinen Gruppen lebten. Sobald es in einer Region nicht mehr genug Nahrung gab, zogen die Gruppen weiter und suchten sich einen neuen Ort, an dem es genug Essen gab, um die Gruppe zu ernähren. Folgen wir dem Eintrag in unserem Lexikon, dann gehörten die Sumerer zu den Stämmen, die zuerst mit diesem Verfahren brachen. Sie nutzten das Wasser der Flüsse Tigris und Euphrat, um Pflanzen zu bewässern, die sie angebaut hatten. Diese Landwirtschaft sorgte dafür, dass den Sumerern das Essen nicht mehr ausging. Sie konnten also lange Zeit an einem Ort bleiben und sorgten in immer größeren Gruppen dafür, dass die Ernte gelang.

Dieses YouTube Video verrät uns, dass die Sumerer 3.200 v.Chr. im Süden Mesopotamiens siedelten und dass die Geschichte der Sumerer 2340 ein nicht sehr sanftes Ende fand. Die Keilschrift der Sumerer, die sich schon vorher über Mesopotamien verbreitet hatte, überlebte die Sumerer und bildete eine wichtige Grundlage für das Alphabet, das wir noch heute nutzen, um E-Mails und Co. mit Informationen zu füllen.

Fazit

Ist es nicht faszinierend, welche Geschichten sich in den alltäglichen Dingen verbergen? Ich wäre nie auf de Idee gekommen, dass die Schrift ihren Ursprung in der Landwirtschaft haben könnte. In meinem Kopf hat sich das Bild der Bauern aus meinem Schul-Geschichtsunterricht verankert, das besagte, sie konnten in früheren Jahrhunderten in der Regel lesen noch schreiben.