Weißt Du, was eleusinische Gefilde sind?
Obwohl wir im Rahmen eines anderen Beitrages schon herausgefunden haben, dass Gefilde Landschaften oder Gegenden sind, kann ich mit unserem heutigen Begriff nichts anfangen, der mir in

Martin A. Nowak & Roger Highfield: Kooperative Intelligenz. Das Erfolgsgeheimnis der Evolution
begegnet ist. Unser Autor, der zum Zeitpunkt der Erscheinung seines Buches Professor in Harvard war, nutzt seine Lebensgeschichte als roten Faden für sein Buch. Zu dieser Geschichte gehört auch, dass er Oxford verließ und nach Princeton ging. Der Wechsel des Arbeitsplatzes begann mit einem Anruf. Martin schreibt:
„Eines Tages aber rief mich Karl an und teilte mir mit, meiner Arbeit habe in Princeton, am Institute for Advanced Study, für einiges Aufsehen gesorgt. […] Jahre zuvor hatte ich in Einstein, Gödle und Co. Genialität und Exzentrik gelesen, Ed Regis‘ spritzigen Bericht zum Leben in Princeton, das weit außerhalb der Reichweite gewöhnlicher Sterblicher zu liegen schien. In den eleusinischen Gefilden dieser Eliteeinrichtung hatten über die Jahre die Hohepriester der Wissenschaft und Mathematik gewirkt, so Albert Einstein, Kurt Gödel und John von Neumann.“
S. 201.
Ich bin gespannt, ob unser Lexikon uns verraten kann, was unser heutiger Begriff bedeutet.
Was das Lexikon sagt
Unser Lexikon hält keinen exakt passenden Eintrag für uns bereit, verrät uns aber, dass Eleusis eine Stadt ist.

Eleusis (ngrch. Elevsis), Stadt am Saron. Golf, im Verw.gebiet Attika, Griechenland, 22 800 Ew.; archäolog. Museum; Erdölraffinerie, Stahlwerk, Bauxitabbau, Zement-, Sprengstoffindustrie. – Im Altertum war E. berühmt durch den Fruchtbarkeitskult der Göttinnen Demeter und Persephone und deren Fest im Herbst, die Eleusinischen Mysterien. Ausgrabungen haben den heiligen Bezirk freigelegt. Die früheste Anlage des Telesterions (Mysterientempel) stammt aus myken. Zeit (1400 bis 1200 v. Chr.); es folgte ein Bau Solons (um 700 v. Chr.) sowie ein Tempel aus dem letzten Drittel des 6. Jh. v. Chr. (480 v. Chr. von den Persern zerstört). Aus der Mitte des 5. Jh. v. Chr. stammt die nach einem Plan des Iktinos errichtete quadrat. Halle. Der Architekt Philon fügte um 330 v. Chr. eine Vorhalle hinzu (unvollendet). Den Eingang bildeten die kleinen (etwa 40 v. Chr.), seit der Mitte des 2. Jh. n. Chr. die großen Propyläen. Lauenstein, D.: Die Mysterien von E. Stuttgart 1987.
Das Zeit Lexikon. Mit dem Besten aus der Zeit, Band 04, S. 143.
Könnte es sein, dass Martin mit seinem Satz auf den Fruchtbarkeitskult anspielt, den unser Lexikon erwähnt und uns sagen möchte, dass sich die Wissenschaftler in Princeton gegenseitig intellektuell befruchteten? Lass uns doch einmal schauen, ob das Internet einen besseren Erklärungsansatz bietet.
Was das Internet sagt
Die Webseite Academic kennt die eleusinischen Gefilde Martins unter dem Begriff Elysische Gefilde. Diese sind in der Antike eine Insel der Seligen, auf der die Helden leben, die von den Göttern geliebt werden. Auf der Insel herrscht ewiger Frieden und es gibt kein Leiden.
Was uns unser Autor sagen möchte
Ich vermute, dass uns Martin sagen möchte, das Princeton ein Paradies für Wissenschaft war und dass die Wissenschaftler, die hier arbeiteten, nicht nur sehr verehrt wurden, sondern auch in einem geschützten Raum arbeiten konnten.

Ich weiß, dass der von Martin erwähnte Albert Einstein bereits zu seinen Lebzeiten verehrt wurde, wenn das auch für die zwei anderen gilt, könnte meine Vermutung passen. Lass uns also schnell mal schauen, wer Kurt Gödel und John von Neumann waren.
Kurt war laut Wikipedia Mathematiker, der unter anderem einen wichtigen Beitrag zur Relativitätstheorie leistete. Laut dem Beitrag waren er und Einstein befreundet und philosophierten gern gemeinsam in Princeton.
John war laut Wikipedia ebenfalls Mathematiker. Er leistete bedeutende Beiträge zur Quantenmechanik und hing ebenfalls gern mit Einstein in Princeton ab.
Die Wissenschaftler, die Martin in seinem Zitat erwähnt waren alle Europäer, die in ähnlichen Gebieten forschten. Alle drei wanderten nach Amerika aus und trafen hier in Princeton aufeinander. Sie verließen das höllische von Kriegen erschütterte Europa und forschten in einem paradiesischen Umfeld gemeinsam an bedeutenden wissenschaftlichen Themen, wobei sie sich gegenseitig mit Wissen befruchteten.
Fazit
Wir wissen nun mit hoher Wahrscheinlichkeit, was Martin meint, wenn er an eleusinische Gefilde denkt. Und nur so am Rande: Der Wissenschaftler Martin wurde wie die von ihm erwähnten Wissenschaftler in Europa (genauer gesagt in Österreich) geboren.
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Das Buch, das diesen Beitrag inspiriert hat, habe ich als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten. Das bedeutet, ich habe das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen, um darüber zu schreiben.
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