Weißt Du, was ein Kamishibai Board ist?
Heute geht es um einen Begriff, der mir zum allerersten Mal in dem Buch von

begegnet ist. Obwohl ich vor dem Lesen des Buches noch nie von diesem gehört habe, weiß ich dank der Anleitung im Buch genau, was das ist. Genau wie das mir schon länger bekannten Kanban-Board, das wir uns in diesem Beitrag angeschaut haben, erfüllt auch dieses Board die Aufgabe, Aufgaben sichtbar zu machen. Während die einfachste Version des Kanban-Boad mit seinen drei Spalten
- zu erledigen,
- in Arbeit
- erledigt
den Fokus darauf legt, den jeweiligen Status der Aufgaben sichtbar zu machen, liegt der Fokus des Kamishibai Boards auf der Darstellung von Aufgaben, die sich regelmäßig wiederholen. Dieses YouTube Video erklärt in knapp 15 Minuten, wie genau ein Kamishibai Board mit seinen grün-roten Aufgaben-Karten funktioniert und ist damit etwas ausführlicher als die Erklärung von Falk und Kristina, die das Board in ihrem Buch auf einer einzigen Seite erklären. Während im Buch der Fokus auf der Anwendung der Methode liegt, erklärt das YouTube Video auch Themen wie
- die Problematik hinter wiederkehrenden wichtigen, aber nicht dringenden Routine-Aufgaben und
- mit welchen unterschiedlichen Materialien das Board gestaltet werden kann.
Beide Quellen gehen aufgrund von Platz- bzw. Zeitmangel nicht auf grundlegende Themen ein, zum Beispiel wer das Board eigentlich erfunden hat ein. Diese Informationslücken möchte ich in diesem Beitrag mit Hilfe des Internets schließen. Ich bin gespannt, ob das funktioniert. Los geht’s.
Wer hat es erfunden?

Auf meine Suchanfrage nach der Erfinderin der Boards, liefert mir die Suchmaschine eine für mich völlig neue Information. Laut der Webseite kamishibai-forum.de ist Kamishibai nicht etwa der Name der Erfinderin der Methode, sondern das japanische Wort für Papiertheater. Die Webseite zeigt auch nicht das Board mit den Rot/Grünen Karten, sondern eine Art Puppentheater, bei dem keine Puppen, sondern Papier zum Einsatz kommt. Diese Art des Kamishibai wird genutzt, um Kindern Geschichten zu erzählen.
Auf dieser Webseite erfahren wir, dass die Namensgeberin des Boards, das Falk und Kristina in ihrem Buch vorstellen, das Papiertheater ist:
„Der Begriff stammt aus dem Japanischen und bedeutet „Papiertheater“ – eine Referenz auf die ursprüngliche Verwendung von Bildkarten zur Geschichtenerzählung.“
Auf azumuta.com erfahren wir, wann und wo das Kamishibai-Board erstmals im beruflichen Kontext zum Einsatz kam:
„Das Kamishibai-Board wurde erstmals in den 1930er Jahren für die Kommunikation in den Automobilwerken von Toyota eingeführt. Das System wurde von Taiichi Ohno entwickelt, einem der ersten Ingenieure des Unternehmens und dem Vater des Toyota-Produktionssystems.“
Obwohl ich mehrere Suchanfragen gestellt habe, finde ich keine Antwort auf die Frage, wer genau die Person war, die aus dem Papiertheater für Kinder das Büroboard entwickelte. Solltest Du hier mehr wissen, würde ich mich freuen, wenn Du Dein Wissen in den Kommentaren unter diesem Beitrag teilst.
Was ist mit Routineaufgaben, die jede Person im Team erledigen muss?

Das YouTube Video, das wir uns angesehen haben, erklärt, wie sich Routine-Aufgaben erledigen lassen, die von einer Person in einem Team pro Zeitraum nur ein einziges Mal erledigt werden müssen. Hierzu gehört zum Beispiel, ein wöchentliches Backup zu erstellen. Diese Aufgabe kann mit Hilfe des Boards einer Person zugewiesen werden und von einer Person erledigt werden.
Ich frage mich nun, wie es mit Aufgaben ausschaut, die jede Person im Unternehmen einzeln erledigen muss, wie zum Beispiel:
- Einarbeitung von neuen Mitarbeitern
- Urlaub beantragen
- Stundenerfassung
- Weiterleitung von Stundenerfassung an Vorgesetzte
- Weiterbildungen beantragen
- Datenschutzschulung.
Lassen sich solche Aufgaben auch mit dem Board bewältigen? Ich habe für die ersten beiden Punkte auf der Liste die Suchmaschine befragt und keine Antworten erhalten. Auch hier freue ich mich also, über einen Kommentar von Dir unter dem Beitrag.
Für wen genau eignet sich das Board?
In meiner Karriere habe ich bereits in einem Startup, einigen Werbeagenturen und in einer Firmengruppe gearbeitet. In allen Jobs hatte ich Aufgaben zu erledigen. Was ich lernen musste, ist, dass es in jedem Unternehmen andere Prozesse gab und dass sich ein gut funktionierender Prozess aus einem Unternehmen nicht einfach in das nächste Unternehmen übertragen lässt. Faktoren wie

- Firmenkultur
- Anzahl der Mitarbeitenden
- Diversität der Mitarbeitenden
- Anzahl der Teams
- Anzahl der Projekte
- Anzahl der Kunden
- Anzahl der Standorte
- Unternehmensform (z.B. aufgrund unterschiedlicher gesetzlicher Anforderungen)
- Usw.
haben enormen Einfluss darauf, ob eine Methode bzw. ein Tool Fuß fasst oder nicht. Aus diesem Grund frage ich mich nun, für wen genau sich das Kamishibai-Board überhaupt eignet. Wo das Board laut dem Internet und unseren Autoren funktioniert:
- In der Produktion
- In der IT
- In einem Team
- In einer Schlüsselposition
Was ich mich nun frage ist: Wo stößt das Board an seine Grenzen? Welche der oben Genannten haben Einfluss auf das Board? Kann das Board, weil es ein physisches Board ist, überhaupt in einem Unternehmen mit mehreren Standorten zum Einsatz kommen?
Fazit
Obwohl ich im Rahmen der Recherche neue Informationen entdeckt habe, habe ich in diesem Moment deutlich mehr unbeantwortete Fragen als zu Beginn meiner Recherche. Doch das ist nicht weiter wild, denn ich bin mir sicher, dass ich irgendwann Antworten auf meine Fragen finden werde. An dieser Stelle bin ich nun neugierig. Was meinst Du, eignet sich das Board für Dich und Dein Unternehmen? Welche Hürden siehst Du? Welche Chancen könnte das Board bei Dir ermöglichen?
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Das Buch, das diesen Beitrag inspiriert hat, habe ich als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten. Das bedeutet, ich habe das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen, um darüber zu schreiben.
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