Weißt Du was ein Knowledge Hub ist?

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WERBUNG: Das Buch, das diesen Beitrag inspiriert hat, habe ich als Rezensionsexemplar vom Redline Verlag erhalten. Das bedeutet, ich habe das Buch zur Verfügung gestellt bekommen, um darüber zu schreiben.

Geschichten erschaffen Zukunft.

Aktuell blicke ich mit unendlich viel Hoffnung auf unsere Welt. In meinen Augen haben wir es in der Hand, was im Rahmen des massiven Wandels passiert, den wir gerade erleben. Geschichten gestalten den Wandel. Sie schenken uns ein Bild von der Zukunft und versetzen uns in die Lage, diese Zukunft zu bauen. Je besser die Geschichten sind, die wir uns erzählen, desto höher ist in meinen Augen die Chance auf eine richtig gute Zukunft.

Was wir jetzt dringend brauchen sind die richtigen Geschichten, und zu meiner großen Freude erreichen mich in den letzten Wochen immer mehr solche Geschichten:

  • Das Homeoffice hat viele Vorteile. Mitarbeiter berichten mir vermehrt, dass Sie die neue Freiheit im Homeoffice lieben und für bestimmte Aufgaben nutzen und es Ihnen gelungen ist, ihre Chefs davon zu überzeugen, dass auch in Zukunft ein paar Tage im Monat Homeoffice möglich bleiben wird.
  • Das Klima profitiert von weniger Geschäftsreisen. Führungskräfte planen in Zukunft (wo sinnvoll) Präsensmeetings durch digitale Meetings zu ersetzen.
  • Menschen übernehmen Verantwortung für sich selbst. Viele Menschen, die ich kenne, haben in den ersten Wochen davon berichtet, dass sie nach einem Tag voller Online Meetings völlig K.O. waren. Inzwischen haben sich diese Geschichten gewandelt. Der Grund für die Erschöpfung waren das Fehlen jener Pausen, die im Büro vor Ort automatisch entstehen, weil wir von A nach B laufen und Kollegen an der Kaffeemaschine treffen. Inzwischen haben viele Menschen begonnen, Pausen aktiv zu planen. Statt ein 60 Minuten Meeting nach dem anderen zu halten setzen sich vermehrt Modelle von 45 Minuten Meetings / 15 Minuten Pausen durch.

Andere Geschichten, die das Potenzial haben, eine großartige Zukunft zu erschaffen, begegnen mir in Büchern wie

Robert R. Bukvić: Die Coworking-Evolution. Wie wir zukünftig leben und arbeiten.

Die Geschichte, die ich heute mit Dir teilen möchte, trägt den wunderbaren Namen „Knowledge Hub“ und hat in meinen Augen das Potenzial, eine großartige Welt zu erschaffen.

Was ist ein Knowledge Hub?

Kannst Du die Grafiken schnell machen?

Ein Knowledge Hub ist ein Coworking-Space, der gezielt eine Experten-Community erschafft. In einem normalen Coworking-Space treffen in der Regel alle möglichen Firmen aufeinander. Oft bringt dies praktische Synergien zwischen den Unternehmen, die sich ein Coworking-Space teilen, weil zum Beispiel ein Grafiker nicht lange gesucht werden muss, sondern mit etwas Glück nur wenige Tische entfernt sitzt.

Ein Knowledge Hub überlässt diese Synergien nicht dem Zufall, sondern stellt sie gezielt her, indem es die Unternehmen gezielt nach Branchen selektiert. So  wird gezielt Wissen zusammengebracht, das sich in freier Wildbahn normalerweise nicht begegnen würde. Wer in einem Knowledge Hub Mitglied werden möchte braucht laut unserem Autor entweder eine Einladung, oder muss sich gezielt um eine Mitgliedschaft bewerben.

Sieben Knowledge Hubs sind geplant.

Unser Autor hat 2018 im Rahmen einer Pressemeldung öffentlich gemacht, dass er mit seinem Unternehmen sieben Knowledge Hubs mit den Schwerpunkten Blockchain, Fintech, Health, Food & Retail, eCommerce, Deep Tech und Logistics plant. Was genau aus diesen Plänen geworden ist, habe ich nicht herausgefunden. Den einzigen Knowledge Hub seines Unternehmens, den ich auf die Schnelle gefunden habe, hat den Schwerpunkt Digitale Transformation und Versicherungsindustrie und befindet sich in der Friedrichstraße 200 in Berlin-Mitte.

Bei meiner Recherche zum Thema Knowledge Hub habe ich festgestellt, dass dieser Begriff nicht nur in der Coworking Welt existiert. So gibt es zum Beispiel einen reinen digitalen Knowledge Hub, der sich darauf spezialisiert hat, gemeinnützige Projekte durch Wissensvernetzung voranzubringen.

Bau Dir Deinen eigenen Knowledge Hub

Dein Knowledge Hub braucht kein Büro.

Ich mag die Idee der Knowledge Hubs und finde es spannend, sie noch weiter zu denken. Natürlich ist es genial, wenn sich das Wissen an einem Ort befindet und so beim Mittagessen mit den anderen Büronutzern fast automatisch fantastische Ideen entstehen. Doch in meinen Augen braucht es dafür nicht zwingend ein gemeinsames Büro. Jeder von uns kann sich diese Idee schnappen und auf seinen Social Media Präsenzen sein eigenes Knowledge Hub erschaffen.

Zugegebenermaßen braucht es dafür ein gewissen Talent in Sachen Strategie und Struktur. Da mir diese beiden Talente nicht zu eigen sind, wünsche ich mir an dieser Stelle eine Art Knowledge-Hub-Barcamp, das gezielt zwei Wissensbereiche zusammenbringt und danach für immer mittels eines Hashtags über Social Media erreichbar ist.

Fazit

Deine Ideen für die Zukunft.

Während wir in der realen Welt in diesem Jahr seit langem wieder realen Grenzen begegnen, die wir längst für überwunden hielten, verschwinden die digitalen Grenzen und erschaffen neue Synergien. Das Wissen, die Geschichten und die Ideen, die wir jetzt teilen, haben das Potenzial, unsere Zukunft zu gestalten. Eine Zukunft, in der wir Wissen teilen. Eine Zukunft, in der wir Grenzen der Zusammenarbeit überwinden. Eine Zukunft, in der der Wettbewerb der auf gegenseitige Vernichtung ausgerichtet ist der Vergangenheit, Zusammenarbeit und Synergien der Gegenwart angehören. Eine Zukunft, in der wir uns bewusst sind, dass wir das System, in dem wir leben, aktiv gestalten können und dieses Bewusstsein auch nutzen.

Let’s Rock.