Weißt Du was diskrete und kontinuierliche Daten sind?

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WERBUNG: Das Buch, das diesen Beitrag inspiriert hat, habe ich als Rezensionsexemplar vom O’Reilly Verlag erhalten. Das bedeutet, ich habe das Buch zur Verfügung gestellt bekommen, um darüber zu schreiben.

Wie sehen diskrete Daten aus?

Im Februar 2020 hörte ich zum ersten Mal in meinem Leben den Begriff „diskrete Daten“. In diesem Moment dachte ich: Wie in aller Welt könne Daten bitte diskret sein? Sobald wir Daten teilen sind diese doch automatisch nicht mehr diskret, oder? Zu meiner großen Erleichterung klärte mich unsere Data-Science-Dozentin im nächsten Atemzug darüber auf, was diskrete Daten sind und ich war beruhigt.

Obwohl ich es am Anfang kaum glauben konnte, erweckte dieser Kurs ein nie zuvor gespürtes Interesse an Daten in mir. Früher haben mich Statistiken und Co. relativ kalt gelassen. Doch dank dieses Data-Science-Kurses weiß ich, dass eine unterschiedliche Darstellung der gleichen Daten dafür sorgen kann, dass wir sie absolut unterschiedlich interpretieren, wenn wir nicht auf jedes Detail der Darstellung achten. Datendarstellung ist eine Kunst. Und da ich nun um ihre Existenz wusste, konnte ich nicht widerstehen, als ich auf eine Broschüre

Claus O. Wilke: Datenvisualisierung – Grundlagen und Praxis. Wie Sie aussagekräftige Diagramme und Grafiken gestalten

Keine leichte Kost.

aufmerksam wurde. Ich bestellte sie, um mehr über diese Kunst zu erfahren. Schon bei der Bestellung ahnte ich, dass mir die Lektüre des Buches nicht ganz leicht fallen würde. Doch irgendwie hatte ich das Gefühl, dass mein Vorwissen aus meinem Data-Science-Kurs mir helfen würde, die Aufgabe zu bewältigen.

Bereits auf Seite acht stellte ich fest, dass ich vielleicht ein wenig zu optimistisch an die Sache herangegangen war, denn auf dieser Seite begegnete ich meinen alten Bekannten, den diskreten Daten. Ich konnte mich einfach nicht mehr daran erinnern, was es mit ihnen auf sich hatte. Aus diesem Grund sitze ich nun an diesem Beitrag und lasse die diskreten Daten zum Teil von „du bist grossartig“ werden.

Was sind diskrete Daten?

Diskrete Daten sind Daten, die wir in der Regel in ganzen Zahlen darstellen können, wie zum Beispiel:

  • Taschen
  • Bücher
  • Computer
  • Menschen
  • Geld
Eine Gruppe diskreter Daten.

Menschen zählen zu den diskreten Daten, weil wir sie nicht teilen können. In einem Büro können 7, 9 oder 36 Personen sitzen, aber nicht 23,5. Doch ganz anders schaut es doch schon bei Geld aus, oder? Einen Euro kann ich doch in Cents teilen, warum zählt Geld dann zu den diskreten Daten? Nun wir können zwar Euro in Cents teilen, doch dann ist Schluss. Ein Cent ist die kleinste Einheit, die es in dieser Währung gibt. Wir können Euro und Cents nur in ganzen Zahlen darstellen, daher sind sie diskret.

Diskrete Daten, werden in Diagrammen und Co. gern mittels Formen und Linientypen dargestellt.

Was sind kontinuierliche Daten?

Kontinuierliche Daten sind beliebige nummerische Werte. Im Gegensatz zu diskreten Daten können sie bis zur Unendlichkeit „zerstückelt“ werden. Beispiele für kontinuierliche Daten sind:

  • 13
  • 5,7
  • 1,5 x 10-23
Das Gewicht gehört zu den kontinuierlichen Daten.

Wenn ich die Sache mit den kontinuierlichen Daten richtig verstehe, gehört zum Beispiel Gewicht zu kontinuierlichen Daten. Ein Mensch mag 105 Kilo wiegen, doch wenn wir eine entsprechende Waage hätte, würden wir vielleicht feststellen, dass dieser Mensch nicht 105 Kilo, sondern 104,738424635987106573651932 Kilo wiegt. Die Anzahl der Kommazahlen ist allein durch unsere Wiegetechnik und die Größe des Displays der Waage beschränkt.

Kontinuierliche Daten, werden in Diagrammen und Co. gern mittels Position, Größe, Farbe und Linienbreite dargestellt.