Weißt Du was Benefits Mapping ist?

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WERBUNG: Das Buch, das diesen Beitrag inspiriert hat, habe ich als Rezensionsexemplar vom O’Reilly Verlag und vom dpunkt.verlag erhalten. Das bedeutet, ich habe das Buch zur Verfügung gestellt bekommen, um darüber zu schreiben.

Hinweis: Dieser Beitrag ist vereinfacht und für absolute Anfänger wie mich als Einstieg in das Thema geeignet.

Mir ist dieser Begriff noch nie begegnet, und ich bin sehr gespannt, was sich dahinter verbirgt. Dank

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Zum Glück gibt es das Internet.

weiß ich bereits, dass Benefits Mapping ein Framework ist, mit dem sich Arbeit priorisieren lässt. Viel mehr verrät uns unsere Autorin allerdings nicht. Doch zum Glück gibt es das Internet, und so werden wir mit ein wenig Glück in wenigen Minuten nicht nur wissen, was Benefits Mapping ist, sondern auch in der Lage sein, es zu nutzen, um unsere eigene Arbeit zu priorisieren.

Was ist Benefits Mapping?

Um diese Frage zu beantworten, schauen wir uns die Übersetzung der beiden englischen Begriffe an:

  • Benefits – Nutzen, Vorteil, Leistung, Gewinn
  • Mapping – Abbildung.

Laut unserer Übersetzung haben wir es beim Benefits Mapping also mit einer Leistungs-Abbildung zu tun. Daher schauen wir uns nun einmal eine solche Abbildung an:

Eine stark vereinfachte Benefit Map mit einem frei erfundenen Beispiel.

Auf dem Bild sehen wir ein Miniprojekt, dessen Ergebnis ein leckeres Mittagessen ist. Um unser Ergebnis zu erzielen, haben wir zwei Aufgaben zu erledigen:

  1. Nudeln kochen,
  2. Soße zubereiten.
Ich finde Nudeln besser als Soße.

Beide Aufgaben sind auf den ersten Blick wichtig, um unser Ergebnis zu erreichen. Doch wenn wir uns die beiden Aufgaben aus dem Blickwinkel des Benefits Mapping anschauen, fällt uns auf, dass die Aufgabe, Nudeln zu kochen, eine höhere Leistung zu unserem Ergebnis beiträgt, als die Aufgabe Soße zubereiten. Der Hintergrund der beiden Prozentzahlen ist folgender: In meinen Augen sind Nudeln mit Soße ein leckeres Mittagessen. Allerdings gehöre ich zu den Menschen, die Nudeln so sehr mögen, dass sie diese sogar ohne alles essen können. Daher liegt der Beitrag der Nudeln zu einem leckeren Mittagessen in meinen Augen bei 70 %. Die Vorstellung, nur Nudelsoße zu essen, finde ich dagegen nicht so spannend, und daher bekommt die Aufgabe, Soße zubereiten, einen geringeren Wert von 30% von mir. Mit Hilfe der Prozentwerte können wir unsere Arbeit also priorisieren. Sollten wir zum Beispiel aus Budget-Gründen nur Nudeln oder Soße kaufen können, wissen wir dank Benefits Mapping nun, dass wir unser Budget für die Nudeln, nicht für die Soße ausgeben würden.

Auch wenn unser Beispiel einfach ist, zeigt das Benefits Mapping schon hier, was diese Visualisierungsmethode leisten kann. Wenn wir uns nun ein echtes Projekt mit hunderten Aufgaben vorstellen, wird die Macht des Benefits Mapping deutlich. In einem solchen Projekt können wir dank Benefits Mapping leicht herausfinden, welche Arbeit zuerst erledigt werden sollte, damit wir mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel Leistung erreichen.

Wie funktioniert Benefits Mapping im Detail?

Dank YouTube habe ich ein fast 60 Minuten langes Video entdeckt: https://www.youtube.com/watch?v=fOijc2PYDHw, das genau diese Frage beantwortet. Da 60 Minuten gut zwei Drittel der Zeit sind, die ich für einen Blogbeitrag zur Verfügung habe, habe ich das Video nur schnell einmal durchgescrollt. Allerdings habe ich dabei den Eindruck gewonnen, dass es die Frage nach der Funktion sehr gut beantwortet.

Fazit

Welche Tools nutzt Du für Priorisierungen?

Irgendwie bin ich gerade überrascht, dass mir die Methode noch nie über den Weg gelaufen ist, da sie so simpel und einleuchtend erscheint. In jedem Fall freue ich mich sehr darauf, sie bei Gelegenheit einmal in einem echten Projekt einsetzten zu können. Und nun bin ich neugierig: Welche Tools nutzt Du, um Deine Arbeit zu priorisieren? Hast Du Benefits Mapping schon einmal eingesetzt? Wenn ja, wie waren Deine Erfahrungen mit dieser Visualisierungsmethode?