Wusstest Du, dass der Verzehr von FastFood ungeduldig macht?

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Warnhinweis: Das mit der Ungeduld wird von anderen Informationen in diesem Beitrag noch in den Schatten gestellt.

WERBUNG: Das Buch das diesen Beitrag inspiriert hat, habe ich als Rezensionsexemplar vom Klett-Cotta Verlag erhalten. Das bedeutet ich habe das Buch zur Verfügung gestellt bekommen um darüber zu schreiben.

Wahrscheinlich weiß jeder, dass es beim FastFood um eine schnelle warme Mahlzeit geht, aber dass es laut

Claudia Hammond: Tick, tack. Wie unser Zeitgefühl im Kopf entsteht

auch ungeduldig macht wusste ich nicht. Dieser Zusammenhang hat mich so erstaunt, dass ich heute darüber schreibe. Das Ergebnis wirft bei mir einfach zu viele Fragen auf:

  • Wie sind die Forscher zu ihrem Ergebnis gekommen?
  • Wie misst man die Ungeduld eines erwachsenen Menschen?
  • Wie es dazu kam, dass Forscher diese Frage stellten?
  • Wenn FastFood ungeduldig machen würde, wäre das dann nicht irgendwie eine krasse Gelddruckmaschine?
  • Gab es eine vernünftige Kontrollgruppe?

Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, ob es mir gelingen wird heute alle Antworten auf diese Fragen zu finden, aber ich bin mir zumindest sicher, dass wir heute die Antwort auf mindestens eine Frage finden werden.

Gibt das Internet unserer Autorin recht?

Bis vor wenigen Augenblicken fand ich die Sache mit der gesteigerten Ungeduld schon erstaunlich, doch es kommt noch besser. In ihrer Studienzusammenfassung schreiben Sanford E. DeVoe und Chen-Bo Zhong, dass sie beobachten konnten, dass Studienteilnehmer

  1. schneller lasen, als sie unbewusst einem FastFood Symbol ausgesetzt wurden. Moment, ist das nicht eine geniale Information für Buchverlage? Würden Menschen, die Bücher voller FastFood Werbung lesen diese schneller konsumieren und somit mehr Bücher lesen? Würden dieselben Leser mit der Zeit so stark an Gewicht zulegen, dass sie lieber lesen würden als Sport zu machen und so noch mehr Bücher lesen? Wäre das nicht ein gigantisches Zusatzgeschäft oder würden die Leser aufgrund ihrer unausgewogenen Ernährung so früh sterben, dass sie insgesamt weniger lesen? Warum nur habe ich grade so ein mulmiges Gefühl in Sachen Moral, während ich diese extrem kapitalistischen Fragen stelle?
  2. die über FastFood nachdachten dazu tendierten Zeit sparende Produkte zu konsumieren. Welche Produkte das waren gibt der kurze Text leider nicht her, aber irgendwie möchte ich dem Partnermanager von Blinkist (einem Service für Buchzusammenfassungen) grad den Tipp geben eine Kooperation mit dem Goldenen M anzustreben.
  3. eine geringer Bereitschaft zum Sparen aufwiesen, nachdem sie ein FastFood Symbol gesehen haben. Eine Kooperation zwischen einem Lebensversicherer und einer FastFood Kette wäre also wenig erfolgsversprechend.

Warte Mal, kann es sein, dass wir grade dank mehr Informationen mehr Fragen, aber keine einzige Antwort auf meine ursprünglichen Fragen bekommen haben? Wir brauchen eine andere Quelle.

Die Studiendetails

Ich liebe das Internet, denn soebend habe ich ein 13 seitiges PDF der beiden Forscher gefunden, dass uns einige der Antworten schenkt, die wir grade suchen:

  • Wie sind die Forscher zu ihrem Ergebnis gekommen?
    • Sie haben 3 Experimente mit Studenten gemacht, bei denen Sie die Studenten in verschiedenen Arten mit FastFood Logos konfrontierten. An jedem Experiment waren weniger als 100 Studenten beteiligt.
  • Wie misst man die Ungeduld eines erwachsenen Menschen?
    • Du stellst ihm Fragen über seine Bereitschaft so sparen
  • Gab es eine vernünftige Kontrollgruppe?
    • Ja. Allerdings bin ich mit der geringen Teilnehmerzahl und der Beschränkung der Studie auf Studenten nicht ganz glücklich. Das Ergebnis der Studie müsste nach meinem Gefühl daher eigentlich „FastFood steigert die Ungeduld bei Studenten“ lauten.

Möglicherweise enthält das Dokument noch mehr Antworten, aufgrund des kleinen Zeitfensters, dass ich für das Schreiben habe, konnte ich es nur überfliegen und nicht konzentriert studieren. Solltest Du beim Lesen des PDFs der Forscher weiter Antworten finden, freue ich mich sehr, wenn DU sie mit uns teilst.

Fazit

Wir konnten heute nicht alle Fragen beantworten, haben für mein Gefühl aber dennoch viele spannende Dinge herausgefunden. Die Informationen dieser Studie wandern definitiv in meine Wissenschublade und ich freue mich schon sehr auf den Tag an dem ich sie im Alltag einmal sinnvoll einsetzen kann. Wenn ich so darüber nachdenke ist die Studie ein cooler Weg um das Phänomen des Primings zu erklären. Priming wird das rätselhafte Phänomen genannt, dass uns beim Sehen eines FastFood Logos die Lust zum Sparen nimmt.